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Deutsche Eishockey Liga: Ohne Bürgschaft kein Aufstiegsrecht

Eishockey Deutsche Eishockey Liga: Ohne Bürgschaft kein Aufstiegsrecht

Bis 31. März müssen sechs DEL-2-Klubs jeweils Bürgschaften in Höhe von 816.000 Euro hinterlegen, damit die Voraussetzungen für einen möglichen Aufstieg ab der Saison 2018/19 erfüllt werden. Fünf Eishockey-Zweitligisten haben schon Sicherheiten hinterlegt, jetzt kommt es auf Dresden an.

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Volker Schnabel wirbt bei der Stadt um Unterstützung.

Quelle: Foto: soccerfoto

Dresden. Der Countdown in der DEL2 läuft. Und das gleich in doppelter Hinsicht. Sportlich, denn da hat mit den Pre-Play-offs die heiße Phase der Saison begonnen. Am Dienstag steigen auch die Dresdner Eislöwen mit dem ersten Viertelfinal-Spiel gegen Kaufbeuren in den Kampf um die Zweitliga-Meisterschaft ein. Doch die Uhr läuft auch noch in anderer Hinsicht herunter. Bis 31. März müssen sechs DEL-2-Klubs jeweils Bürgschaften in Höhe von 816 000 Euro hinterlegen, damit die Voraussetzungen für einen möglichen Aufstieg ab der Saison 2018/19 erfüllt werden. So will es zumindest die DEL, die die Hürden dafür sehr hoch gelegt hat. Im vergangenen Jahr hatte die DEL 2 schon einmal versucht, die Bedingungen zu erfüllen, war aber nach Ansicht der DEL-Verantwortlichen gescheitert. Nun also der zweite Anlauf. Sollte der erneut missglücken – so sind sich viele Insider einig – war es das vorerst mit einer Verzahnung zwischen DEL und DEL 2.

Das Zünglein an der Waage könnten jetzt die Dresdner Eislöwen sein. Denn wie Geschäftsführer Volker Schnabel am Mittwochabend in einem Gespräch mit Dresdens Sportbürgermeister Peter Lames erläuterte, sollen bereits fünf DEL-2-Klubs besagte Bürgschaft aufgebracht haben. Obwohl sich die DEL-Verantwortlichen um Geschäftsführer René Rudorisch dazu noch in Schweigen hüllen, soll es sich um die Standorte Bietigheim, Frankfurt, Kassel, Rosenheim und Riessersee handeln. „Wir sind jetzt der sechste Verein und wir kämpfen darum, diese Bürgschaft bis zum 31. März aufzutreiben“, so Schnabel. Er erklärt: „Insgesamt gibt es derzeit ohnehin nur sieben DEL-taugliche Stadien in der DEL 2.“ Allein können die Eislöwen diese hohe Bürgschaftssumme allerdings nicht aufbringen. „Ein Drittel haben wir selbst über unsere Sponsoren und die GmbH zusammen, ein weiteres Drittel von externen Unterstützern, aber jetzt fehlt uns noch das letzte Drittel. Wir können jetzt nur bitten, dass uns die Stadt über ihre kommunalen Unternehmen unter die Arme greift. Wir sind inzwischen ein guter Werbeträger für Dresden, fahren mit unserem Bus mit der Stadt-Silhouette durch ganz Deutschland und wir haben auch mit dem Winter-Derby ein Event für Elbflorenz, das über die Grenzen hinaus gestrahlt hat“, wirbt Schnabel für Unterstützung. Auch das Sanierungskonzept setze man konsequent um.

Mit der Bürgschaft sei kein Risiko verbunden, wie der Eislöwen-Geschäftsführer betont. „Die Summe liegt zwei Jahre fest, niemand hat darauf Zugriff und sie fließt dann wieder zurück. Lediglich bei einem Aufstieg wird die Bürgschaft gezogen, doch im Moment ist für uns ein Aufstieg in die DEL kein Thema, weil finanziell nicht zu stemmen.“ Versprechen konnte Peter Lames an diesem Abend natürlich noch nichts, doch er meinte: „Wir sind im Januar erstmals danach gefragt worden. Seitdem befinden wir uns in Gesprächen. Aber das ist terminlich schon sehr sportlich. Der Wille zu helfen, ist grundsätzlich da, doch einen Griff in die Stadtkasse wird es nicht geben. Zuversicht habe ich, aber wir können natürlich unserer Kommunalwirtschaft auch nicht Lasten aufbürden, die sie nicht tragen können.“ Er wisse jedoch, dass es bis 31. März heißt „hopp oder top“ und das zeige, unter welchem Druck alle Beteiligten stehen. Zumal auch Schnabel sagt: „Wenn es dieses Jahr nicht klappt, dann ist das mit dem Aufstieg gestorben.“

Von Astrid Hofmann

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