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Dresdner Eislöwen verpflichten neuen Trainer

Personalie Dresdner Eislöwen verpflichten neuen Trainer

Die Dresdner Eislöwen haben einen Nachfolger für Bill Stewart gefunden. Wie der Eishockey-Zweitligist bestätigte, wird Franz Steer neuer Trainer der Dresdner. Steer ist seit 1999 Trainer und war bisher vor allem in Bayern tätig.

Franz Steer

Quelle: Jochen Leimert

Dresden. Die Gerüchte hielten sich schon lange, gestern wurde mehr daraus: Franz Steer übernimmt das Traineramt bei den Dresdner Eislöwen. Der 58-Jährige unterschrieb am Mittag einen Einjahresvertrag plus Option bei den Sachsen und sorgte damit für Zufriedenheit bei Eislöwen-Geschäftsführer Volker Schnabel: "Wir hatten eine riesengroße Anzahl an Bewerbungen, aber Franz war meine Nummer eins von Anfang an." Es sei nicht einfach gewesen, den nach seiner Entlassung in Rosenheim deprimierten Bayer von Dresden zu überzeugen, aber letztlich habe es geklappt. Aller Aufwand habe sich gelohnt: "Ich habe alle meine Kreuze auf ein Pferd gesetzt - jetzt ist er da", strahlte Schnabel. Er konnte andere Vereine ausstechen, weil er Steer schon lange kennt, dessen Frau überredete und Dresden für den Coach interessant genug war, erstmals einen Trainerjob außerhalb Bayerns anzunehmen.

Der frühere Verteidiger, der u.a. für Preussen Berlin, die Eisbären Berlin und den EV Landshut aktiv war, gab zu, nach neun Jahren bei den Starbulls enttäuscht und ausgelaugt gewesen zu sein. Doch nun freue er sich auf eine neue Aufgabe: "Ich habe lange kein Feuer gehabt, das hat mich so getroffen mit Rosenheim. Aber jetzt brenne ich wieder", sagte Steer. Der Nachfolger von Bill Stewart möchte wie sein Vorgänger mit Co-Trainer Jochen Molling zusammenarbeiten: "Den habe ich schon bei Preussen Berlin im Nachwuchs gehabt." Molling sei ein "ganz korrekter, anständiger Trainer", auf den er sich freue. Eine Wohnung hat ihm Schnabel schon besorgt, jetzt müsse er sich daran gewöhnen, weit weg von daheim zu arbeiten, so Steer. Einen Vorteil habe der Job bei den Eislöwen schon, denn er müsse jetzt nicht mehr jeden Tag zur Arbeit pendeln und gewinne Zeit. Wo er an einem freien Tag in den Wald gehen kann, wisse er aber noch nicht, so der Hobby-Jäger.

Vorerst will er sich ohnehin dem Aufbau einer neuen Mannschaft widmen. Dass er auch in Elbflorenz nicht aus dem Vollen schöpfen kann, weiß er. Er bekannte sich bei seiner Präsentation in der Energieverbund-Arena dazu, lieber auf ein, zwei Top-Stars zu verzichten und eher auf ein in der Breite homogenes Team zu setzen. "Grundsätzlich ist für mich die Mannschaft der Star", erklärte er und fügte an: "Ich bin auch ein Freund von jungen Spielern, ein Freund des Förderns des eigenen Nachwuchses." Mit welchem Spielsystem er agieren möchte, das weiß der Neue an der Bande noch nicht: "Wir müssen in der Vorbereitung rausfinden, was das Beste für unsere Mannschaft ist." Grundsätzlich wolle er aber immer mit vier Reihen spielen, wenn das möglich ist.

Jochen Leimert

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