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Die Dresdner Eislöwen verlieren auch drittes Derby gegen die Füchse

Hochdramatische Partie Die Dresdner Eislöwen verlieren auch drittes Derby gegen die Füchse

Die Dresdner Eislöwen haben auch das dritte Sachsenderby gegen die Lausitzer Füchse verloren. In einem spannenden, teils hochdramatischen Spiel unterlagen die Elbestädter vor 2789 Zuschauern im Fuchsbau letztlich knapp mit 2:3 (1:1, 1:1, 0:1).

Dreimal gingen die Lausitzer Füchse gegen die Dresdner Eislöwen in Führung. In der 8. Minute erzielte Sean Fischer das 1:0 für Weißwasser im Sachsenderby.

Quelle: Thomas Heide

Dresden. Die Dresdner Eislöwen haben auch das dritte Sachsenderby gegen die Lausitzer Füchse verloren. In einem spannenden, teils hochdramatischen Spiel unterlagen die Elbestädter vor 2789 Zuschauern im Fuchsbau letztlich knapp mit 2:3 (1:1, 1:1, 0:1).

Noch vor der Partie gaben die Hausherren bekannt, dass der Vertrag mit Füchse-Urgestein André Mücke um weitere zwei Jahre verlängert wird. Zudem wurde der Kapitän nachträglich für sein 650. Spiel für Weißwasser geehrt. Und die Gastgeber kamen gut ins Spiel. Während Thomas Götz in der 7. Minute noch am Tor der Dresdner, in dem diesmal wieder Hannibal Weitzmann stand, vorbeischoss, erzielte eine Minute später Sean Fischer nach Pass von Dennis Swinnen das 1:0 für die Füchse.

In einer insgesamt schnellen und intensiven Partie drehten dann die Eislöwen, die neben Ville Hämäläinen auch auf ihren verletzten Kapitän René Kramer verzichten mussten, immer mehr auf. In der 12. Minute hatte Steven Rupprich schon den Ausgleich auf der Kelle, scheiterte aber an Maximilian Franzreb im gegnerischen Kasten. Martin Davidek (14.) und Dominik Grafenthin (18.) nach einem Alleingang konnten den Lausitzer Keeper ebenfalls nicht überwinden. Aber eine Minute vor der ersten Pausensirene glückte Marcel Rodman das ersehnte 1:1, das auch völlig verdient war.

Turbulent wurde es im zweiten Abschnitt, der in der 22. Minute mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe für den Dresdner Tomas Schmidt startete. Er hatte mit hohem Stock Swinnen eine blutende Nase beschert. Allerdings konnte der Füchse-Goldhelm die Partie fortsetzen. Gleich zu Beginn des fünfminütigen Powerplays brachte Thomas Götz nach einem Schuss von André Mücke seine Mannschaft mit 2:1 (23.) in Front.

Aber die Eislöwen schlugen erneut zurück. Bei einer strittigen Situation, als die Lausitzer vergeblich auf einen Pfiff des Schiedsrichters warteten, nutzte Mirko Sacher die Gunst der Stunde und sorgte für den 2:2-Ausgleich (31.). Zwei Minuten später jubelten die Blau-Weißen sogar schon über die vermeintliche erstmalige Führung. Doch nachdem Petr Macholda von der blauen Linie abgezogen hatte, verwehrten die Schiedsrichter nach Videobeweis dem Treffer die Anerkennung. Fast wäre den Eislöwen ein Patzer von Weitzmann in der 36. Minute zum Verhängnis geworden, doch der junge Gregor Kubail, dem der Dresdner Goalie die Scheibe auf den Schläger serviert hatte, nutzte seine Chance nicht.

Nur zwei Minuten später gab es aus Sicht der Gäste den nächsten Aufreger. Denn Sebastian Zauner war verletzt liegen geblieben. Bill Stewart hielt es kaum noch hinter der Bande, er machte seinen Unmut gegenüber dem Schiri lautstark Luft. Doch es ging noch weiter. In der 39. Minute checkte Marius Schmidt den Dresdner Stürmer Dominik Grafenthin, der ebenfalls auf dem Eis liegen blieb und verletzt raus musste. Dafür bekam Schmidt nur eine Zwei-Minuten-Strafe. Aus dem Überzahlspiel konnten die Elbestädter aber kein Kapital schlagen.

Im letzten Abschnitt wogte das Geschehen weiter hin und her, dabei übernahmen nun wieder mehr die Lausitzer das Zepter. Zwei Minuten vor dem Ende stand Marius Schmidt dann völlig frei und schob die Scheibe durch die Schoner von Weitzmann zum glücklichen 3:2 der Füchse in die Maschen. Zwar versuchten die Eislöwen noch einmal alles, aber Brendan Cook verfehlte den Kasten und so blieb es am Ende bei den drei Punkten für die Weißwasseraner.

„Es war ein hartes, intensives, sehr schnelles Spiel beider Mannschaften. Dass wir zwei Spieler verloren haben, war sehr hart für uns, aber das ist Eishockey“, sagte Bill Stewart, der eigentlich über die Schiedsrichterleistung sprechen wollte, sich dann aber doch zurückhielt. Robert Hoffmann, Co-Trainer der Füchse, meinte: „Das war schon fast Playoff-Hockey. Wir haben nach zehn Minuten unser Matchplan etwas verlassen, aber am Ende etwas glücklich, aber wohl auch nicht ganz unverdient gewonnen. Dresden hat eine super Mannschaft. Das ist Fakt und sie gehört zu den drei, vier Top-Teams der Liga.“

Von Astrid Hofmann

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