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Dresdner Cheerleader sind Europameister

Erfolgreicher als Footballer Dresdner Cheerleader sind Europameister

Die Blue Pearls, die Cheerleader der Dresden Monarchs, haben am 1. und 2. Juli in Zagreb die Europameisterschaft im Cheerleading gewonnen. „Das ist der größte Erfolg den Dresdner Cheerleader jemals erreicht haben“, sagt die Trainerin Juliane Donner.

Das Team nach dem Sieg in Zagreb.

Quelle: Pr

Dresden. Die „Blue Pearls“, die Cheerleader der Dresden Monarchs, haben in Zagreb die Europameisterschaft im Cheerleading gewonnen. „Das ist der größte Erfolg den Dresdner Cheerleader jemals erreicht haben“, sagt die Trainerin Juliane Donner. Die 24-köpfige Truppe konnte die internationale Jury nicht nur mit ihren Hebefiguren und Tanzeinlagen überzeugen. „Am Ende war wohl die Ausführung und das Gesamtbild entscheidend. Die Mädchen haben ihre Choreographie sehr sauber und ohne Fehler dargeboten“, erklärt Donner.

Doch die Perfektion kommt nicht von ungefähr: Dreimal in der Woche trainieren die Cheerleader auf dem Foodballfeld an der Bärnsdorfer Straße. Kurz vor dem Turnier in Zagreb wurde das Pensum auf fünf Einheiten erhöht. „Es ist nicht immer leicht, die Schule und das Cheerleading unter einen Hut zu bekommen. Da muss man manchmal die Zähne zusammenbeißen“, sagt Eva Jakubwoski. Sie hat mit ihrem Team am 13. und 14. Mai sogar zwischen den Abiturprüfungen an der deutschen Meisterschaft in Dresden teilgenommen – ein Heimspiel bei dem sie nicht fehlen wollte. Doch der Einsatz hat sich gelohnt. Die Blue Pearls erreichten in Dresden den zweiten Platz und damit die Qualifikation für die Europameisterschaft, die am 1. und 2. Juli stattfand.

„Die Leistung der Mädchen ist umso erstaunlicher, da die „Blue Pearls“ keine reine Wettkampfmannschaft sind“, erklärt Donner. Das Anfeuern der Footballmannschaft stünde immer im Vordergrund, so die Trainerin. Während der Saison müssen die Cheerleader so jedes zweites Wochenende am Spielfeldrand ihr Bestes geben.

Doch obwohl die Truppe sportlich auch international sehr erfolgreich ist und in der Vergangenheit schon viele Preise einheimsen konnte, bekommen sie bei weitem nicht so viel Unterstützung wie die, mit einem Augenzwinkern gesagt, deutlich weniger erfolgsverwöhnten, schweren Jungs auf dem Rasen. „Zwar werden wir vom Verein und auch Sponsoren unterstützt. Dennoch mussten die Mädchen einen erheblichen Eigenanteil leisten, damit wir nach Zagreb fahren konnten“, erklärt Donner und fügt hinzu, „das Cheerleading wird oft nur als Beiwerk wahr genommen“.

Für die jungen Frauen mit dem akrobatischem Talent ist das Cheerleading dennoch der beste Sport der Welt: „Ich habe das Team vor zwei Jahren während eines Spieles der Monarchs gesehen und war von den Figuren total beeindruckt. Da musste ich mitmachen“, sagt Juliane Rätsch, die vorher Turnerin war. „Generell kann diesen Sport jeder machen, der eine gewissen Athletik mitbringt“, erklärt Trainerin Donner. Nachwuchsprobleme hätten die Dresdner Cheerleader allerdings nicht.

Von hh

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