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Dresden Titans reisen nach Schwelm

Basketball Dresden Titans reisen nach Schwelm

Daheim konnten die Dresdner Korbjäger in der 2. Bundesliga Pro B zuletzt zweimal gewinnen, jetzt wollen sie sich auch auswärts wieder einmal schadlos halten: Am Sonnabend haben die Männer von Trainer Nenad Josipovic in Schwellm Gelegenheit dazu – und sie können auch ihren Neuzugang Larry Hall erstmals einsetzen.

Larry Hall freut sich auf seinen ersten Einsatz für seinen neuen Verein.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Bereits zum zweiten Mal in Folge konnten die Titans vergangenen Sonntag vor heimischen Publikum einen Sieg einfahren. Nach der letzten Auswärtsniederlage in Frankfurt wollen die Dresdner nun aber auch auf fremden Terrain wieder punkten. Am Sonnabend um 19.30 Uhr möchten sie bei den EN Baskets Schwelm in die Erfolgsspur zurückzufinden.

Der Tabellenvierte zeigte sich in den letzten beiden Partien anfälliger als zu Saisonbeginn. Die Baskets hatten direkt sechs Spiele in Folge gewonnen, ehe sie zuletzt gegen Iserlohn verloren und vergangenes Wochenende eine herbe Klatsche in Rhöndorf kassierten.

Doch der ehemalige Tabellenführer ist deshalb auf keinen Fall zu unterschätzen. Bislang stellen die Westfalen mit insgesamt nur 558 zugelassenen Punkten die beste Verteidigung der Pro-B-Südstaffel (Dresden belegt mit 574 Punkten Rang drei). Darüber hinaus verlieren die Schwelmer im Schnitt nur 14,5 mal den Ball pro Partie (Bestwert, zusammen mit Dresden). Das spricht für ein diszipliniertes und erfahrenes Team, welches mit einem Durchschnittsalter von 24,7 Jahren zu den „ältesten“ der Liga zählt. Angeführt wird die Truppe vom US-Amerikaner Christopher Hortman (19,9 Punkte, 8,1 Rebounds, 4 Assists, 2,6 Steals pro Spiel), der zu den vielseitigsten Akteuren der Liga gehört.

Darüber hinaus kann Head Coach Falk Möller in seinem Kader neben dem litauischen Scharfschützen Andrius Mikutis (12,4 Punkte, 45, Prozent 3er pro Spiel) auf gestandene deutsche Akteure zurückgreifen. Vor allem der 34-jährige Sebastian Schröter dürfte Kennern der heimischen Basketballszene ein Begriff sein. Nach über zehn Jahren bei diversen Zweitligaclubs geht er mit Schwelm in seine wohl letzte Saison.

Bei den Titans haben sich die Wogen nach dem Sieg gegen Würzburg wieder etwas geglättet. Dennoch bestehen weiterhin einige Baustellen in der Mannschaft von Cheftrainer Nenad Josipovic. So ist die Team-Dreierquote mit 36,8 Prozent zwar die ligaweit beste. Doch insgesamt trifft mit einer Feldwurfquote von 38,1 Prozent keine Mannschaft schlechter in der Südstaffel. Die „Elberiesen“ müssen also dringend ihre Ausbeute bei vermeintlich einfachen Abschlüssen in Brettnähe erhöhen, um nicht zu abhängig vom Distanzwurf zu bleiben. Die Rebound- und Verteidigungsarbeit zeigte sich hingegen in den letzten Wochen immer mehr verbessert und gehört mittlerweile zur Ligaspitze.

Eine Verteidigung auf Top-Niveau wird im fernen Westfalen auch absolut nötig sein. „Schwelm gehört zu den erfahrensten Teams der Liga. Nach zuletzt zwei Niederlagen werden sie vor ihren Fans zudem auf Wiedergutmachung brennen. Es wird sehr schwer für uns, sie auswärts zu schlagen“, gibt der Dresdner Trainer zu bedenken. Zur Personalie Larry Hall und dem Dreikampf der US-Amerikaner hielt sich Nenad Josipovic noch bedeckt: „Wer spielen wird, entscheide ich immer am letzten möglichen Tag. Man kann nie vorhersehen, ob vielleicht jemand erkrankt oder sich verletzt.“

Von Konrad Slavik

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