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Füchse Berlin selbstbewusst vor Topspiel gegen Flensburg

Handball Füchse Berlin selbstbewusst vor Topspiel gegen Flensburg

Die Füchse Berlin spielen bisher eine überragende Saison in der Handball-Bundesliga. Jetzt empfängt der Tabellenführer die SG Flensburg-Handewitt zum Topspiel. Vom Ausgang der Partie hängt einiges für den weiteren Saisonverlauf ab.

Die Füchse Berlin um Cheftrainer Velimir Petkovic (M.) gehen selbstbewusst ins Topspiel gegen Flensburg.

Quelle: Annegret Hilse

Berlin. Die Ausgangslage verspricht Brisanz: Die Füchse Berlin wollen, die SG Flensburg-Handewitt muss. Sollte die SG das Topspiel der Handball-Bundesliga am Donnerstag (19.00 Uhr) verlieren, wären die Füchse noch weiter weg.

Die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic hat vier Pluspunkte Vorsprung auf die Norddeutschen, steht an der Tabellenspitze - und will diese mit aller Macht verteidigen. "Natürlich ist es unser Anspruch, dass wir die Heimspiele gewinnen wollen", sagt Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning.

Die Berliner spielen bisher eine überragende Saison. Vor dem Duell mit den drittplatzierten Flensburgern, die eine Partie weniger absolviert haben, strotzen die Füchse vor Selbstbewusstsein. Von ihren bisher zwölf Spielen haben sie nur eines verloren, in ähnlich starker Form präsentiert sich in dieser Saison bisher nur Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen. Die SG dagegen hat schon zwei Pleiten auf dem Konto, für den schwächelnden Rekordmeister THW Kiel scheinen die Titelträume nach einer bisher enttäuschenden Spielzeit bereits erledigt. Die große Chance für die Füchse?

"Wenn wir Flensburg schlagen, ist alles möglich", sagte Rückraumspieler Petar Nenadic. Manager Hanning spricht in der "Sport Bild" sogar schon verhalten von der Meisterschaft. "Ich würde unseren Fans sehr gerne den Titel schenken", gab der Funktionär zu. Hanning hat die Füchse über Jahre vor allem dank kluger Personalentscheidungen zu einem Spitzenclub der HBL geformt. Einer seiner überraschendsten Schachzüge war im vergangenen Dezember die Beurlaubung von Trainer Erlingur Richardsson, ein ruhiger Isländer, auf den der markige Petkovic folgte.

"Ich suche immer etwas, um das Team zu reizen und dadurch besser zu machen", sagt Petkovic. Der 61 Jahre alte Trainerfuchs überzeugt die Mannschaft mit klaren Ansprachen, vorab schwächelnde Akteure wie Nationalspieler Steffen Fäth brachte Petkovic wieder in die Spur. Vor allem der Serbe Nenadic blüht unter Petkovic auf. Mit bisher 78 erzielten Treffern ist der 31-Jährige bislang bester Liga-Torschütze. Nenadic wird bereits von europäischen Topclubs wie Veszprém umworben. Andere Füchse-Akteure wie Kevin Struck treten gerade erst ins Rampenlicht.

Der 20-Jährige steht sinnbildlich für die Philosophie der Berliner, die großen Wert auf die Jugendarbeit legen. In den vergangenen Wochen spielte der ehemalige Jugendspieler so stark, dass ihm wie auch Fabian Wiede oder Paul Drux künftig der Sprung ins Nationalteam zugetraut wird. Petkovic, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, setzt gezielt auf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs.

Anders würde das bei den Füchsen aber auch nicht funktionieren. "Wenn Petko in die Champions League kommt, aber unsere Jugendlichen nicht integriert, wäre sein Vertrag nicht verlängerbar", macht Hanning deutlich. Petkovic bekommt den Spagat zwischen sportlichem Erfolg und der Fokussierung auf den eigenen Nachwuchs bisher außerordentlich gut hin. Wie weit sein junges Team schon ist, wird sich spätestens gegen die erfahrenen Flensburger zeigen.

dpa

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