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Der Motor überzeugt schon einmal

E-Golf-Test Tag 1 Der Motor überzeugt schon einmal

Still und leise düst das Studentenpaar Franz und Lisa-Marie vom Hof des VW-Autohaus Dresden Reick. „Endlich ist es soweit“, freut sich Franz Herrmann und tritt auf das (Gas-)pedal. Die DNN-Leser dürfen nun eine ganze Woche lang ein modernes Elektroauto auf Herz und Nieren überprüfen.

Die Vorfreude ist groß. Am Sonnabend erhielten die DNN-Tester Lisa-Marie Scheida und Franz Herrmann ihren neuen e-Golf im VW Autohaus Reick.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Still und leise düst das Studentenpaar vom Hof des VW-Autohaus Dresden Reick. Franz Herrmann und Lisa-Marie Scheida kommen aus dem Lächeln gar nicht mehr heraus. „Endlich ist es soweit“, freut sich Herrmann und tritt auf das (Gas-)pedal. Die DNN-Leser dürfen nun eine ganze Woche lang ein modernes Elektroauto auf Herz und Nieren überprüfen. Das Gefährt: ein neuer e-Golf von VW.

Für die jungen Studenten ein ganz besonderes Highlight, gleich in zweierlei Hinsicht. „So ein neues und schickes Auto zu fahren ist toll. Außerdem wollen wir nun herausfinden, was die neuen Elektroautos schon wirklich können“, so Herrmann. Und er muss es wissen: Seit 2009 fährt der Elektrotechnikstudent  einen mittlerweile schon 20 Jahren alten Citroen Saxo electrique mit einer Reichweite von rund 60 Kilometern und entsprechend veralteter Technik.

Dass sich in diesem Punkt schon einiges getan hat, wird spätestens durch die Einweisung von VW-Mitarbeiter David Morate deutlich. Der Tacho ist voll digital mit verschiedensten Einstellungsmöglichkeiten, dazu gibt es ein großes LCD-Display in der Mittelkonsole. „Rekuperation, Eco-Modus, manueller Break-Modus, E-Manager, Navigation und diverse Einstellungen an Schalthebel und Armatur – das ganz schön viel für den Anfang“, so Franz Schneider. Doch David Morate kann beruhigen: „Das gibt sich mit der Zeit. Nach einigen Tagen sind alle Funktionen bekannt und geben dem e-Golf-Fahrer die Möglichkeit, durch verschiedene Einstellungen und Fahrstile die Reichweite noch einmal zu erhöhen.“

Franz Herrmann freut sich schon besonders auf den manuellen Break-Modus, der mit einem kurzen Tippen auf den Schaltknauf aktiviert wird und laut Morate etwas für erfahrene e-Mobil-Fahrer ist. Das Auto bremst dann automatisch ab, wenn der Fahrer vom Gas geht. „Das soll die Energierückgewinnung und damit auch die Reichweite deutlich erhöhen. Ich bin gespannt“, so Herrmann. Was definitiv ein Reichweitenkiller ist: die Klimaanlage. Diese jedoch zu deaktivieren –  zunächst ein kleines Kunststück. „In einem Untermenü eines Untermenüs haben wir nach langer Suche die Funktion entdeckt. Generell finde ich zumindest auf den ersten Blick die Menüführung ganz schön kompliziert und unübersichtlich“, sagt Lisa-Marie Scheida.

Auch die 21-jährige Medizinstudentin will sich in den Autotest einbringen, ein  reines Männervergnügen soll die Testwoche also nicht werden. „Ich werde selbstverständlich auch fahren. Ich bin vor allem auf den Stop-and-go-Verkehr in der Innenstadt gespannt und wie sehr sich das auf die Reichweite niederschlägt“, so Lisa-Marie Scheida. Rund um die gemeinsame Wohnung in Striesen gibt es momentan noch sehr begrenzte Lademöglichkeiten. „Wir haben nach unseren ersten Runden heute auch erst einmal bei meinen Eltern in Moritzburg geladen, über die normale Haussteckdose“, sagt Herrmann. In den kommenden Tagen wollen die Studenten die Infrastruktur und Lademöglichkeiten in der Stadt auskundschaften. Mit dabei haben die Studenten auch eine sogenannte Charge&Fuel Card von VW, die das Laden an fast 4000 öffentlich zugänglichen Ladepunkten einfach und Problemlos garantieren soll. „Wir werden sehen wie das klappt, oder ob wir uns noch zusätzliche Tankkarten zulegen müssen“, sagt Herrmann.

Denn dass das Studentenpaar innerhalb der Testwoche doch das ein oder andere mal Laden muss, gilt als selbstverständlich. Tritt der Fahrer beim e-Golf nämlich zu sehr aufs Gas, verringert sich die Reichweite enorm. Doch genau daran scheint Herrmann bereits Gefallen gefunden zu haben: „Der Antrieb und die Übersetzung sind einfach genial, an der Ampel lasse ich mit dem e-Golf die anderen Autos stehen. Beschleunigung und Motorleistung überzeugen mich schon einmal.“

Am Sonntag stand dann für Herrmann und Scheida ein Ausflug zum Bio-Hotel Helvetia in Schmilka und zur Bergakademie samt Elektrotankstelle in Freiberg auf den Programm. Wie sich der e-Golf in diesem ersten großen Praxistest geschlagen hat, erfahren Sie in unserer morgigen Ausgabe samt Video.

Von Sebastian Burkhardt

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