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Siebenkämpferin Schäfer glänzt im "Mehrkampf-Mekka"

Leichtathletik Siebenkämpferin Schäfer glänzt im "Mehrkampf-Mekka"

Im Mehrkampf haben die herausragenden Athleten der vergangenen Jahre wie Weltrekordler Ashton Eaton aufgehört. In der neuen Hirarchie steht auch Carolin Schäfer weit oben - die deutschen "Könige der Athleten" kämpfen noch um den Anschluss.

Damian Warner war in Götzis schnellster Zehnkämpfer über 100 Meter.

Quelle: Expa/Peter Rinderer

Götzis. Die Olympia-Fünfte Carolin Schäfer liegt nach einem glänzenden ersten Tag in Götzis auf WM-Kurs und zählt für London nun zu den Medaillenkandidatinnen im Siebenkampf.

Die 25 Jahre alte Frankfurterin hielt nach vier Disziplinen als Dritte mit 4053 Punkten Tuchfühlung zum Führungsduo. "Mir fehlen die Worte. Manchmal läuft’s einfach. Das war heute ein Wettkampf im Flow", sagte Schäfer am Samstagabend voller Begeisterung über ihren Auftritt beim "Mehrkampf-Mekka" in Österreich.

Bei den Zehnkämpfern waren Rico Freimuth und Mathias Brugger bei Halbzeit Sechster und Siebter. Der WM-Dritte von 2015 aus Halle/Saale hält dennoch Kurs auf die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im August in London. Er sammelte in fünf Disziplinen 4289 Punkte, nur einen Zähler dahinter liegt der Ulmer Brugger. Die Führung übernahm erwartungsgemäß Vize-Weltmeister Damian Warner mit 4532 Zählern vor seinem kanadischen Landsmann Pierce Lepage (4379).

"Ich war extrem nervös, gerade wegen letztes Jahr", sagte Freimuth, der 2016 alle drei Zehnkämpfe, darunter bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro, abbrechen musste. Der Olympia-Dritte Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) fehlte wegen einer Sprunggelenkverletzung ebenso wie der erkrankte Routinier Arthur Abele aus Ulm. Die beiden wollen sich am 24./25. Juni in Ratingen für die WM qualifizieren. Der herausragende Zehnkämpfer der vergangenen Jahre, Ashton Eaton (USA), Weltrekordler und Olympiasieger von 2012 und 2016, war im Vorjahr zurückgetreten.

Schäfer kam am ersten Tag auf 4053 Punkte. Die Führung übernahm die Britin Katarina Johnson-Thompson mit 4059 Zählern vor Olympiasiegerin Nafissatou Thiam (4056). Schäfer rannte zum Auftakt die 100 Meter Hürden in der persönlichen Bestzeit von 13,09 Sekunden und überwand im Hochsprung erstmals die 1,86 Meter. Auch im Kugelstoßen überzeugte die 25-Jährige mit 14,76 Metern. Über 200 Meter sprintete sie dann auf der neuen Bahn im Möslestadion in 23,36 Sekunden ebenfalls persönliche Bestzeit.

Nach dem Rücktritt der London-Olympiasiegerin und dreifachen Weltmeisterin Jessica Ennis-Hill (Großbritannien) sowie der zweimaligen Vize-Weltmeisterin Brianne Theisen-Eaton (Kanada) werden die Karten an der Weltspitze neu gemischt. Schäfer hat sich für die Leichtathletik-WM im August in London eine Medaille als Ziel gesetzt.

Claudia Salman-Rath (Frankfurt/Main) belegt im Zwischenklassement Rang neun mit 3763 Punkten und steuert ebenfalls auf WM-Kurs. Jennifer Oeser aus Leverkusen beendete den Wettkampf vorzeitig.

dpa

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