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Deutsche Skeleton-Damen feiern Doppelsieg beim Weltcup in Altenberg

Bob & Skeleton Deutsche Skeleton-Damen feiern Doppelsieg beim Weltcup in Altenberg

Mit einem starken Auftritt der deutschen Skeleton-Fahrerinnen hat am Freitag das Weltcup-Wochenende in Altenberg begonnen. Bei den deutschen Bobfahrerinnen lief es unterdessen noch nicht rund. Da ging der Sieg an die Kanadierinnen.

Jacqueline Lölling jubelt. Die Skeleton-Fahrerin aus dem Sauerland gewann am Freitag ihren ersten Weltcup.

Quelle: dpa

Altenberg. Während die deutschen Skeleton-Frauen am Freitag beim Weltcup-Auftakt in Altenberg einen Doppelerfolg feierten, zahlen die jungen Bob-Pilotinnen noch Lehrgeld. Im tief verschneiten Erzgebirge und bei knackigen elf Grad Minus glänzten die deutschen Skeletonfahrerinnen am Vormittag mit starken Leistungen. Mit zweimal Laufbestzeit setzte sich Jacqueline Lölling (Hochsauerland) durch. Die 21-jährige Vizeweltmeisterin von 2015 verwies Weltmeisterin Tina Hermann (Königssee) mit 44 Hundertstel Vorsprung auf den zweiten Platz. Hinter der Österreicherin Janine Flock komplettierte Anna Fernstädt (Berchtesgaden) mit einem guten vierten Platz das hervorragende Abschneiden der deutschen Frauen.

Cheftrainer Jens Müller strahlte übers ganze Gesicht: „Schon nach den Trainingsergebnissen am Tag zuvor bin ich zuversichtlich ins Rennen gegangen. Trotz schwieriger Bedingungen haben sie eine starke Leistung geboten“, so der 51-Jährige. Lölling, die ihren ersten Weltcup-Sieg feierte, übernahm damit auch die Führung im Gesamt-Weltcup. Die bislang führende Olympiasiegerin Lizzy Yarnold aus Großbritannien kam mit der schweren Bahn im Kohlgrund nicht so gut zurecht und wurde nur Neunte. Jetzt hofft Müller, dass es am heutigen Sonnabend bei den Männern auch gut läuft. „Ich hoffe schon auf einen Podestplatz.“

Ob das der Oberbärenburger Lokalmatador Axel Jungk schafft, wird sich zeigen. Seine seit Monaten schon anhaltenden Rückenprobleme schränken den 25-Jährigen vor allem im Athletiktraining extrem ein. Und bislang ist noch keine Besserung in Sicht. Jens Müller meint dazu: „Natürlich ist es schwierig, in der Saison so ein Problem zu beheben. Notfalls muss er auch ein Rennen auslassen.“ Das in Altenberg aber keinesfalls, wie Jungk noch einmal hervorhebt. Und im Training lief es bei ihm sehr gut, am Donnerstag war er sogar der Schnellste. Dass übrigens der russische Olympiasieger von Sotschi, Alexander Tretjakov, nach dem McLaren-Report wegen mutmaßlichem Doping jetzt gesperrt wurde, hält der Oberbärenburger für das richtige Zeichen. Er schränkt allerdings ein: „Es liegen bisher keine Beweise vor, die sollten nun schon erbracht werden.“ Neben Tretjakov fehlten aus gleichem Grund bei den Frauen die russische Olympia-Dritte Jelena Nikitina sowie Olga Potylizina und Maria Orlowa.

Nach dem erfolgreichen Auftakt im Skeleton konnten die beiden deutschen Bob-Pilotinnen Christin Senkel (Erfurt) und Mariama Jamanka (Oberhof) nicht in den Kampf um Medaillen eingreifen. Senkel kam bei ihrem Weltcup-Debüt auf Platz elf, unmittelbar hinter Jamanka. Den Sieg sicherte sich in überlegener Manier die zweifache Olympiasiegerin Kaillie Humphries (Kanada) vor der US-Amerikanerin Elana Meyers und der Österreicherin Christina Hengster.

Der deutsche Bundestrainer René Spieß meinte: „Bei den Frauen befinden wir uns gerade im Umbruch. Die Mädels müssen sich entwickeln und Schritt für Schritt stabilisieren. Wir wollen athletisch starke Pilotinnen, rücken deshalb auch nicht von unseren Startvorgaben ab“, betonte Spieß, der bestätigte, dass die Oberbärenburgerin Miriam Wagner ihre Karriere jetzt beendet hat. Die ehemalige Junioren-Weltmeisterin war mehrfach an der Weltcup-Norm im Anschub gescheitert. Von den Männern erwartet der Bundestrainer sowohl im Zweier als auch im Vierer natürlich mehr. „Trotz aller Materialtests wollen wir da schon um Gold fahren“, so die klare Ansage.

Von Astrid Hofmann

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