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Dresden Monarchs verlieren ihr Jubiläumsspiel gegen Kiel knapp mit 42:49

Auf und Ab beim Footballfest Dresden Monarchs verlieren ihr Jubiläumsspiel gegen Kiel knapp mit 42:49

Große Kulisse, zwei Gegner auf Augenhöhe. Alles war perfekt angerichtet für das Jubiläumsspiel, mit dem die Dresden Monarchs am Sonnabend ihr 25-jähriges Bestehen feierten. Doch die Kiel Baltic Hurricanes behielten am Ende knapp die Oberhand. Die „Königlichen“ verloren das packende Duell trotz starker Anfangsphase und guten Endspurts mit 42:49 (21:0/7:21/0:21/14:7).


Quelle: Dehli-News

Dresden. Ein milder Sommerabend, eine große Kulisse, zwei Gegner auf Augenhöhe. Alles war perfekt angerichtet für das Jubiläumsspiel, mit dem die Dresden Monarchs am Sonnabend ihr 25-jähriges Bestehen feierten. Doch vor knapp 7200 Zuschauern im DDV-Stadion behielten die Kiel Baltic Hurricanes in der Spitzenpartie der German Football League am Ende knapp die Oberhand. Die „Königlichen“ verloren das packende Duell trotz starker Anfangsphase und guten Endspurts mit 42:49 (21:0/7:21/0:21/14:7).

Dabei waren die Gastgeber personell geschwächt in die Partie gegangen. In der Offensive fehlte Runningback Joe Bergeron wegen eines Magen-Darm-Infekts. Und in der Defensive musste Cheftrainer John Leijten auf seinen starken Verteidiger Kweishi Brown verzichten. Der hatte sich eine Woche zuvor in Braunschweig so schwer am linken Knie verletzt, dass er sich bereits Ende der vergangenen Woche in seine US-amerikanische Heimat verabschiedet hat.

Dennoch waren es ganz klar die Monarchs, die den Ton angaben. Nach zweieinhalb Minuten führten sie schon 14:0. Erst hatte Quarterback Garrett Safron mit seinem 71-Yard-Pass in Sebastien Sagne einen dankbaren Abnehmer gefunden. Dann trug Safron den Football mit einem kurzen Sprint selbst in die Endzone. Florian Finke verwandelte dann jeweils noch den Extrapunkt. Noch im ersten Viertel brachte erneut die Kombination Safron/Sagne Punkte ein. Die Dresdner Offense agierte spielstark und sicher.

Doch die Führung der Monarchs konnten die Hurricanes im zweiten Spielabschnitt klar verkürzen. Kiels Quarterback Jared Stegman setzte zunächst Kwame Ofori und dann Xavier Mitchel mit weiten Pässen in Szene und es stand nur noch 21:14 für die Dresdner. Zwar konnte Safron mit einem starken 69-Yard-Lauf einen weiteren Touchdown für die Gastgeber erzielen, doch erneut Mitchell stellte den alten Abstand wieder her. So ging es mit einem 28:21 in die Halbzeitpause.

Doch nur zwölf Sekunden nach Beginn des dritten Viertels war die Führung futsch. Stegmans 75-Yard-Geschoss landete in den Armen von Diego Sanchez – Touchdown zum 28:28-Ausgleich. Nun lag das Momentum ganz klar bei den Holsteinern. Mitte des dritten Viertels gelangen ihnen zwei Touchdowns innerhalb von 40 Sekunden. Der Doppelschlag des starken Runningbacks Christopher McClendon brachte die Mannen von der Ostsee mit 28:42 in Front. Und mehr noch: Kurz nach Beginn des vierten Abschnitts schlug McClendon mit seinem dritten Touchdownlauf zum 28:49 zu.

„Ich habe drei Bälle von uns auf dem Boden gesehen. Im Training wäre das nicht passiert. Kiel ist ein großartiges Footballteam, das solche einfachen Fehler bestraft“, erklärte John Leijten die Schwächephase. Offenbar hatte die Anfangsoffensive ihren Tribut gefordert. Das Heimteam schien wie der sichere Verlierer auszusehen, doch der Stadionsprecher hatte die Hoffnung nicht aufgegeben und trieb die Fans an, deren gute Stimmung sich in der Schlussphase auf die „Königlichen“ übertrug. Denn die wollten es noch mal wissen. Das Publikum bejubelte Yazan Nassers Touchdown und erst recht den von Mike Schallo. Doch nach diesem 42:49 hatten die Kieler das Angriffsrecht und spielten die Zeit gekonnt herunter.

Letztlich blieben den Monarchs nur 22 Sekunden, um vielleicht noch den Ausgleich zu erzielen. Doch daraus wurde nichts mehr. Ihr Headcoach zeigte sich dennoch zufrieden. „Wir haben unseren Fans ein gutes Spektakel geboten. Es wäre eine bessere Show gewesen, wenn wir gewonnen hätten. Aber ich bin zufrieden mit der kämpferischen Leistung. Und ich bin stolz, wie die Jungs zurückgekommen sind. Wir lagen im letzten Viertel mit 21 Punkten hinten und trotzdem war zum Schluss noch alles drin“, sagte John Leijten. „Man kann so eine GFL-Saison sehr gut mit einem Schwergewichtskampf im Boxen vergleichen“, fährt er fort. „Es ist egal, wie oft du ausgeknockt wurdest. Du musst nur wieder aufstehen.“

Nach der nun zweiten Niederlage in Serie wollen die Monarchs genau das tun, wenn sie am Sonnabend beim sieglosen Schlusslicht Hamburg Huskies gastieren. Und worauf es Ende August beim Rückspiel gegen die Hurricanes ankommt, weiß John Leijten genau: „Wenn wir nach Kiel fahren, ist die Rechnung ganz einfach: Gewinnen wir dort mit mindestens acht Punkten Unterschied, liegen wir im direkten Vergleich vorn. So läuft das.“ In den vergangenen drei Spielzeiten waren die Monarchs immer zuerst auswärts in Kiel und haben bei den Baltic Hurricanes verloren. Leijten weiß: „Als sie dann bei uns waren, haben wir sie geschlagen. Nun müssen wir das nur umdrehen.“

Von Stefan Schramm

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