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Blasewitzer Herren bleiben in der Ostliga

Tennis Blasewitzer Herren bleiben in der Ostliga

Ihr zu spätes Erscheinen zum Lokalderby gegen den SV Dresden-Mitte hätte die Tennis-Herren vom TC Blau-Weiß Blasewitz beinahe die Zugehörigkeit zur Ostliga gekostet, doch jetzt hat der Spielausschuss entschieden, dass die Mannschaft aus dem Waldpark weiter in der Liga spielen darf. Ein Einspruch dagegen aus Friedrichshagen wurde abgewiesen.

Die Herren von Blau-Weiß Blasewitz dürfen weiter in der Ostliga mitspielen.

Quelle: Verein

Baleben/Dresden. In unserer Ausgabe vom 12. Juni titelten wir: „Droht Blasewitz der Zwangsabstieg?“ In dem Bericht wurde beschrieben, warum das am Tag zuvor angesetzte Dresdner Derby in der Tennis-Ostliga der Herren zwischen dem SV Dresden-Mitte und Blau-Weiß Blasewitz ausfiel. Das war deshalb der Fall, weil die Blasewitzer zur angesetzten Spielzeit 9 Uhr nur mit Trainer Thomas Völker und zwei Spielern auf der Anlage im Ostragehege anwesend waren. Eine Tennis-Mannschaft ist aber nur dann spielfähig, wenn mindestens vier Spieler rechtzeitig zur Stelle sind. Die vier fehlenden Blasewitzer Akteure trafen dann zwar auch noch ein, jedoch deutlich zu spät. Als Grund dafür wurde der an diesem Sonntag ausgetragene Sport-Scheck-Stadtlauf und die damit verbundenen Straßensperrungen angegeben.

Die von beiden Mannschaften akzeptierte Entscheidung lautete damals, dass das Spiel mit 9:0 für Mitte gewonnen in die Wertung eingeht. Offen blieb aber noch für einige Wochen, ob es sich beim zu späten Erscheinen der Blasewitzer um Nichtantreten in dem Sinne handelt, der nach den Regularien den Ausschluss der Mannschaft vom weiteren Spielbetrieb, das Streichen aller bisherigen Ergebnisse und damit den Zwangsabstieg zur Folge hätte. „Wir sind zu spät gekommen, und das ist natürlich ein sehr großer Fehler von uns. Entsprechend akzeptieren wir die Wertung von 9:0 für den SV Dresden-Mitte. Doch die Mannschaft ist noch in voller Stärke erschienen“, argumentierte schon damals Thomas Völker. Staffelleiter Bernd Wacker aus Berlin folgte letztlich dieser Argumentation, und so ging das Spiel mit einer 9:0-Wertung für den SV Dresden-Mitte in die Wertung ein. Die Blasewitzer nahmen danach in der Abschlusstabelle mit 10:8 Punkten den sechsten Platz ein, was den Klassenerhalt bedeutete.

Gegen diesen Beschluss legte u.a. Orange-Weiß Friedrichshagen, das im Falle eines Blasewitzer Zwangsabstiegs den Klassenerhalt geschafft hätte, Einspruch ein. Der wurde nun in Barleben (Sachsen-Anhalt) vom Ostliga-Spielausschuss, dem Vertreter der fünf ostdeutschen Tennis-Landesverbände angehören, behandelt, und die Entscheidung des Staffelleiters bestätigt. Das bedeutet im Klartext, dass die Blasewitzer Herren auch in der kommenden Saison der Ostliga angehören. Allerdings kann Friedrichshagen gegen diese Entscheidung nochmals Einspruch einlegen, der dann von den Gremien des Deutschen Tennis Bundes in Hamburg verhandelt würde.

Hingegen steigt der SV Dresden-Mitte nach nur einjähriger Zugehörigkeit zum ostdeutschen Oberhaus definitiv wieder in die Sachsen-Oberliga ab. Trotz des kampflosen 9:0 gegen Blasewitz brachte es das Team aus dem Ostragehege nur auf 6:12 Punkte, was in der Endabrechnung den neunten und damit vorletzten Platz bedeutet. Aber auch bei einem Blasewitzer Zwangsabstieg hätte es für Mitte nicht zum Klassenerhalt gereicht. Damit ist Blau-Weiß Blasewitz in der nächsten Saison Dresdner Alleinvertreter in der Herren-Ostliga, in der bei den Damen TC Bad Weißer Hirsch spielt.

Von Rolf Becker

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