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Drei Kandiaden für Posten des Eislöwen-Geschäftsführers

Drei Kandiaden für Posten des Eislöwen-Geschäftsführers

Eigentlich wollten die Gesellschafter der Dresdner Eislöwen gestern einen neuen Geschäftsführer und damit Nachfolger von Matthias Broda bestimmen.

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Dresden . Von Astrid HOFMANN

Doch die Entscheidung wurde auf nächste Woche vertagt, weil kurzfristig zwei weitere Kandidaten beim Eishockey-Zweitligisten aufgetaucht waren. Bisher hatten jene Gesellschafter, die für die Nichtverlängerung des Vertrages von Broda gestimmt hatten, Danilo Klee favorisiert. Der 30-jährige Betriebswirt ist in Dresden als Store-Manager eines Sportartikelgeschäfts aktiv. Weil andere Gesellschafter damit nicht zufrieden waren, holten sie neue Bewerber ins Boot, die sich bei der gestrigen Versammlung vorstellten. Nach vier Stunden vertagte sich die Runde. ESCD-Präsident Peter Micksch wollte sich nicht dazu äußern, meinte nur: "Es ist keine Entscheidung gefallen. Wir müssen uns an geltendes GmbH-Recht halten."

Wie DNN erfuhr, sind die beiden neuen Kandidaten keine Unbekannten. Zum einen handelt es sich um den gelernten Banker Frank Lepschy, der aus der Nähe von Siegen stammt und derzeit als freiberuflicher Unternehmensberater tätig ist. Der 50-Jährige hatte sich einige Jahre beim Tennisverein Blau-Weiß Blasewitz engagiert. Kandidat Nummer zwei ist Boris Capla. Bei diesem Namen wissen Eishockey-Insider sofort Bescheid, denn der gebürtige Slowake ist wahrlich kein unbeschriebenes Blatt. Der 49-Jährige stammt aus Bratislava, kam als Siebenjähriger mit seinem Vater Josef, einem ehemaligen Eishockeyspieler, nach Augsburg. Capla junior spielte ebenfalls erst für Augsburg, später in Kaufbeuren, Krefeld, Berlin und Kassel. Er lernte Büro- und Verlagskaufmann und erwarb die A-Trainerlizenz. In Sachsen kennt man Capla auch sehr gut, war er doch zwischen 1994 und 1996 Sportdirektor in Weißwasser und Geschäftsführer der damaligen ESG Sachsen Weißwasser-Chemnitz, die er 1996 Richtung Berlin verließ. In der Hauptstadt heuerte er bei den Preußen Devils an. Schon ein Jahr später ging er nach Füssen, wo er mit seinem Vater eine Eishockey-Schule leitete, die es auch heute noch gibt. Im Juni 1999 holte ihn die Anschutz-Gruppe als Geschäftsführer zu den München Barons, die im Jahr 2002 nach Hamburg umziehen mussten und seither als Freezers in der DEL unterwegs sind. Sieben Jahre leitete Capla die Geschicke der Hanseaten als Geschäftsführer, war dabei nicht unumstritten und musste im Herbst 2009 seinen Hut nehmen. Zuletzt war der Vater von Zwillingen wieder in der Akademie seines Vaters eingespannt. Ob sich die Eislöwen, die noch immer Altschulden abzutragen haben, einen solchen "Hochkaräter" leisten können, ist die Frage. Derweil konnte Noch-Geschäftsführer Matthias Broda gestern den Vertrag mit Hauptsponsor Skoda um ein weiteres Jahr verlängern.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.06.2012

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