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Dresden Titans suchen einen neuen Trainer

Basketball Dresden Titans suchen einen neuen Trainer

Acht Kandidaten hatte Titans-Geschäftsführer Peter Krautwald auf der Liste, nun sind noch zwei Bewerber für den vakanten Trainerjob beim Dresdner Pro-A-Absteiger im Rennen. Eine Entscheidung soll in den nächsten zehn Tagen fallen, dann kann auch der Neuaufbau der Mannschaft richtig beginnen. Erst ein Spieler steht bislang unter Vertrag.

Helge Baues gehört zu den Akteuren der alten Mannschaft, die weiter für die Dresdner Mannschaft spielen sollen.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Nach dem Abstieg aus der 2. Basketball-Bundesliga Pro A geht die Suche nach einem neuen Trainer bei den Dresden Titans in die entscheidende Phase. Wer der Nachfolger des wegen Erfolglosigkeit verabschiedeten Australiers Liam Flynn wird, soll in Kürze feststehen. „In den nächsten zehn Tagen werden wir verkünden, wer der neue Trainer wird“, sagte Geschäftsführer Peter Krautwald. „Wir hatten zunächst acht Kandidaten im Auge, haben die jetzt auf zwei reduziert und befinden uns in finalen Gesprächen“, ergänzte Krautwald. Gefahndet haben die Dresdner nach Trainern, die möglichst schon in der Pro B und der Pro A gearbeitet haben, „denn wir wollen bald wieder in die Pro A zurück und nicht schon wieder den Trainer wechseln, wenn wir das schaffen sollten“. Die Nationalität des Coaches sei kein Kriterium, „da die Trainingsarbeit so oder so meist in Englisch abläuft“. Wichtig sei aber, „dass der neue Trainer uns nicht nur als Sprungbrett nutzt, sondern unsere Visionen und Vorstellungen, wo man hin will, auch mitträgt und weiterentwickeln kann“.

Bei der Zusammenstellung des Kaders für die Pro B ist der Absteiger noch nicht sehr weit gekommen. Lediglich der zuletzt ausgeliehene Daniel Krause hat noch einen laufenden Vertrag. Ansonsten hat Krautwald zwar schon einige Gespräche mit Spielern aus dem ehemaligen Pro-A-Kader, die man gern halten würde, geführt, doch die wollen meist erst einmal wissen, wer der neue Trainer wird. Außerdem ist es schwieriger geworden, die finanziellen Forderungen der Spieler zu erfüllen, denn der Etat soll um etwa 25 Prozent sinken. Sponsoren seien bisher zwar nicht abgesprungen, hätten aber ihre Leistungen zurückgefahren, so Krautwald. Bleiben soll nach Möglichkeit Helge Baues, der zwar in Dresden studiert, „aber auch Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen geweckt hat“, wie Krautwald weiß. Gern behalten würde man auch Max von der Wippel und Marc Nagora, die sich aber noch nicht festlegen wollen. Bei Kapitän Walter Simon hängt viel davon ab, wo er seine nun anstehende Diplomarbeit schreiben kann.

Sicher ist derzeit dagegen, dass die Dresdner die Lizenz für die Pro B bekommen. Am Donnerstag traf der entsprechende Bescheid ein. Sicher ist zudem, dass die Basketballer auch nach der Eröffnung der neuen Ballsport-Arena im Ostragehege in der Margon-Arena bleiben. Zwar stieg am vergangenen Sonntag beim Gastspiel der Harlem Globetrotters ein Sponsoren-Abend in der neuen Halle, doch an einen Umzug an die Yednize ist nicht gedacht. Zwar werden sich Spieler der Titans künftig häufiger dort sehen lassen, aber nur um in den dort eröffneten Praxisräumen ihrer langjährigen Physiotherapeutin Katharina Sandomeer zur Behandlung vorbeizuschauen. „Vielleicht werden wir auch mal ein Turnier oder ein Testspiel dort durchführen, aber sonst bleiben wir in der Margon-Arena“, versicherte Krautwald. In der Pro B könnte man zwar auf dem einzigartigen Glasboden in der neuen Saegeling-Halle spielen, doch die seit zehn Jahren angestammte Vereinsheimat wolle man nicht so einfach aufgeben. Dort sei man insgesamt zufrieden, setze auf die etwas größere Zuschauerkapazität und die Nähe zu den treuen Fans aus dem unmittelbaren Wohnumfeld.

Neue Lust auf Basketball in größerem Rahmen haben die Titans nicht nur durch das letzte Liga-Heimspiel gegen die Chemnitz Niners bekommen, als dem Sachsenderby 2654 Fans beiwohnten und beim 68:70 eine tolle Stimmung herrschte. Der Aufstieg der Rockets aus Gotha, die nach einem dramatischen Play-off-Finale gegen Chemnitz dem Mitteldeutschen BC in die Bundesliga folgten, hat den Dresdnern einmal mehr gezeigt, was möglich ist. Auch die Chemnitzer hätten den Aufstieg verdient gehabt, glaubt Krautwald, der schon für beide Finalisten gearbeitet hat. In Gotha wie in Chemnitz seien in den letzten Jahren „viele Dinge entstanden, an denen wir uns orientieren können“. Eine ausreichend große Halle habe man, ein begeisterungsfähiges Publikum auch – „jetzt müssen wir sehen, dass wir sportlich wieder in die Spur kommen“, so der Titans-Geschäftsführer.

Von Jochen Leimert

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