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Dresden Titans liefern den Niners aus Chemnitz noch einmal einen großen Kampf

Basketball Dresden Titans liefern den Niners aus Chemnitz noch einmal einen großen Kampf

Zum Saison-Halali gaben die Dresdner Korbjäger noch einmal alles. Sie boten dem Tabellendritten aus Chemnitz einen heißen Kampf und hielten das Spiel am Samstag bis in die Schlusssekunden offen. 2654 Zuschauer in der Margon-Arena bekamen so im letzten Pro-A-Spiel ihrer Mannschaft noch einmal ein echtes Spektakel zu sehen.

Nach dem letzten Pro-A-Spiel ließen sich Spieler und Fans gemeinsam fotografieren.

Quelle: JOL

Dresden. Wer am Samstagabend in der Margon-Arena einen Totentanz erwartet hatte, der irrte sich gewaltig: Die bereits abgestiegenen Dresden Titans boten den 2654 Zuschauern im Sachsenderby gegen die Chemnitz Niners noch einmal eine große Show. Mit Kampfgeist und Leidenschaft schmissen sie sich in ihre letzte Pro-A-Partie, gewannen drei von vier Vierteln und verlangten dem Tabellendritten noch einmal alles ab. Die Entscheidung in einem spannenden Spiel fiel erst eine Sekunde vor dem Ende, als Malte Ziegenhagen einen Korbleger zum 70:68 für die Gäste versenkte. Jeremy Dunbar warf zwar noch einmal auf den Gästekorb, doch mit dem Ertönen der Schlusssirene traf sein Ball das Netz nur von außen.

„Das war symptomatisch für die Saison – wieder haben wir knapp verloren“, ärgerte sich Forward Helge Baues. Doch seine Enttäuschung und die der anderen sieben noch einsatzfähigen Spieler hielt sich in Grenzen. Bei allen überwog die Freude über den versöhnlichen Abschluss einer völlig verkorksten Saison. Obwohl sie in der gesamten Spielzeit nur zwei Siege hatten bejubeln dürfen, feierten die Fans ihr Team noch einmal mit stehenden Ovationen. Sie erkannten an, dass sich die Truppe von Trainer Liam Flynn mit Anstand aus einer Spielklasse verabschieden wollte, die einfach eine Nummer zu groß für das von Verletzungspech geplagte Team war. „Ihr seid die Geilsten!“, rief Kapitän Walter Simon ganz ergriffen den Fans zu. Center Max von der Wippel gestand: „Wir wollten alle noch einmal eine ordentliche Leistung bringen. Wir wussten ja, dass noch einmal viele Fans kommen würden. Da findet man irgendwie noch Kraftreserven, die eigentlich gar nicht mehr da sind – gerade wenn man sich die letzten Spiele nur noch mit acht Mann durchkämpfen musste.“

Trainer Flynn freute sich: „Wir haben das erste Mal seit langem wieder die Rebound-Wertung gewonnen. Ich bin stolz, dass noch einmal so viele Fans gekommen sind. Wir haben ihnen Respekt gezollt und mit Leidenschaft gespielt.“ Der Verein habe in dieser Saison hinzugelernt, wisse nun, wie groß der Schritt von der Pro B in die Pro A ist. Flynn dankte dem Verein für die Chance, die Mannschaft coachen zu dürfen. Umso mehr bedauerte er, dass er sie nicht nutzen konnte. Jetzt will er nach Australien zu seinen Kindern fliegen. Seine Hoffnungen auf ein neues Angebot sind gering: „Wenn du nicht genug Spiele gewinnst, kommst du nicht zurück.“

Gehen werden wohl auch einige Spieler, doch vieles ist offen. Geschäftsführer Peter Krautwald sagte: „Spruchreif ist aktuell noch nichts, obwohl wir schon Gespräche geführt haben. Die Situation ist aber schwierig, weil die Ausländerregelungen nach wie vor in der Schwebe sind.“

Punktbeste Dresdner Werfer: Simon 15 Zähler, Dunbar 13, Baues 11, Heck 10.

Von Jochen Leimert

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