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Dynamo Dresden: Filip Trojan gibt sich vor Aue-Spiel kämpferisch

Dynamo Dresden: Filip Trojan gibt sich vor Aue-Spiel kämpferisch

Wer meinte, bei Dynamo sei nach dem frühzeitig gesicherten Klassenerhalt die Luft raus, der sah sich beim 2:1 über Aufstiegsanwärter Düsseldorf schwer getäuscht.

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Nix für zart besaitete Stehgeiger: Aues Jan Hochscheidt (l.) und Dynamos Filip Trojan gaben im Hinspiel alles.

Quelle: imago/Eibner

Dresden . Von Jochen Leimert

Dresden (DNN). Wer meinte, bei Dynamo sei nach dem frühzeitig gesicherten Klassenerhalt die Luft raus, der sah sich beim 2:1 über Aufstiegsanwärter Düsseldorf schwer getäuscht. An Motivation dürfte es den Schwarz-Gelben morgen (13 Uhr) beim Sachsenknaller in Aue auch nicht fehlen. Schließlich haben die Dresdner aus dem Hinspiel etwas gutzumachen. Außerdem ist der letzte SGD-Sieg bei den "Veilchen" schon eine halbe Ewigkeit her.

Torwart Benjamin Kirsten kennt sich gut aus in der Klubhistorie und antwortet auf die Schätzfrage nach dem letzten Auswärtssieg prompt: "Das war 1988, ein 2:1, meine ich, bin mir aber nicht ganz sicher." Dass es im Rückspiel der DDR-Oberliga-Saison am 12. März 1988 sogar ein 3:1 bei der BSG Wismut Aue gab, sieht man dem heute 24-Jährigen gern nach. Denn damals machte er noch in die Windeln, während Vater Ulf mit Ede Geyers Startruppe im Erzgebirge triumphierte. Zweimal Torsten Gütschow und einmal Ralf Minge ließen die Gäste jubeln, während manch Auer Bergarbeiter aus Frust eine Ladung "Kumpeltod" in die staubtrockene Kehle kippte.

Inzwischen wird längst kein Uran mehr aus den Bergen zwischen Pöhla und Niederschlema gesprengt, Deputatschnaps als Seelentröster gibt es auch nicht mehr. Obwohl jetzt auch die Auer Kicker am Abgrund stehen und dringend drei Punkte zum Überleben in Liga zwei brauchen, wollen sich die Dynamos anno 2012 nicht in Mildtätigkeit üben. "Uns ist wichtig, dass wir ein gutes Spiel abliefern. Wir wollen für unsere Fans möglichst einen erfolgreichen Abschluss finden. Was Aue aus den Spielen danach macht, ist ihnen überlassen", meint Kirsten junior, seit letztem Jahr selbst stolzer Vater.

Der Schlussmann weiß genau, was der Dynamo-Anhang am Sonnabend von seinen Jungs erwartet. "Man hat die letzten Wochen schon gemerkt, dass der Fokus bei den Fans auf dieses Spiel ging - erst recht, als wir gerettet waren. Das ist ein Sachsenderby und da haben wir nicht allzu viele davon." Eine Niederlage wie beim 1:2 im Hinspiel schmerzt da doppelt.

Filip Trojan will die Pleite, die Jan Hochscheidt am 20. November in der 90. Minute mit seinem zweiten Tor besiegelte, vergessen machen: "Wir haben zu Hause gegen Aue ein ganz schlechtes Spiel gezeigt. Aue hat hier gefeiert, als wenn sie Champions-League-Sieger geworden wären. Das wollen wir in Aue verhindern. Wir wollen in Aue gewinnen und denen zeigen, dass es richtig ist, dass sie hinter uns stehen."

Sebastian Schuppan erinnert sich: "Wir hatten damals eine schlechte Phase, als wir in vier Spielen nur einen Punkt geholt haben. Da haben die Auer den Tag erwischt, an dem sie uns zu Hause schlagen konnten." Schuppan hofft nun auf Revanche und erwartet, dass Dynamo sein geliebtes Konterspiel aufziehen kann: "Aue muss kommen und unbedingt gewinnen, ein Unentschieden hilft denen nicht weiter."

Beide Klubs erhielten gestern die Zweitliga-Lizenz für die kommende Spielzeit.

Dynamos Testspieler Besic und Köz reisten gestern erst einmal wieder heim.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.04.2012

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