Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dynamo-Profi Filip Trojan zur Entlassung von Peter Pacult

Dynamo-Profi Filip Trojan zur Entlassung von Peter Pacult

Es ist ja nicht so, dass allein der Trainer gespielt hat. Wir müssen sehen, dass wir als Mannschaft am Sonntag und die Woche zuvor eine katastrophale Leistung gezeigt haben.

Voriger Artikel
Dresdner Extremschwimmerin Kirsten Seidel bricht doppelte Belt-Überquerung ab
Nächster Artikel
Die Gerüchteküche brodelt - Wer wird neuer Trainer bei Dynamo Dresden
Quelle: Archiv

Was haben Sie gedacht, als Sie von der Trainerentlassung gehört haben?

Mit dem Trainerwechsel ist jetzt nicht alles gut. Jeder muss sich hinterfragen, warum die Einstellung nicht da war, kein Einsatz, keine Aggressivität. Wir spielen zu Hause gegen den FSV Frankfurt und schießen in 90 Minuten nicht einmal aufs Tor. Wir kassieren Tore, die keine andere Zweitliga-Mannschaft kassiert. Ich glaube nicht, dass das am Trainer liegt. So wie wir auftreten, das liegt an uns. Wenn das nicht besser wird, werden wir kein Spiel gewinnen. Das kann aber nicht von einem neuen Trainer kommen, das muss von uns selbst kommen.

Trainer und Mannschaft haben nicht mehr an einem Strang gezogen. Hat die Mannschaft unterschwellig den Wunsch nach einem personellen Neuanfang auf dem Trainerstuhl formuliert?

Ich weiß nicht, das muss man jeden Spieler einzeln fragen. Wir haben in den ersten beiden Saisonspielen gut angefangen, deswegen wundert es mich, dass die letzten beiden so schlecht waren. Ich glaube, man hat auf dem Platz gesehen, wie die Stimmung in der Mannschaft ist: schlecht. Der Trainer hat versucht, uns gut vorzubereiten, aber das hat nicht geklappt. Wenn wir uns als Spieler auf dem Platz nicht helfen, dann ist es klar, dass es in der Mannschaft nicht stimmt. Sonst macht man so etwas nicht, dass jeder etwas für sich spielt. Ich hoffe, dass alle begreifen, dass es so nicht geht. Am Montag in Hamburg müssen wir uns als Mannschaft präsentieren.

Vom positiven Gemeinschaftserlebnis der gewonnenen Relegation ist nichts mehr übrig geblieben, oder?

Das kann sein. Jeder dachte, dass es dieses Jahr besser wird, aber das war ein Trugschluss. Vielleicht haben einige gedacht, es reicht, wenn du weniger machst. Wir haben ja in der Rückrunde viele Heimspiele gewonnen - und es so noch in die Relegation geschafft. Vielleicht ist es ganz gut, dass wir jetzt am vierten Spieltag wissen, worum es geht. Der Trainer ist nicht mehr da, auf den man alles schieben kann. Jetzt kann man sich nicht mehr verstecken, der sogenannte Böse ist nicht mehr da. Jetzt muss man zeigen, dass man einen Arsch in der Hose hat. Wir müssen das umbiegen.

Wie schwer war es, den Hohn und Spott der Fans in der zweiten Halbzeit gegen Frankfurt zu ertragen?

Wenn die andere Mannschaft gefeiert wird, dann ist das der Tiefpunkt. Ich glaube, tiefer kannst du als Mannschaft nicht sinken, aber das ist nur die Antwort auf das, was wir gezeigt haben. Wenn wir keine Leidenschaft zeigen, wenn wir nichts zeigen, dann ist klar, dass die Fans unzufrieden sind. Das sind wir auch, deshalb müssen wir uns schnell verbessern und da unten rauskommen. Ausreden bringen uns jetzt nicht weiter. Wir haben zwei Punkte, das ist wenig - aber wir haben noch 30 Spiele.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.08.2013

Notiert: JOL

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr