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DSC-Damen gewinnen Verfolgerduell gegen den MTV Stuttgart

Volleyball DSC-Damen gewinnen Verfolgerduell gegen den MTV Stuttgart

Tolle Stimmung und ein spannendes Spiel samt Happy End: Die Dresdner Bundesliga-Volleyballerinnen haben am Mittwochabend den Allianz MTV Stuttgart nach hartem Kampf mit 3:2 Sätzen besiegt. Die Truppe von Trainer Alexander Waibl hatte schon Matchball gegen sich, drehte den Spieß aber noch um.

Jubel bei den Dresdner Spielerinnen: Sie holten einen 1:2-Satzrückstand auf und gewannen noch.
 

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden.  Dieser Krimi war auch diesmal nichts für schwache Nerven. Das Spitzenspiel zwischen den DSC-Volleyballerinnen und Pokalsieger Allianz MTV Stuttgart hielt, was man sich von ihm versprochen hatte. Nach 131 Minuten konnten die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl jubeln. Sie hatten das Prestige-Duell gegen die Schwaben hauchdünn mit 3:2 (25:17, 20:25, 25:27, 28:26, 15:5) für sich entschieden.

„Ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft. Wir wollten diesen Sieg unbedingt. Wir haben Moral bewiesen und Stärke und sind im entscheidenden fünften Satz noch einmal richtig heiß gelaufen“, freute sich Zuspielerin Mareen Apitz nach dem Erfolg. Trainer Alexander Waibl erklärte: „Nach dem Ende der vergangenen Saison war es wichtig, dass wir das Momentum heute drehen konnten und Stuttgart wieder gezeigt haben, wo die Trauben hängen. Solche Spiele sind total wichtig und machen mich als Trainer stolz. Das war eine Charakterprüfung für die Mannschaft, die sie voll gemeistert hat.“ Barbara Wezorke, die mit 14 Punkten, davon sieben im Block, eine glänzende Vorstellung geliertet hatte, strahlte nach dem harten Match ebenfalls übers ganze Gesicht: „Ich denke, es war tolle Werbung für den Volleyball. So ein Fünf-Satz-Spiel zu gewinnen, ist für den Kopf immer sehr gut. Entscheidend zum Schluss war, dass wir so druckvoll aufgeschlagen haben und Stuttgart sein Spiel nicht mehr aufziehen konnte.“

Die 2600 Zuschauer in der gut gefüllten Margon-Arena und auch die Fans an den Bildschirmen hatten zuvor eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt. Die Dresdnerinnen fanden im ersten Satz gut ins Spiel. Bis zur ersten technischen Auszeit (8:7) blieb das Geschehen noch ausgeglichen, dann aber setzte sich der DSC ab. Mit druckvollen Aufgaben bereiteten sie dem Gegner große Probleme in der Annahme und dazu packte auch der Block immer wieder energisch zu. Zudem konnte Mareen Apitz aus guter Annahme die Bälle variabel verteilen. Im zweiten Durchgang aber wendete sich das Blatt. Zwar führte der DSC erneut schon mit 18:15, aber dann drehten die Gäste auf. Sie agierten nun aggressiver, mutiger und druckvoller im Aufschlag und Angriff und sie stabilisierten auch ihre Annahme.

Dagegen schlichen bei den Dresdnerinnen ein paar Fehler ein. Auch die erstmalige Einwechslung von Marrit Jasper half nicht. So gelang den Waibl-Schützlingen bis zum 18:22 kein Punkt mehr. Und so war der Weg für die Gäste zum Satzausgleich geebnet. Im dritten Durchgang wogte das Geschehen hin und her – erst führten die Stuttgarterinnen mit 8:5, später der DSC mit 16:14. In der engen Schlussphase hatten die Gäste knapp die Nase vorn und erkämpften sich die 2:1-Satzführung. Doch die Dresdnerinnen gaben nicht auf, fanden im vierten Abschnitt zurück ins Spiel, machten es allerdings noch einmal spannend. Sie vergaben drei Satzbälle, mussten dann sogar einen Matchball der MTV-Spielerinnen abwehren.

Aber die finnische Nationalspielerin Piia Korhonen erlöste mit dem fünften Satzball ihre Mannschaft. Im Tiebreak ließen sich die DSC-Damen nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Sie führten schnell mit 7:0 und mit einem Aufschlag von Eva Hodanova besiegelten die überglücklichen Gastgeberinnen den Sieg. Einmal mehr wurde Piia Korhonen mit der goldenen MVP-Medaille geehrt. Die Finnin war mit insgesamt 28 Punkten erfolgreichste Scorerin. Bereits am Sonnabend geht es für die DSC-Damen im Pokal weiter.

Von Astrid Hofmann

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