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Eislöwen vernaschen den Meister und trauern trotzdem

Eishockey Eislöwen vernaschen den Meister und trauern trotzdem

Die Dresdner Eislöwen ihre Siegesserie fortgesetzt und auch Meister Frankfurt mit 5:1 vernascht. Doch der Jubel über den fünften Sieg in Folge und das erste Sechs-Punkte-Wochenende der Saison war getrübt. Denn Harrison Reed, der erst sein zweites Spiel für die Blau-Weißen bestritt, verletzte sich schwer.

Neu-Eislöwe Tim Miller hängt beim 5:1 am Tor, Hannibal Weitzmann (unten) ist geschlagen.

Quelle: Steffen Manig

Dresden. Die Dresdner Eislöwen ihre Siegesserie fortgesetzt und auch Meister Frankfurt mit 5:1 (2:1, 3:0, 0:0) vernascht. Doch der Jubel über den fünften Sieg in Folge und das erste Sechs-Punkte-Wochenende der Saison war getrübt. Denn Harrison Reed, der erst sein zweites Spiel für die Blau-Weißen bestritt, verletzte sich bei einem unglücklichen Zusammenstoß an der Bande schwer. Der Stürmer zog sich eine Fraktur des linken Außenknöchels zu und wird einige Wochen fehlen.

So konnte sich auch Trainer Franz Steer nun bedingt über den Erfolg freuen: „Mit dem Ergebnis bin ich schon zufrieden. Ich würde aber die drei Punkte gern hergeben, wenn es dafür die Verletzung von Reed nicht geben würde“, sagte der Coach und schickte hinterher: „Wir sind 60 Minuten hohes Tempo mit vier Reihen gegangen, haben gut in Unterzahl gespielt und hatten einen straken Torhüter. Insgesamt war es eine geschlossene Mannschaftsleistung. Doch meine Laune ist trotzdem nicht so gut, weil es für Reed sehr bitter ist.“

Die 3059 Zuschauer erlebten von der ersten Minute an ein spannendes Spiel. Den besseren Start erwischten die Löwen aus Frankfurt. In der 5. Minute brachte Tyler Gron die Gäste mit einer Einzelaktion in Führung. Aber die Steer-Schützlinge ließen sich nicht beeindrucken. Bissig und mit hohem Laufeinsatz kamen sie besser in die Partie. In der 12. Minute verfehlten Harrison Reed und anschließend René Kramer den Ausgleich nur knapp. Den besorgte nur drei Minuten später Goldhelm Alexander Höller – ebenfalls mit einem sehenswerten Solo. In Unterzahl kam der 33-Jährige an der Mittellinie an den Puck, stürmte auf das gegnerische Tor zu und vollendete eiskalt. Und der gebürtige Österreicher schlug zwei Minuten darauf gleich noch mal zu. Nach Vorarbeit von Neuzugang Tim Miller und Martin Davidek markierte Höller die erstmalige Führung für die Blau-Weißen.

Nur 40 Sekunden nach der Pause vernaschte Harrison Reed Keeper Florian Proske und lupfte die Scheibe ins linke obere Eck zum 3:1. Aber auch die Gäste blieben gefährlich. So prüfte Tim Schüle in der 23. Minute Eislöwen-Goalie Marco Eisenhut, der sich aber keine Blöße gab. Nur drei Minuten später brannte es vor Proskes Gehäuse erneut lichterloh. Als der Puck aus dem Gewühl heraus in Tor gestochert wurde, bemühte der Schiedsrichter den Videobeweis und entschied auf Tor. Das 4:1 hatte Nick Huard besorgt. Nun reagierte Löwen-Coach Paul Gardner, tauschte seine Torhüter. Für Proske kam – auch unter Beifall der Dresdner Fans – Ex-Eislöwe Hannibal Weitzmann.

Nun schien noch mal ein Ruck durch die Reihen der Frankfurter zu gehen. Doch was sie auch versuchten, die Dresdner Abwehr mit einem erneut bärenstarken Marco Eisenhut konnten sie nicht knacken. Im Gegenteil: In der 33. Minute gab es wieder ein Gewusel vorm Löwen-Gehäuse und der Puck lag hinter der Linie. Wieder bemühten die Schiedsrichter das Video und es hieß: 5:1 für die Eislöwen. Torschütze war Tim Miller, der damit bei seinem Einstand für die Blau-Weißen gleich seinen ersten Treffer für die Elbestädter erzielte. „Eigentlich sind solche Tore nicht mein Ding, das geht auch noch deutlich besser“, meinte der US-Amerikaner, der sich bei den am Ende zahlreichen Nickeligkeiten zurück hielt.

In der 39. Minute passierte dann die unglückliche Verletzung von Harrison Reed, der sofort ins Krankenhaus gefahren wurde. Im Schlussdrittel versuchten es die Gäste vor allem über eine gewisse Härte. So gerieten zum Beispiel auch Shawn Boutin und der Frankfurter Brett Breitkreuz aneinander (53.), durften sich nach dem Faustkampf in der Kühlbox abreagieren. Am Ende ließen die Eislöwen nichts mehr anbrennen. „Es läuft derzeit gut. Das Selbstvertrauen haben wir uns aber auch in den letzten Partien hart erarbeitet“, sagte Doppeltorschütze Höller und fügte an: „Mit diesem Selbstbewusstsein wollen wir auch die beiden letzten Partien vor der Pause bestreiten.“

Von Astrid Hofmann

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