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Elbflorenz-Kapitän Rico Göde rechnet im Derby fest mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga

Handball Elbflorenz-Kapitän Rico Göde rechnet im Derby fest mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga

Eine Handverletzung macht es unmöglich, dass Rico Göde am Sonnabend beim Sachsenderby in der 3. Liga mitspielen und gegen LVB Leipzig den Aufstieg klarmachen kann. Doch der 35-Jährige ist sich sicher: „Die Jungs schaffen das auch ohne mich.“ Er selbst wird künftig einen anderen Job übernehmen.

So wie in dieser Szene kann Rico Göde seiner Mannschaft am Sonnabend leider nicht helfen. Der Kapitän ist verletzt und beendet seine Spielerlaufbahn.

Quelle: Rietschel

Dresden. Mit einem Sieg im Derby gegen den LVB Leipzig wollen die Handballer des HC Elbflorenz an diesem Sonnabend (17.30 Uhr/Energieverbund-Arena) ihre Saison krönen und den Aufstieg in die 2. Bundesliga feiern. Mannschaftskapitän Rico Göde ist allerdings wegen einer Verletzung zum Zuschauen verdammt. Im DNN-Interview spricht der 35-jährige 2,07-Meter-Hüne über seine Gefühle, die Karriere und warum er in der neuen Saison als Assistent auf die Trainerbank wechselt.

Frage: Wie geht es Ihnen, was macht der Daumen?

Rico Göde: Die Operation, die am 12. April einen Tag vor meinem Geburtstag stattfand, ist gut verlaufen. Allerdings war bei dem knöchernen Abriss eines Bandes mehr kaputt als vermutet. Deshalb habe ich jetzt eine Platte, Schrauben und einen Draht im Daumen. Der Draht kommt in den nächsten vier Wochen raus, wie das mit der Platte wird, ist noch nicht klar. Ansonsten geht es mir gut (lacht).

Sie müssen jetzt bei den letzten Spielen zuschauen. Wie schwer fällt Ihnen das?

Das ist schon sehr bitter. Natürlich würde ich auch gerade gegen Leipzig sehr gern auf der Platte stehen. Schließlich ist es auch in gewisser Weise ein Abschied für mich. Aber ich bin sicher, die Jungs schaffen den Sieg auch so.

Als die Mannschaft mit drei Niederlagen in die Saison gestartet ist, sind Sie da nervös geworden?

Nein, ich habe eigentlich von Anfang an die Ruhe bewahrt. Frei nach dem alten Spruch: Ein gutes Haus fängt immer im Keller an (grinst). Wir mussten uns als Mannschaft gemeinsam mit dem neuen Trainer erst finden. Danach haben wir gezeigt, was in uns steckt und dass wir auch in schwierigen Momenten die Nerven behalten.

Warum haben Sie sich entschlossen, die Laufbahn jetzt zu beenden?

Man merkt mit der Zeit nach den Spielen, dass man nicht mehr der Jüngste ist und zum Beispiel länger für die Regeneration braucht. Besonders das Spiel gegen Hildesheim hat mir noch einmal bewusst gemacht, dass in der zweiten Liga jede Partie so schnell und intensiv werden wird. Da ist nach 16 Jahren die Zeit einfach gekommen. Alles geht einmal zu Ende. Natürlich hat man noch gern einen Ball in der Hand und ich werde auch noch mindestens zweimal wöchentlich trainieren.

Sie haben in Ihrer Karriere viel erlebt. Was waren die Highlights für Sie?

Da gab es viele. Sicher der Erstliga-Aufstieg mit Delitzsch, aber auch die Zeit bei den Füchsen Berlin hat mir unheimlich viel gebracht, genauso die Jahre in Rostock, denn das war eine wirklich coole Truppe. Insgesamt denke ich, dass ich mit meiner Laufbahn ganz zufrieden sein kann.

Sie wechseln kommende Saison als Assistent an die Seite von Christian Pöhler. Wollten Sie schon immer ins Trainergeschäft?

Eigentlich nicht. Früher habe ich immer gesagt, ich will nie Trainer werden. Aber in der Zeit, als ich kurzzeitig Assistent von René Jahn war, habe ich Blut geleckt und gemerkt, dass es interessant ist, bestimmte Vorgaben zu entwickeln und dann zu sehen, wie die Mannschaft das umsetzt. Als es dann im Gespräch mit Christian Pöhler um meine Zukunft ging und er mir den Vorschlag unterbreitet hat, war ich überrascht. Doch ich wollte ohnehin den Trainerschein machen und ich glaube, ich kann von Christian Pöhler eine Menge lernen. Wir haben gemeinsam auch einen Weg gefunden, wie ich das mit meiner Eventfirma, die ich mit einem Freund betreibe, unter einen Hut bekomme.

Freuen Sie sich schon auf die neue Halle?

Natürlich. Es ist schon imposant, was wir für eine super Trainings- und Wettkampfstätte bekommen, in der Kraftraum oder Physiotherapie gleich integriert sind. Mit dieser Halle können auch die Strukturen des Vereins weiter wachsen. Gespannt bin ich auch schon auf den Glasboden, wie es sich darauf spielt. Ich finde, da gebührt unserem Präsidenten und Mäzen Uwe Saegeling ein Riesendank, dass er so eine Halle für den Sport geplant und gebaut hat. Andere kaufen sich für ihr Geld eine teure Jacht, er investiert in die Zukunft. Ich denke, da werden Eltern gern ihre Kinder zum Handball schicken.

Interview: Astrid Hofmann

Von Astrid Hofmann

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