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Dynamo Dresdens Neuzugang Aoudia fühlt sich immer besser

Dynamo Dresdens Neuzugang Aoudia fühlt sich immer besser

Er streichelt die Kugel mit seinem Fuß, schaut kurz und passt präzise zum Mitspieler. Im nächsten Moment huscht ihm ein Lachen übers Gesicht: Dynamos Neuzugang Mohamed Amine Aoudia ist glücklich, dass er nach einem harten Aufbauprogramm mit Fitnesscoach Christian Canestrini jetzt auch an den Ball darf.

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Mohamed Amine Aoudia hat noch viel Trainingsrückstand aufzuholen, doch er sehnt seinen ersten Einsatz herbei.

Quelle: imago/Robert Michael

Seine ersten Treffer im Training hat er diese Woche bereits erzielt, in nächster Zeit sollen weitere folgen - nicht nur vor den Zaungästen am Großen Garten, sondern in den Stadien von Deutschlands Fußball-Zweitligisten.

"Im Moment kann ich meinen Leistungsstand nur schwer einschätzen. Das Training ist schön und gut, aber erst nach einem richtigen Match weiß man, wo man steht. Sicher ist, dass ich noch nicht so in Form bin, wie es sein muss. Vor mir liegt noch sehr, sehr viel Arbeit und natürlich brauche ich auch Wettkampfhärte, um auf 100 Prozent Leistungsvermögen zu kommen. Wenn der Coach aber entscheidet, dass ich spielen soll, dann bin ich bereit und werde alles geben, was ich im Moment geben kann", sagt der Algerier.

Der Stürmer weiß, dass ein Einsatz in der Startelf noch in weiter Ferne ist. Erst am 4. August stieß der Moslem zur Mannschaft. Ausgerechnet in den letzten drei Tagen des Ramadan startete er ein hartes individuelles Programm bei Canestrini. "Er hat wirklich richtig Ahnung von dem, was er macht, da hatte ich nichts zu lachen", berichtet Aoudia. Dass er in seinen ersten Trainingstagen in Dresden nichts essen und trinken konnte, machte die Situation noch schwieriger. "Ich bin jemand, der sich komplett an den Ramadan hält. Normalerweise lädt man seinen Akku wieder auf, indem man gut isst, trinkt und schläft, aber all das war nicht so richtig möglich. Zum Glück waren es aber nur drei Tage. Nun kann ich den Trainingsalltag wieder ganz normal bewältigen und fühle mich immer besser", berichtet er.

Im Internet hatte sich der 26-Jährige via Youtube bereits über die Fans und die Stimmung im Stadion informiert. Bei der 1:3-Niederlage gegen Union Berlin erlebte er die Atmosphäre das erste Mal live. Dass die Fans aufgrund der Leistung und des Resultates pfiffen, hat ihn nicht schockiert. "Das ist normal. Auch beim FC Barcelona oder Real Madrid wird mal gepfiffen. Ich fand die Fans trotzdem unheimlich toll. Sie haben die Mannschaft weiter unterstützt. Die Lust, in diesem Stadion aufzulaufen, ist bei mir jetzt natürlich noch größer, nachdem ich es mit meinen eigenen Augen gesehen habe", schwärmt Aoudia. Der Stürmer weiß, dass die Mannschaft ein Erfolgserlebnis braucht, um in ruhigeres Fahrwasser zu kommen und die Fans milde zu stimmen. "Wenn wir am Sonntag ein tolles Match abliefern, dann bin ich mir sicher, dass sie wieder applaudieren und uns weiter unterstützen werden", meint der 1,90 Meter große Angreifer.

Nach seinen ersten Eindrücken vom Spiel und dem Training hat er auch schon Unterschiede zum Fußball in Algerien ausgemacht. "In meinem Heimatland zählen vor allem die technischen Fähigkeiten, ein bisschen weniger die Physis. Hier wird beides sehr stark gefordert", hat er festgestellt. So richtig an sein neues Leben in Dresden hat er sich noch nicht gewöhnt, doch Mickaël Poté und Idir Ouali tun alles dafür, um es ihrem neuen Kollegen so einfach wie möglich zu machen. "Ich bin jeden Tag mit ihnen zusammen, sie zeigen mir die Stadt. Wir essen zusammen und verbringen viel Zeit", berichtet er. Noch logiert Aoudia im Hotel, doch bald will er in eine kleine Wohnung umziehen. Dann möchte er mit Poté und Ouali nicht nur in der Freizeit Spaß haben, sondern am besten auch in den Punktspielen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.08.2013

Tina Hofmann

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