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Erik Mohs gewinnt Frühjahrspreis der Steher in Heidenau

Radsport Erik Mohs gewinnt Frühjahrspreis der Steher in Heidenau

Der Leipziger Erik Mohs hat auf der 90 Jahre alten Radrennbahn Heidenau den Frühjahrspreis der Steher gewonnen. Im Windschatten des heimischen Tempomachers Wilfried Kluge auf dem Motorrad feierte der Ex-Radprofi und langjährige erfolgreiche Bahn- und Straßenrennfahrer seinen ersten Sieg im Stehersport.

Erik Mohs (30) aus Leipzig, der seine aktive Radsportkarriere Ende vergangenen Jahres beendete, und Schrittmacher Wilfried Kluge vom SSV Heidenau rollten beim Frühjahrspreis zum Sieg.

Quelle: Daniel Förster

Heidenau. Der Leipziger Erik Mohs hat auf der 90 Jahre alten Radrennbahn Heidenau den Frühjahrspreis der Steher gewonnen. Im Windschatten des heimischen Tempomachers Wilfried Kluge auf dem Motorrad feierte der Ex-Radprofi und langjährige erfolgreiche Bahn- und Straßenrennfahrer seinen ersten Sieg im Stehersport. Für Erik Mohs war es das zweite Steherrennen seiner Karriere überhaupt und beide hat er jeweils gemeinsam mit Kluge in Heidenau bestritten. Nach einem verkürzten dritten Lauf behauptete sich der 30-jährige Mohs, der in den Farben des westsächsischen Teams Ur-Krostitzer Biehler in die Pedale tritt, gegenüber Daniel Harnisch (24), der hinter seinem Stamm-Schrittmacher Lutz Weiß kurbelte. Das Leipziger Gespann hatte in Heidenau sowohl beim Vorjahresrennen als auch bei den Sächsischen Stehermeisterschaften im Herbst die Konkurrenz hinter sich gelassen.

Mohs und Harnisch lagen nach den ersten beiden Läufen über 15 und 20 Kilometer (60 und 80 Runden) – die wegen Regen etwas später gestartet wurden - gleichauf. Um die Sicherheit der Fahrer nicht zu gefährden, mussten die Kommissäre den über 25 Kilometer (100 Runden) ausgeschriebenen dritten und letzten Lauf nach 15 Kilometern (60 Runden) wegen einem einsetzenden Regenschauer vorzeitig abbrechen. Das Wasser macht die Bahn gefährlich glatt. „Ich habe mich in den ersten beiden Läufen so platziert, dass ich zum Schluss um die Gesamtwertung mitfahren kann“, erklärte Polizeimeister Erik Mohs, der nach zwei bestrittenen Rennen noch als „Steher-Neuling“ gilt und der aber als ausgesprochener Bahnspezialist ordentlich pedalieren kann. „Im dritten Lauf hieß es für mich dann Feuer frei. Als dann abgebrochen wurde, war ich vorn“, sagte er.

Sein Kontrahent Daniel Harnisch gönnte ihm den Sieg: „Erik ist in gutes Rennen gefahren. Er und ich wir haben demnächst noch genügend Möglichkeiten, bei denen wir uns gegenseitig messen können.“ So bei den Deutschen Derny-Meisterschaften, die am 17. Juni ebenfalls in Heidenau ausgetragen werden.

Bei der Siegerehrung freute sich Moritz Kaase aus Gütersloh (Nordrhein-Westfalen) über den dritten Platz. Der 23-Jährige war zum ersten Mal auf der Heidenau Bahn zu Gast und pedalierte hinter seinem Schrittmacher Matthias Acker aus Bielefeld (Nordrhein-Westfalen). „Wir haben uns über die Läufer immer mehr gesteigert und zum Schluss noch einen rausgehauen“, so Kaase.

Beim Frühjahrspreis der Steher vom gastgebenden SSV Heidenau, dem ersten von mehreren großen Höhepunkten für Fans des Bahnradsports in diesem Jahr, lieferten sich sieben Gespanne Rundenrennen im Betonoval. Erstmals griff der Nachwuchsrennfahrer Alexander Riedel als neuer Lokalmatador in das Geschehen ein. Der 18-Jährige Azubi ist auch Steher-Neuling und hat nach dem er zunächst ein ausgesprochener Straßenfahrer war, jetzt Gefallen am Stehersport gefunden. Gemeinsam mit dem Heidenauer Udo Becker, seinem Schrittmacher, hat er fleißig trainiert. Becker sieht seinen Fahrer nach dem Debüt für kommende Rennen gewappnet. Immerhin landete das Gespann auf dem fünften Rang. „Er ist zum ersten Mal mit Gegnern auf der Bahn gefahren. Damit hat er jetzt die Windverwirblungen ganz anders als im Training erlebt und wir wissen jetzt, woran wir noch arbeiten werden. Das bekommen wir hin“, sagte Becker optimistisch. Riedel selber zeigte sich nach den Rennen „zufrieden“ mit seiner Leistung. Allerdings war er froh, dass der dritte Lauf eher abgebrochen wurde. „Den ersten und zweiten Lauf habe ich wohl etwas überzogen, denn beim Schlusslauf hatte ich ganz schön zu tun, weil ich Krämpfe bekommen hatte.“

Zu guter Letzt wurde René Aebi auf der Heidenauer Radrennbahn geehrt. Den Schweizer, der gestern (1. Mai) seinen 71. Geburtstag beging, haben die hiesigen Zuschauer zum letzten Mal als Schrittmacher in Heidenau gesehen. Er beendet seine Karriere und verabschiedete sich wehmütig vom Heidenauer Publikum, bei dem er oft zu Gast war.

Von Daniel Förster

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