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Dresden Titans wollen am Freitag in Essen den Spieß umdrehen

Basketball Dresden Titans wollen am Freitag in Essen den Spieß umdrehen

Das Hinspiel in der Margon-Arena ging am 27. November klar verloren, nun wollen die „Titanen“ im Ruhrpott den Spieß umdrehen und den ersten Auswärtssieg der Saison einfahren. Der muss her, will man näher an den Tabellenvorletzten heranrücken. Bis auf Joseph Bertrand hat Trainer Liam Flynn im Kellerduell der Pro A alle Mann an Deck.

Hoffnungsträger: Jeremy Dunbar (l.) und Marqueze Coleman sollen den Titans Flügel verleihen.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Vier Punkte trennen die Dresden Titans vom rettenden Ufer, vier Punkte trennen sie auch von den ETB Wohnbau Baskets Essen. Allein die Tabellenkonstellation zwischen dem Schlusslicht der 2. Basketball-Bundesliga Pro A und dem Vorletzten lässt am Freitagabend (19.30 Uhr) im 2578 Plätze fassenden Essener Sportpark „Am Hallo“ einen Kampf auf Biegen und Brechen erwarten. Obwohl die Rückrunde gerade erst begonnen hat, geht es für die Gäste aus Sachsen schon ums Überleben in der Liga. Der erste Auswärtssieg für den Aufsteiger ist Pflicht, will er im Rennen um den Klassenerhalt nicht hoffnungslos ins Hintertreffen geraten.

Trainer Liam Flynn und seinen Männern ist der Ernst der Lage voll bewusst. „Das Spiel ist sehr wichtig. Deshalb haben wir uns sehr gut vorbereitet und hart trainiert.“ Seine Jungs seien heiß darauf, eine Siegesserie zu starten und die Enttäuschung vom 64:78 in Trier vergessen zu machen: „Wir wollen zurück aufs Feld und zeigen, dass wir in diese Liga gehören.“ Das Rezept, um in Essen erfolgreich zu sein, lautet: konstanter spielen! „Nur so können wir gewinnen. Zuletzt haben wir immer gut angefangen, danach ist uns das Spiel meist nach und nach entglitten“, so der Coach.

Große Hoffnungen setzt er erneut in die beiden Neuzugänge Jeremy Dunbar und Marqueze Coleman, die in Trier gute Ansätze zeigten, aber noch nicht ihre ganze Qualität ausspielen konnten. Der bundesligaerfahrene Dunbar, ein guter Schütze von außen, musste sich mit sechs Punkten zufrieden geben, während Coleman immerhin 15 Punkte schaffte, sich aber noch einige Schrittfehler leistete. „Es ist ein anderer Basketball-Stil, der in Europa gespielt wird. Da muss ich mich noch dran gewöhnen, aber Jeremy und die anderen Jungs helfen mir“, sagt der Kalifornier Coleman. Er sei aber sehr froh, erstmals im Ausland spielen zu dürfen: „Ich bin dankbar für diese Chance, habe lange darauf hingearbeitet.“

Dankbar ist auch Flynn über die Verstärkung. Mit den großgewachsenen Guards Dunbar und Coleman könne man jetzt besser gegen größere Guards des Gegners aktiv werden. „Wenn sich RJ Price und Randal Holt gegen größere Gegenspieler nicht durchsetzen konnten, waren wir leicht ausrechenbar“, hat auch Titans-Geschäftsführer Peter Krautwald erkannt. Froh ist er auch über die höhere Trainingsqualität: „Das Wesentliche ist, dass der Konkurrenzkampf um Spielzeit härter geworden ist.“

Und „Kampfschweine“ werden auch in Essen gebraucht, denn nicht nur ein Sieg, sondern auch einer mit 13 Punkten Vorsprung wäre enorm wichtig. Letztere sind nötig, um das 88:100 im Hinspiel wettzumachen und den im Abstiegskampf so wichtigen direkten Vergleich für sich zu entscheiden. Bis auf Joseph Bertrand (Zehenbruch) und den in dieser Woche nach Lich verliehenen Daniel Krause hat Flynn am Freitagmorgen alle Mann an Bord, wenn der Bus um 9.30 Uhr in Richtung Ruhrpott startet. Auch der zuletzt an einem Infekt erkrankte Center David Sturner ist wieder dabei, wenngleich er sich im Training einen Riss in der Lippe zuzog, die mit zwei Stichen genäht werden musste.

Von Jochen Leimert

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