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Eislöwen starten mit neuem Trainer und neuen Spielern in die neue Saison

Eishockey Eislöwen starten mit neuem Trainer und neuen Spielern in die neue Saison

Mit einer teambildenden Maßnahme der besonderen Art sorgten die Dresdner Eislöwen diesmal schon zu Beginn der Vorbereitung für Schlagzeilen. Sie hieß „Hundesuche“ und dürfte auf jeden Fall in die Club-Annalen eingehen. Nun wird es aber ernst: Am Freitag starten die Eislöwen in Kassel in die neue Saison.

Das Eislöwen-Team 2017/18
 

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden.  Mit einer teambildenden Maßnahme der besonderen Art sorgten die Dresdner Eislöwen diesmal schon zu Beginn der Vorbereitung für Schlagzeilen. Sie hieß „Hundesuche“ und dürfte auf jeden Fall in die Klub-Annalen eingehen. Nachdem Neuzugang Matt Siddall sein Rhodesian Ridgeback Roger ausgebüxt war, suchten Trainer Frank Steer, die Teamgefährten und Geschäftsstellenmitarbeiter nach dem Ausreißer. Nach knapp vier Tagen dann endlich Aufatmen bei allen Beteiligten, als Roger wieder unversehrt auftauchte. „Wie in diesen Tagen alle an einem Strang gezogen haben, war schon sensationell“, freute sich der neue Eislöwen-Dompteur Steer, der danach konstatieren konnte: „Menschlich stimmt es in der Kabine sehr gut, die Stimmung ist hervorragend.“

Kartenpreise

Energieverbund-Arena: 4100 Zuschauer
Eintrittspreise:
Stehplatz 14 (erm. 11 Euro) Euro
Sitzplatz 19/ 22/25 (erm. 15/19) Euro;
bei Derbys und anderen Top-Spielen: 2 Euro Zuschlag
Jahreskarte Stehplatz: 349 (erm. 272) Euro, Sitzplatz: ab 461 Euro (erm.: ab 367)

Das dürfte schon einmal eine wichtige Grundlage sein, wenn die Elbestädter an diesem Freitag bei den Kassel Huskies in die neue Spielzeit der DEL2 starten. Rein sportlich scheint allerdings nach einer etwas durchwachsenen Vorbereitung noch Luft nach oben zu sein. Das liegt sicher in erster Linie daran, dass elf Neuzugänge zu integrieren waren und dass die Mannschaft das Spielsystem des Trainers erst verinnerlichen muss. Das bestätigt Kapitän René Kramer: „Franz hat seine eigene Philosophie, und da ist für uns schon alles komplett anders als vergangenes Jahr.“ Auch der erfahrene Steer betont: „Die Automatismen müssen sich erst entwickeln. Wichtig ist vor allem, dass die Zweikämpfe gewonnen werden, sonst funktioniert das ganze System nicht.“

Deshalb wollen sich weder Trainer noch Akteure auf eine konkrete Zielstellung festnageln lassen. „Das ist immer schwer vorauszusagen, weil man vor Saisonstart nie weiß, wo man wirklich steht und wie stark die Konkurrenz ist. Im November kann ich darauf sicher dann eine bessere Antwort geben“, meint Kramer. Auf jeden Fall wollen die Blau-Weißen, die mit einem geschätzten Saisonetat von rund 2,4 Millionen Euro inzwischen auch wirtschaftlich zu den Top-Sechs der Liga gehören, den direkten Einzug in die Play-offs schaffen. Zur Erinnerung sei gesagt: In der vergangenen Spielzeit erreichten die Dresdner zwar nach der Hauptrunde mit Rang vier die beste Platzierung in der bisherigen Zweitliga-Geschichte, aber dann kam das Aus bereits im Viertelfinale gegen den ESV Kaufbeuren. Und mit dem Team aus dem Allgäu gibt es gleich am Sonntag ein Wiedersehen, wenn die Joker in der Energieverbund-Arena gastieren.

Was den 22 Spieler umfassenden Kader der Eislöwen angeht, wird sich zeigen müssen, wie gut die Abgänge solcher Leistungsträger wie Kevin Nastiuk im Tor (Coventry), den Abwehrsäulen Mirko Sacher (Schwenningen/DEL) und Pat Baum sowie den Stürmern Brendan Cook (beide Karriere-Ende) oder Arturs Kruminsch kompensiert wurden. Im Gehäuse setzen die Blau-Weißen diesmal auf eine andere Lösung als sonst, holten mit Marco Eisenhut einen jungen talentierten Goalie aus Ingolstadt und verpflichteten mit Sebastian Stefaniszien einen Routinier als Backup, der über DEL-Erfahrung verfügt und nach der Oberligazeit in Selb noch einmal eine Etage höher sein Können beweisen will. Mit Steve Hanusch und Shawn Boutin konnten die Elbestädter die Lücken in der Abwehr gut schließen. In der Offensive gelang den Blau-Weißen mit der Verpflichtung des DEL-Haudegens Thomas Pielmeier auf jeden Fall ein besonderer Coup. Nicht nur wegen seiner imposanten Erscheinung soll er als Führungsfigur und Leistungsträger vorangehen.

