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DSC-Volleyballerinnen starten in die neue Bundesligasaison

Auftakt in Potsdam DSC-Volleyballerinnen starten in die neue Bundesligasaison

Kapitän Myrthe Schoot macht aus ihren Gefühlen keinen Hehl: „So eine Saison wie die vergangene möchte ich nicht noch einmal erleben. Ich will nicht wieder Dritter werden. Da bin ich in Dresden mit drei Meistertiteln und einem Pokalsieg schon ein bisschen verwöhnt“, sagt die niederländische Nationalspielerin.

Das DSC-Team 2017/18.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Kapitän Myrthe Schoot macht aus ihren Gefühlen keinen Hehl: „So eine Saison wie die vergangene möchte ich nicht noch einmal erleben. Ich will nicht wieder Dritter werden. Da bin ich in Dresden mit drei Meistertiteln und einem Pokalsieg schon ein bisschen verwöhnt“, sagt die niederländische Nationalspielerin vorm Start ihrer DSC-Volleyballerinnen in die neue Saison. Aber das Gute sei, nun habe man wieder was zu gewinnen. Darin sieht die 29-jährige Libera, die in Dresden schon in ihre sechste Saison geht und sich hier inzwischen ganz zu Hause fühlt, eine große Motivation.

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Die DSC-Volleyballerinnen starten in Potsdam in die neue Bundesligasaison. Mit diesem Kader soll der nächste Titel geholt werden.

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Obwohl die frisch gebackene Vize-Europameisterin erst vor wenigen Tagen zur Mannschaft stieß, hat sie sofort ein „richtig gutes Gefühl“. Ehrgeizig, hungrig auf Erfolg seien die Mädels, sie würden hart arbeiten und viel Energie versprühen, findet Schoot und betont, wie warm und herzlich sie von allen aufgenommen wurde. Der Teamgeist scheint also bereits zu Beginn der Saison zu stimmen. Und die Mischung auch. Mit zehn Abgängen – übrigens diesmal fast alle vom Verein gewollt – und acht Neuzugängen hat Trainer Alexander Waibl einen Umbruch im Kader forciert.

Auffällig ist, dass er vor allem junge, talentierte Spielerinnen mit viel Potenzial an die Elbe lockte. Der Altersdurchschnitt liegt in diesem Jahr bei nicht mal 23 Jahren (22,8). Mit den meisten von ihnen ließen sich Zweijahresverträge abschließen. „Wir wollten mehr Kontinuität, längerfristig mit den Mädels arbeiten“, erläutert der Chefcoach die Philosophie. Im 13-er Aufgebot sind Spielerinnen aus acht Nationen vertreten. Allen Zweiflern und Kritikern zum Trotz hat er dabei auch die Fraktion der Schmetterlinge vergrößert, die ihr Volleyball-ABC in der hauseigenen Talenteschmiede erlernten. Zu den gestandenen Mareen Apitz und Katharina Schwabe gesellten sich mit Barbara Wezorke, Michelle Petter und der 17-jährigen Rica Maase, die den direkten Sprung vom Nachwuchs- zum Erstliga-Team schaffte, drei weitere ehemalige VCO-Athletinnen.

Natürlich wird es Geduld brauchen für die weitere Entwicklung dieser Talente. Vom Potenzial, das in ihnen steckt, ist der Coach überzeugt. Wie beim gesamten Team. Schon die Vorbereitung hat dies angedeutet. Mit einem Sieg beim Turnier in Polen absolvierte die neuformierte Mannschaft eine hervorragende Generalprobe. Mit der finnischen Diagonalangreiferin Piia Korhonen wurde eine DSC-Spielerin als MVP des gesamten Wettbewerbs ausgezeichnet. Mit der 20-Jährigen scheint dem Trainer ein Glücksgriff gelungen zu sein. Die neuen Mittelblockerinnen Ivana Mrdak und Sasa Planinsec zeigten, dass die Dresdnerinnen auf der Mitte durchschlagskräftiger sind. Und mit Zuspielerin Madison Bugg, die neben Mareen Apitz die Fäden im Spiel ziehen soll, dürfte der Vorjahresdritte noch weniger ausrechenbar sein als bisher.

Einen Qualitätssprung hat es aber auch im Trainerteam gegeben. Mit dem italienischen Co-Trainer Andrea Ebana und dem slowenischen Athletik-Coach Goran Mladenic hat Waibl Unterstützung von zwei fachlich versierten, unheimlich engagierten und erfahrenen Experten bekommen. „Die Arbeit mit ihnen macht super Spaß. Es passt hervorragend, auch menschlich“, schwärmt der Chef, der aber keinesfalls die anderen beiden unterschlagen möchte. „Till Müller gehört schon lange zum Team, absolviert seit vergangener Saison den Transfer vom Scout zum Co-Trainer sehr erfolgreich. Nicht zuletzt unterstützt uns auch der unverwüstliche Uli Rath noch zweimal in der Woche.“

Bei allen ist in den letzten Tagen die Vorfreude auf die neue Spielzeit zu spüren gewesen. „Auch bei mir kribbelt es wieder, obwohl man nach so vielen Jahren etwas gelassener an die Sache herangeht. Denn man hat ja schon vieles erlebt und man weiß, dass man selbst nach manch schwierigem Saisonstart mit harter Arbeit am Ende zum Ziel kommt“, weiß Waibl. Und dass dieses Ziel „Meistertitel“ heißt, daran lässt der 49-Jährige keinen Zweifel. Die Konkurrenten im Kampf um die Schale seien im Wesentlichen die altbekannten. Neben Titelverteidiger Schwerin zählt der dienstälteste Bundesliga-Trainer natürlich auch Stuttgart sowie Vilsbiburg dazu.

Auch Auftaktgegner Potsdam (Sonnabend, 19 Uhr) will er nicht außer Acht lassen. „Das ist ein Konkurrent, mit dem wir in den letzten Jahren immer zu kämpfen hatten und der uns gleich viel abverlangen wird. Ein Spaziergang ist also dort nicht zu erwarten. Wenn wir jedoch an die Leistungen anknüpfen können, die wir zuletzt in der Vorbereitung gezeigt haben, dann können wir dort gewinnen“, hofft der Chef auf einen guten Start. Dabei muss er noch auf Rica Maase (Bänderverletzung), Dominika Strumilo (Rückenprobleme) und wohl auch auf Marrit Jasper (im Training umgeknickt) verzichten.

Von Astrid Hofmann

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