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Dresden Titans erleben ein Debakel

Basketball Dresden Titans erleben ein Debakel

Fiasko, Desaster, Reinfall. Anders als mit diesen drastischen Worten lässt sich der gestrige Auftritt der Dresden Titans kaum beschreiben. In der heimischem Margon-Arena verloren die „Elberiesen“ das Spiel der 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen den nunmehrigen Tabellenzehnten Nürnberg Falcons klar mit 67:97.

Titans-Trainer Liam Flynn (r.) ging mit seinen Mannen hart ins Gericht. Nach der krachenden Pleite gegen Nürnberg entschuldigte er sich bei den Dresdner Fans.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Fiasko, Desaster, Reinfall. Anders als mit diesen drastischen Worten lässt sich der gestrige Auftritt der Dresden Titans kaum beschreiben. In der heimischem Margon-Arena verloren die „Elberiesen“ das Spiel der 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen den nunmehrigen Tabellenzehnten Nürnberg Falcons klar mit 67:97 (10:26, 17:30, 20:24, 20:17). Mit Mühe und viel Glück verhinderten sie in der Schlussphase der Partie eine dreistellige Punktzahl der Gäste, die über weite Strecken der einseitigen Begegnung in der Luft lag. Titans-Trainer Liam Flynn blieb unmittelbar nach Abpfiff nichts anderes übrig, als sich sofort bei den Titansfans – 1011 Zuschauer verfolgten das Spiel in der Halle, viele weitere am Livestream – für die schwache Leistung zu entschuldigen. „Die größte Enttäuschung für mich ist, dass wir damit keinen Respekt vor den Fans und den eigenen Teamkameraden gezeigt haben“, ärgerte sich der Coach. Entsprechend laut soll er nach Spielschluss in der Titans-Kabine geworden sein.

Dabei wollte der Tabellenletzte aus Dresden gegen die Franken eigentlich alles geben, vielleicht sogar eine kleine Serie starten. Doch schon früh waren die Hoffnungen dahin. Nach vier Minuten lagen die Titans 5:12, nach acht Minuten gar mit 6:19 hinten. Sie fanden nicht ins Spiel, leisteten sich zahllose leichte Fehler in Form einfachster Ballverluste oder Fehlwürfe. Nürnberg punktete dagegen beinahe nach Belieben und machte im zweiten Viertel munter damit weiter, das Heimteam förmlich „abzuschlachten“. Dresden wirkte irgendwie platt und leistete sich in der Defensive schlimme Schlafeinlagen. Mit 27:56 ging das Spiel in die Pause.

Das einzig Positive an der zweiten Spielhälfte: Sie ging nur mit einem Punkt Unterschied verloren. Wirkliche Ergebniskosmetik konnte der Aufsteiger zu keinem Zeitpunkt betreiben. Aufholjagd? Fehlanzeige – der Abstand zwischen beiden Teams bewegte sich für den Rest des Spiels im 30-Punkte-Bereich. Der ProA unwürdig, befand letztlich auch Liam Flynn nach der krachenden Niederlage, die er und sein Team nun erst mal verdauen müssen. Viel Zeit dafür ist nicht, denn schon am Sonnabend gastieren die Dresdner beim Tabellendritten Kirchheim Knights. Will man dort nicht untergehen, bedarf es einer krassen Steigerung.

Flynn forderte, die Mannschaft müsse zur Leistung aus der Vorweihnachtszeit zurückfinden – speziell in der Defensive. Damals waren die „Elberiesen“ kurz im Aufwind, gewannen am 22. Dezember ihr Heimspiel gegen Hamburg mit 75:61. Dass dies wohl nur ein Strohfeuer war, hat bereits die 78:92-Niederlage der Dresdner am vergangenen Freitag bei den ETB Wohnbau Baskets Essen gezeigt. Spätestens mit der neuerlichen Pleite bleibt dem Verein nichts weiter übrig, als verstärkt den Fokus auf die ProB zu richten, wo man aller Wahrscheinlichkeit nach – auch wenn rechnerisch der Klassenerhalt noch locker machbar ist – in der kommenden Saison wieder antreten muss.

Von Stefan Schramm

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