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Dresdner Kanuten starten in die Saison

Tom Liebscher und Steffi Kriegerstein Dresdner Kanuten starten in die Saison

Für Dresdens Kanu-Asse Tom Liebscher und Steffi Kriegerstein (beide KCD) wird es an diesem Wochenende wieder ernst. Beim Weltcup in Ungarn geht es um die Fahrkarten für die WM im August in Racice (Tschechien). „Mein erster internationaler Wettkampf nach dem grandiosen Olympiasieg im letzten Jahr steht an“, freut sich Liebscher.

Tom Liebscher
 

Quelle: Archiv

Szeged/Dresden.  Für Dresdens Kanu-Asse Tom Liebscher und Steffi Kriegerstein (beide KCD) wird es an diesem Wochenende wieder ernst. Beim Weltcup in Ungarn geht es um die Fahrkarten für die WM im August in Racice (Tschechien). „Mein erster internationaler Wettkampf nach dem grandiosen Olympiasieg im letzten Jahr steht an“, freut sich Liebscher auf den scharfen Saisonstart.

Auch Silbermedaillengewinnerin Steffi Kriegerstein tritt nach dem Erfolg in Rio erstmals wieder gegen die versammelte Weltelite an. Bei der 24-Jährigen stand der Start allerdings noch in der letzten Woche auf der Kippe. Der Grund ist ein sehr trauriger, denn vor knapp zwei Wochen starb ihr Vater nach langer schwerer Krankheit. Heimtrainer Jens Kühn: „Sie war kurzzeitig aus dem Trainingslager in München abgereist, hat aber dann entschieden, dass sie trotz allem starten will.“ Auf ihrer Facebook-Seite schreibt Steffi Kriegerstein: „Ich erhalte sehr viel Unterstützung von meinem Team und finde langsam auch wieder Spaß am Paddeln. Auch wenn mein größter Unterstützer nicht mehr dabei sein kann, so werde ich ihn als Schutzengel immer in meinem Herzen tragen.“ Kühn, der mit in Szeged ist, betont: „Steffi macht einen sehr gefassten Eindruck.“ Starten wird sie im Kajak-Vierer über 500 Meter mit ihren „Silber-Gefährtinnen“ von Rio, Tina Dietze (Leipzig) und Franziska Weber sowie mit Tabea Medert (beide Potsdam).

Für besondere Spannung ist in Szeged nicht nur wegen der starken internationalen Konkurrenz gesorgt, sondern auch durch die interne Auseinandersetzung. So starten in fast allen Disziplinen jeweils zwei deutsche Boote. Die Nominierungschance für die WM wahrt dabei in der Regel das beste deutsche Boot mit internationalem Leistungsniveau, das heißt mit einem Medaillenrang bzw. einem Ergebnis, das nicht mehr als 1,5 Prozent über der jeweiligen Siegerzeit liegt.

Olympiasieger Tom Liebscher geht in Ungarn in zwei völlig neuen Disziplinen an den Start, die bei den nächsten Spielen in Tokio auf dem Programm stehen. Im Kajak-Einer über 1000 Meter muss sich der 23-Jährige dabei mit seinem Essener Olympiasieger-Kollegen Max Rendschmidt duellieren. Mit ihm hatte er in Rio im Vierer-Kajak über 1000 Meter Gold gewonnen. Beim Sichtungsrennen vor einigen Wochen hatte der Dresdner klar die Nase vorn. Beide werden dann aber auch wieder gemeinsam in ein Boot steigen. Sie starten zusammen mit Ronald Rauhe (Potsdam) und Max Lemke (Mannheim) noch im Vierer-Kajak über 500 Meter. Zu seinen Zielen sagt Tom Liebscher: „Im Vierer ist definitiv eine Medaille das Ziel. Im Einer möchte ich Erfahrungen sammeln und mich gegen meinen nationalen Konkurrenten Max Rendschmidt durchsetzen. Wenn möglich, will ich ins A-Finale fahren, aber da muss alles passen.“

Von Astrid Hofmann

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