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Dresden Monarchs gewinnen Heimspiel gegen Berlin Adler mit 55:17

American Football Dresden Monarchs gewinnen Heimspiel gegen Berlin Adler mit 55:17

Die Dresden Monarchs haben ihr drittes Spiel in dieser GFL-Saison gewonnen. Mit 55:17 schickten sie die Adler zurück nach Berlin. Dresdens Cheftrainer John Leijten war dennoch unzufrieden.

Chris Genau schaffte einen Touchdown für die Monarchs.

Quelle: Dehli-News

Dresden. Drittes Spiel, dritter Sieg. Die Dresden Monarchs sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und haben die Berlin Adler mit einem 55:17-Heimerfolg im Duell der German Football League (GFL) am Sonnabendnachmittag wieder nach Hause geschickt. So weit, so gut. Dennoch war Trainer John Leijten nach der Partie angefressen, stauchte noch auf dem Platz im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion vor 2140 Zuschauern seine Mannschaft zusammen. „Rein von unserer Punktezahl her könnte man denken, dass es ein gutes Spiel war. Aber wenn wir nur die Hälfte unseres Potenzials abrufen, läuft was schief“, ärgerte er sich über viele „dumme Fehler. Heute waren wir weit weg von unserer Bestleistung.“

Denn zwischenzeitlich machten die „Königlichen“ sich das Leben selbst unnötig schwer. Zwar kamen sie im Derby gut ins Spiel, führten nach Touchdowns von Sebastien Sagne und Mike Schallo nach dem ersten Viertel mit 14:0. Und sie bestimmten mit ihrer effizienten Offensive auch im zweiten Abschnitt zunächst das Geschehen, als Henrik Hinrichs per Touchdown und Florian Finke mit einem Fieldgoal die Führung auf 24:0 ausbauten. Doch dann setzten die Bundeshauptstädter ein erstes Achtungszeichen, als Sydney Plewinsky den schönen Pass von Gäste-Quarterback Bryan Zerbe in der Endzone fing (24:7). Von nun an ging es hin und her. Vor der Halbzeitpause schlugen erst die Monarchs zurück, indem Runningback Joe Bergeron zum Touchdown lief. Dann verkürzte Joseph Wolfenden-Brown auf 31:14 und schließlich war auch noch Mike Schallo zum zweiten Mal erfolgreich und besorgte den 38:14-Pausenstand.

Danach folgte ein fehlerreiches und zerfahrenes drittes Viertel, das für beide Teams keine Punkte einbrachte. Erst im Schlussabschnitt kamen die Dresdner wieder ins Spiel. Quarterback Garrett Safron warf zwei Touchdownpässe auf Hendrik Hinrichs und Chris Genau. Kurz vor Schluss gab es auf jeder Seite noch ein Fieldgoal, woraus das 55:17 resultierte. „Wir haben viele Fehler gemacht, aber trotzdem gewonnen. Das ist ein doppelter Sieg, denn wir haben Erfahrungen gesammelt, aus denen wir hoffentlich die richtigen Lehren ziehen, und dabei dennoch Punkte mitgenommen“, konnte Trainer John Leijten der Partie letztlich doch noch Positives abgewinnen.

Nun jedoch stehen deutlich schwerere Aufgaben an. Besonders am 3. Juni, dem kommenden Sonnabend, wenn sich die Monarchs auswärts beim Tabellenführer und Serienmeister New Yorker Lions in Braunschweig beweisen müssen. Bitter: Linebacker Marc Millan, ein wichtiger Baustein der Dresdner Defense, wird dort wohl gesperrt sein. Er erhielt gegen die Adler eine Strafe wegen „Targeting“, da er den Gegner mit dem Helm voran attackierte, was aufgrund hoher Verletzungsgefahr verboten ist. „Ich hab das nicht genau gesehen“, berichtete John Leijten, „und die Schiedsrichter treffen ihre Entscheidung sofort.“ Und die sei schwer zu revidieren und habe im Normalfall ein Spiel Sperre zur Folge. „Das ist ein großes Problem für uns“, schätzte der Cheftrainer ein, gab seinen Schützlingen bei der Gelegenheit aber auch einen guten Rat mit auf den Weg: „Wir sollten daran denken, dass wir keine Multimillionäre in einer Profiliga sind. Die Leute müssen alle am Montag wieder auf Arbeit gehen. American Football ist schon innerhalb der Regeln ein sehr körperlicher Sport, da muss man sie nicht noch übertreten.“

Von Stefan Schramm

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