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Deutsche Nationalmannschaft baut auf ihren Kapitän

Handball Deutsche Nationalmannschaft baut auf ihren Kapitän

Erst am Donnerstagabend war Uwe Gensheimer zurück bei den deutschen Handballern - und stieg direkt ins Training ein. Beim WM-Auftakt am Freitag gegen die Ungarn wird er gleich gefordert sein. Ein anderer Außenspieler droht das erste Spiel zu verpassen.

Uwe Gensheimers Fähigkeiten sind gleich zum WM-Auftakt gleich im Spiel gegen Ungarn gefordert.

Quelle: Marijan Murat

Rouen. Kapitän Uwe Gensheimer ist unmittelbar nach seiner Rückkehr ins Abschlusstraining der deutschen Handballer eingestiegen. Anstatt einen Zwischenstopp im Hotel zu machen, ließ sich der 30-Jährige nach sechseinhalb Stunden im Auto direkt in die Arena in Rouen fahren.

"Wir werden ihn sicher sofort brauchen, das steht außer Frage", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson einen Tag vor dem ersten Gruppenmatch am Freitag gegen Ungarn. "Er macht soweit einen ganz guten Eindruck. Ich hoffe, dass er sich jetzt auf Handball konzentrieren kann", sagte Teammanager Oliver Roggisch, der mit Gensheimer unterwegs war.

Nach dem Tod seines Vaters und einigen Tagen bei seiner Familie hatte sich der 30-Jährige erst am Donnerstag von Mannheim auf den Weg nach Rouen gemacht. Und gleich zu Beginn des Turniers könnte die ganze Verantwortung auf seiner Position auf ihm lasten, da in Rune Dahmke der zweite Linksaußen in Sigurdssons Team wegen einer Grippe auszufallen droht. "Da muss man abwarten und gucken. Er wird sicher das Abschlusstraining nicht mitmachen können", sagte Sigurdsson.

Auch wie es Gensheimer nach seiner Rückkehr mental geht, bleibt abzuwarten. "Erst mal müssen wir ihn gut empfangen und schauen, dass er sich wohlfühlt", sagte Sigurdsson. Denn gegen die Ungarn braucht der Coach seinen Kapitän. Vor dem erfahrenen Team um Altstar Laszlo Nagy hat die junge DHB-Auswahl großen Respekt. Mit Ungarn treffe seine Mannschaft auf einen Gegner, der "sehr, sehr im Kommen ist", betonte Sigurdsson. "Darum haben wir Riesenrespekt."

Dem Coach werden beim WM-Auftakt nur 15 anstatt der maximal 16 erlaubten Spieler zur Verfügung stehen - weil er das selbst so entschieden hatte. Damit sind während des Turniers nicht nur zwei Wechsel möglich, sondern es gibt über das sogenannte "Late Entry" eine weitere personelle Option.

Ein Nachteil könnte aber sein, dass Sigurdsson in Kai Häfner vorerst nur über einen Linkshänder im Rückraum verfügt. "Natürlich kann das zum Problem werden, wenn was passiert", sagte er. "Aber wir trauen Kai Häfner zu, dass er alleine auf dieser Position ist." Eine frühe Nachnominierung von Weltmeister Holger Glandorf schloss er vorerst aus.

Doch der Isländer weiß, wie schnell er gerade die Erfahrung und die Fähigkeiten des 33-Jährigen benötigen könnte. Schon während der erfolgreichen EM vor einem Jahr war Sigurdsson zu Nachnominierungen gezwungen gewesen, da sich in Steffen Weinhold und Christian Dissinger wichtige Akteure verletzten. Mit Blick auf die weiteren Gruppenspiele gegen Chile, Saudi-Arabien, Weißrussland und Kroatien könnte Glandorf darum schnell eine Option werden. "Schauen wir mal", sagte Sigurdsson.

dpa

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