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Alexander Waibl verzichtet auf Co-Trainerposten bei Nationalteam

Alexander Waibl verzichtet auf Co-Trainerposten bei Nationalteam

DSC-Trainer Alexander Waibl wird bei der Olympia-Qualifikation der deutschen Volleyballerinnen im Januar in Ankara (Türkei) nicht zum DVV-Trainerstab gehören.

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Quelle: M. Rietschel

Dresden. Der 47-Jährige, der in den vergangenen Wochen als einer der heißen Kandidaten gehandelt wurde, sagte dem Verband ab. Zu den Gründen wollte sich der Dresdner Meistertrainer nicht weiter äußern, sagte gestern nur: "Es waren interessante Gespräche mit dem Verband, letztlich haben unsere Vorstellungen nicht zusammengepasst. Ich bin aber damit absolut im Reinen."

Nachdem der Verband gestern seine Lösung präsentierte, liegen auch die Gründe für Waibls Absage auf der Hand. Denn der DVV übertrug dem Schweriner Coach Felix Koslowski, der mehrere Jahre unter Bundestrainer Giovanni Guidetti Co-Trainer war, die Verantwortung als Chefcoach. Sein Assistent wird jetzt der Münsteraner Trainer Andreas Vollmer.

In den Gesprächen, die der DVV zuvor mit Alexander Waibl geführt hatte, war von einer "Doppelspitze" für die Olympia-Qualifikation die Rede gewesen. Dabei hätten beide als gleichberechtigte Partner auf Augenhöhe ihre Qualitäten und Stärken einbringen können. Und die hat der gebürtige Stuttgarter in den vergangenen Jahren zur Genüge unter Beweis gestellt. Schließlich holte er mit dem DSC schon 2010 Pokalsieg und Challenge-Cup, stand fünfmal in Folge im Finale um die deutsche Meisterschaft, die er mit den DSC-Damen 2014 und 2015 gewann. Dazu sammelt er seit fünf Jahren mit seinem Team internationale Erfahrungen in der Champions League, erreichte 2014 im CEV-Cup das Halbfinale und in der abgelaufenen Saison die Play-offs in der Königsklasse. In der Frauen-Bundesliga ist er damit derzeit der mit Abstand erfolgreichste Trainer.

Und Waibl hatte für diese ursprüngliche Variante seine prinzipielle Bereitschaft signalisiert, bekam dafür die Rückendeckung des DSC. Als der Verband jedoch davon abrückte und ihm am Sonntag die Assistentenstelle hinter Koslowski anbot, lehnten der DSC-Trainer und auch der Verein ab. Jörg Dittrich, Vorstandsvorsitzender der DSC-Volleyballerinnen, meinte dazu: "Wir als DSC hätten unseren Meistertrainer gern für die schwierige Mission Olympia-Qualifikation ausgeliehen - obwohl es das Erreichen unserer eigenen Ziele sicherlich nicht erleichtert hätte. Nun hat sich der Verband entschieden, auf eine andere Lösung zu setzen und damit auf Alex' Impulse in verantwortlicher Position zu verzichten. Das respektieren wir."

Dabei ist die Aufgabe im Januar in Ankara eine knallharte. Denn bei diesem Turnier qualifiziert sich nur der Sieger für Rio, der Zweit- und Drittplatzierte bekommt bei einem weiteren Turnier in Japan eine letzte Chance. Schon in der Vorrunde treffen die DVV-Frauen in Ankara auf die beiden Mitfavoriten Niederlande (mit Giovanni Guidetti) und Türkei sowie auf Kroatien. In der anderen Gruppe spielen Russland, Italien, Polen und Belgien.

Astrid Hofmann

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