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Das sind Dresdens E-Golf-Tester

Großer DNN e-Auto-Test Das sind Dresdens E-Golf-Tester

„Eine Woche unter Strom“ lautet das Motto von Deutschlands bisher größtem e-Auto-Test des Redaktionsnetzwerk Deutschland, bei dem vom 13. bis zum 18. Mai auch zwei DNN-Leser E-Golf fahren und täglich darüber berichten. Zudem werden ihre Tageserlebnisse regelmäßig auf www.dnn.de zusammengefasst.

Franz Herrmann und Lisa-Marie Scheida schauen gespannt bei der Produktion des e-Golfes in Dresden zu. Ab dem 13. Mai werden sie selbst einen fahren.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Noch wird Franz Herrmann von seinen Freunden belächelt, wenn er mit seinem 20 Jahre alten „Citroen Saxo electrique“ vorfährt. Der 25-jährige Elektrotechnikstudent ist nämlich im wahrsten Sinne des Wortes ein Pionier der Elektromobilität, fährt seit 2009 den alten Franzosen, der bis unter die Decke mit Batterien vollgestapelt ist und maximal 80 Kilometer Fahrvergnügen garantiert. Doch das wird sich am 13. Mai schlagartig ändern. Denn gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Lisa-Marie Scheida wird Franz Herrmann für die DNN an Deutschlands bisher größtem e-Autotest teilnehmen.

Dafür stellt Volkswagen den beiden Dresdner Studenten für eine Woche einen nagelneuen e-Golf zur Verfügung. Die DNN werden die beiden bei ihren Unternehmungen durch den Alltag begleiten und täglich über deren Erkenntnisse und Erfahrungen berichten. Was der neue Antrieb wirklich alles kann und ob VWs neuestes e-Mobil wirklich schon rundum alltagstauglich ist, wollen unsere Tester herausbekommen. „Wir werden das Auto auf Herz und Nieren überprüfen und sind schon voller Vorfreude“, sagt Franz Herrmann.

Vergangene Woche besuchten die beiden jungen Dresdner bereits die e-Golf-Produktion in der Gläsernen Manufaktur, um sich auf das neue Gefährt und das kommende Abenteuer einzustellen. „Sehr beeindruckend, wie hier die neueste Technik so scheinbar einfach zu funktionierenden Autos zusammengesetzt wird. Wir sind sehr gespannt auf den e-Golf“, so Herrmann.

Die Elektromobilität an sich ist für den Dresdner nichts neues. Sein Vater ist ein großer e-Autofan und fährt selbst auch seit Jahren elektrisch angetriebene Modelle. „Er freut sich riesig für mich, dass ich jetzt den e-Golf testen darf“, so Herrmann. Mit seinem Fabel für Elektroautos hat er mittlerweile auch seine Freundin angesteckt. Während der 25-Jährige eher die geringen „Tankkosten“ schätzt, sieht die 21-jährige Medizinstudentin Lisa-Marie Scheida ganz klar den Umweltaspekt im Vordergrund. So sei zwar der produzierte Strom auch nicht vollkommen grün, doch die Elektromobilität seit der richtige Schritt in die Zukunft.

Deshalb sind die beiden gespannt, wie sich der e-Golf im großen Praxistest schlägt. Bisher zählen die beiden mit ihrem alten Elektro-Citroen ganz klar zu den Außenseitern. Doch sowohl für Herrmann als auch für Scheida steht fest, dass bereits ihr 20 Jahre altes Modell praxistauglich sei, sofern man es wirklich wolle. Bislang planen die beiden ihre gemeinsame Woche nahezu minutiös, um mit einer Reichweite von 60 bis 80 Kilometern über die Runden zu kommen. „Das klappt immer ganz gut, auch wenn es hin und wieder eng wird“, so Scheida. Das Laden in Striesen sei zudem auch sehr schwierig, vor allem mit Blick auf die veraltete Technik im Citroen – geladen wird per herkömmlicher Steckdose.

„So ein moderner e-Golf ist schon etwas anderes, als sein 20 Jahre alter Citroen. Ich bin gespannt, wie sich die Technik in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat, vor allem mit Blick auf die Alltagstauglichkeit“, sagt Herrmann. Deshalb wollen die beiden Dresdner Studenten mit dem neuen e-Mobil innerhalb der Stadt verschiedenen Möglichkeiten zum Laden erkunden.

Zudem plant die 21-jährige Medizinstudentin einen großen Ausflug mit dem neuen e-Golf, der mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern andere Möglichkeiten anbietet, als der eigene Citroen. Natürlich will man das neue Fahrzeug auch seinen Bekannten und Liebsten vorstellen. Zum wöchentlichen Tanztraining und zum Besuch bei den Eltern geht es dann auch mit dem neuen VW. „Mal sehen wie die Reaktionen so ausfallen“, sagt Franz Schneider.

Ganz klar sehen er und seine Freundin die gemeinsame Zukunft in der Elektromobilität. „Wenn der Citroen mal schlapp macht, werden wir ihn sicher durch ein neues e-Auto ersetzen“, so Herrmann. Dennoch sei der Preis von rund 36 000 Euro für ein Auto mit 300 Kilometer Reichweite wie etwa beim e-Golf noch ganz schön hoch. Vor allem als Student könne man sich so etwas derzeit nicht leisten. „Leute wie wir sind aber definitiv die Zukunft. Nach unserem Studium sind die e-Autos hoffentlich noch weiter ausgereift. Wir werden uns sicher mal eines kaufen. Deshalb freuen wir uns, jetzt für Dresden den e-Golf testen zu dürfen“, so Lisa-Marie Scheida.

An Deutschlands großem e-Autotest vom 13. bis zum 20. Mai nehmen neben den DNN noch 13 weitere Zeitungen aus dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) teil. Täglich wird sich dann auch in den DNN eine ganze Seite um das Thema e-Mobilität in Dresden drehen, angeführt vom täglichen Bericht unserer Tester. Zudem werden Franz Herrmann und Lisa-Marie Scheida täglich in einem Online-Video ihre Tageserlebnisse für die DNN-Leser auf www.dnn.de zusammenfassen.

Von Sebastian Burkhardt

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