Das Aufgebot

Tor:
27 Sebastian Stefaniszin (30) D/AUT
31 Marco Eisenhut (22) D
33 Richard Seifert (18) D
Verteidiger:
4 Steve Hanusch (26) D
5 Sebastian Zauner (22) D
9 Gustav Veistert (21) D/UKR
25 Petr Macholda (35) D/CZ
36 René Kramer (29) D
37 Shawn Boutin (27) CAN
89 Tomas Schmidt (28) D/CZ
Stürmer:
8 Juuso Rajala (29) FIN
11 Steven Rupprich (28) D
12 Martin Davidek (31) D/CZ
16 Marius Garten (29) D
18 Timo Walther (19) D
21 Alexander Höller (32) D/AUT
26 Dominik Grafenthin (22) D/AUT
39 Matt Siddall (32) CAN
40 Nick Huard (26) CAN
48 Cedric Schiemenz (18) D
51 Thomas Pielmeier (30) D
97 Mike Glemser (19) D

Mit Matt Siddall und Nick Huard lotste Steer zwei hierzulande unbekannte Kanadier an die Elbe. Zumindest Huard konnte in den Vorbereitungsspielen schon als Scorer überzeugen. Steer, der dafür bekannt ist, gern mit jungen hungrigen Talenten zu arbeiten, hat zudem einige junge Cracks geholt, deren Entwicklung man gespannt beobachten wird. Allerdings haben die Dresdner in diesem Jahr bislang auch keinen Kooperationspartner bei der DEL gefunden, der Förderlizenzspieler abstellt. Nachdem sich Vorjahrespartner Köln mit DEL-2-Meister Frankfurt einen neuen Klub an Land zog, fand sich bislang kein Nachfolger. Einzig Bremerhaven, wo der ehemalige Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch als Trainer arbeitet, hat ebenfalls noch keinen DEL-2-Verein als Partner. Allerdings würde die Entfernung zwischen beiden Standorten die Zusammenarbeit nicht unbedingt erleichtern.

Ärgerlich für viele Fans dürfte vor dem heutigen Saisonstart die weitere Hängepartie mit dem nach wie vor ungeklärten Auf- und Abstieg zwischen dem DEL-Ober- und Unterhaus sein. Der Fall liegt beim Deutschen Sportschiedsgericht und eine Entscheidung ist noch nicht absehbar.

Spielplan 2017/18

Fr., 15.9. Kassel Huskies (A) 19.30 Uhr
So., 17.9. ESV Kaufbeuren (H) 17 Uhr
Fr., 22.9. Frankfurt Lions (A) 19.30 Uhr
So., 24.9. SC Riessersee (H) 17 Uhr
Fr., 29.9. Heilbronner Falken (H) 19.30 Uhr
So., 1.10. Tölzer Löwen (A) 19.00 Uhr
Fr., 6.10. EC Bad Nauheim (H) 19.30 Uhr
So., 8.10. Eispiraten Crimmitschau (A) 17 Uhr
Fr., 13.10. Ravensburg Towerstars (H) 19.30 Uhr
So., 15.10. Bayreuth Tigers (A) 17 Uhr
Fr., 20.10. Lausitzer Füchse (A) 19.30 Uhr
So., 22.10. Bietigheim Steelers (H) 17 Uhr
Fr., 27.10. EHC Freiburg (A) 19.30 Uhr
So., 29.10. Frankfurt Lions (H) 16 Uhr
Fr., 3.11. Kassel Huskies (H) 19.30 Uhr
So., 5.11. SC Riessersee (A) 18.30 Uhr
Fr., 17.11. Heilbronner Falken (A) 20 Uhr
So., 19.11. Tölzer Löwen (H) 17 Uhr
Mi., 22.11. Ravensburg Towerstars (H) 17 Uhr
Fr., 24.11. EC Bad Nauheim (A) 19.30 Uhr
So., 26.11. Eispiraten Crimmitschau (H) 17 Uhr
Di., 28.11. ESV Kaufbeuren (A) 19.30 Uhr
Fr., 1.12. Ravensburg Towerstars (A) 20 Uhr
So., 3.12. Bayreuth Tigers (H) 17 Uhr
Fr., 8.12. Lausitzer Füchse (H) 19.30 Uhr
So.,10.12. Bietigheim Steelers (A) 17 Uhr
Fr., 15.12. Kassel Huskies (A) 19.30 Uhr
So., 17.12. ESV Kaufbeuren (H) 17 Uhr
Fr., 22.12. Frankfurt Lions (A) 19.30 Uhr
Di., 26.12. SC Riessersee (H) 17 Uhr
Do., 28.12. Heilbronner Falken (H) 19.30 Uhr
Sa., 30.12. Tölzer Löwen (A) 19.30 Uhr
Mi., 3.1. EHC Freiburg (H) 19.30 Uhr
Fr., 5.1. EC Bad Nauheim (H) 19.30 Uhr
So., 7.1. Eispiraten Crimmitschau (A) 17 Uhr
So., 14.1. Bayreuth Tigers (A) 17 Uhr
Fr., 19.1. Lausitzer Füchse (A) 19.30 Uhr
So., 21.1. Bietigheim Steelers (H) 16 Uhr
Di., 23.1. Heilbronner Falken (A) 20 Uhr
Fr., 26.1. EHC Freiburg (A) 19.30 Uhr
So., 28.1. Kassel Huskies (H) 17 Uhr
Fr., 2.2. Frankfurt Lions (H) 19.30 Uhr
So., 4.2. SC Riessersee (A) 17 Uhr
Fr., 9.2. EC Bad Nauheim (H) 19.30 Uhr
So., 11.2. Eispiraten Crimmitschau 17 Uhr
Di., 13.2. Tölzer Löwen (H) 19.30 Uhr
Fr., 16.2. Ravensburg Towerstars (A) 20 Uhr
So., 18.2. Bayreuth Tigers (H) 16 Uhr
Fr., 23.2. Lausitzer Füchse (H) 19.30 Uhr
So., 25.2. Bietigheim Steelers (A) 17 Uhr
Fr., 2.3. EHC Freiburg (H) 19.30 Uhr
So., 4.3. ESV Kaufbeuren (A) 18.30 Uhr

Von Astrid Hofmann

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