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Los Angeles unterstützt Olympia-Doppelvergabe

Olympia Los Angeles unterstützt Olympia-Doppelvergabe

Eine Doppelvergabe der Olympischen Spiele für 2024 und 2028 an Paris Los Angeles rückt näher. LA signalisierte nun auch Unterstützung für diese Idee. Möglicherweise muss die IOC-Session im September in Lima nur darüber entscheiden, welche Stadt den Anfang macht.

Eric Garcetti, der Bürgermeister von Los Angeles, spricht während einer Pressekonferenz zur Bewerbung der Stadt um die Olympischen Spiele 2024.

Quelle: Jae C. Hong

Los Angeles. Der deutsche IOC-Präsident Thomas Bach könnte mit seiner Initiative, die Olympischen Spiele für 2024 und 2028 an Los Angeles und Paris zu vergeben, Erfolg haben. Nach erster Skepsis unterstützt nun auch der Bürgermeister von Los Angeles diese Idee.

"Ich denke, es wäre wirklich eine elegante Lösung und könnte mehr Städte inspirieren, über Olympische Spiele nachzudenken", erklärte Eric Garcetti dem Sportbranchendienst "insidethegames".

Auch das Pariser Bewerbungskomitee ist offen für eine Doppelvergabe - hat selbst aber nur Interesse am ersten Termin. "Wir können '28 nicht akzeptieren", hatte der Co-Chef des Bewerbungskomitees, Tony Estanguet, jüngst in London gesagt. "Wir sind einverstanden, wenn das IOC zwei Spiele beim gleichen Treffen in Lima vergeben will."

Das Stadtoberhaupt von Los Angeles hat ebenso die Präferenz, den Zuschlag der Spiele 2024 zu erhalten, lehnt aber nicht strikt eine Ausrichtung vier Jahre später ab. "Natürlich wollen wir es 2024 machen. Selbstlos denke ich, dass es besser für die Olympische Bewegung wäre, erst unsere Art von wirtschaftlich nachhaltigen Spielen in Los Angeles zu zeigen", sagte Garcetti. "Ich glaube aber absolut auch an ein Szenario, bei dem Paris oder Los Angeles einen stärkeren Gewinn 2028 als 2024 haben könnte."

Man hätte mehr Zeit und mehr Ressourcen, um in der Stadt ein größeres Erbe zu hinterlassen, als wenn man alles schneller organisieren müsste. "Es würde auch der Olympischen Bewegung mehr Zeit geben, mehr über den ganzen Bewerbungsprozess nachzudenken", sagte Garcetti. Es sei zwar ein starkes Verfahren, könne aber verbessert werden. Schließlich würden Millionen von Dollars für eine ganze Menge Bewerber ausgegeben, am Ende aber nur ein Gewinner gekürt. "Das ist nicht gut für die Olympische Bewegung", meinte Garcetti.

Unterdessen ist die Evaluierungskommission des IOC in der US-Westküstenmetropole Los Angeles für eine dreitägige Inspektion der Olympia-Bewerberstadt eingetroffen. Im Anschluss geht es für die Kommission, die vom Schweizer Patrick Baumann geleitet wird, weiter nach Paris.

Gewählt werden sollte auf der IOC-Session im September in Lima zunächst nur die Olympia-Stadt für 2024. Möglich ist nun, dass auch die Sommerspiele für 2028 an einen der beiden Kandidaten vergeben und lediglich über die Reihenfolge der Ausrichtung entschieden wird. Boston, Hamburg, Rom und Budapest waren aus dem Bewerberrennen ausgestiegen.

dpa

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