Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Prozess gegen „Gruppe Freital“ beginnt am 7. März

Rechtsterrorismus Prozess gegen „Gruppe Freital“ beginnt am 7. März

Der Prozess gegen die sogenannte „Gruppe Freital“ wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung beginnt am 7. März in Dresden. Das Oberlandesgericht teilte am Dienstag mit, dass die Anklage des Generalbundesanwalts zur Hauptverhandlung zugelassen wurde.

Der Prozess gegen die sogenannte „Gruppe Freital“ wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung beginnt am 7. März in Dresden.

Quelle: dpa

Dresden. Der Prozess gegen die sogenannte „Gruppe Freital“ wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung beginnt am 7. März in Dresden. Das Oberlandesgericht teilte am Dienstag mit, dass die Anklage des Generalbundesanwalts zur Hauptverhandlung zugelassen wurde.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, eine terroristische Vereinigung gebildet zu haben. Sie sind weiterhin wegen versuchten Mordes oder Beihilfe zum versuchten Mord angeklagt. Zudem stehen Tatvorwürfe der gefährlichen Körperverletzung, der versuchten gefährlichen Körperverletzung, der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, der Sachbeschädigung und der Vorbereitung eines Explosionsverbrechens im Raum, so das Gericht.

Der Prozess findet unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen in der speziell umgebauten Kantine der künftigen Asyl-Erstaufnahmeeinrichtung am Dresdner Hammerweg statt. Das Verfahren wird wohl eine ganze Weile dauern. Bis jetzt sind mehr als 60 Verhandlungstage bis zum 29. September angesetzt.

Der „Gruppe Freital“ werden sieben Männer und eine Frau im Alter zwischen 19 und 38 Jahren zugerechnet. Ihnen werden zahlreiche Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, Politiker und politische Gegner in Dresden und Freital zugeordnet, unter anderem die Zerstörung des Autos eines Linken-Stadtrates, und der angriff auf ein linkes Wohnprojekt in Dresden. Mit den Anschlägen wollten die Beschuldigten laut Anklage „ein Klima der Angst und Repression“ erzeugen. Ihre Attacken hätten sie vor allem mit in Deutschland nicht zugelassenen Feuerwerkskörpern aus Tschechien verübt. Die Gruppe soll sich nach Erkenntnissen der Ermittler auch mit dem Bau von Rohrbomben beschäftigt haben.

Fünf der Verdächtigen waren im Frühling 2016 bei einem GSG9-Einsatz festgenommen worden. Die Ermittlungen waren damals intensiviert worden, nachdem der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen hatte. Die Staatsanwaltschaft Dresden hatte zuvor keine organisierten Strukturen entdeckt. Für Aufsehen hatte in den vergangenen Monaten ein weiteres Ermittlungsergebnis gesorgt: Offenbar hatte mindestens ein sächsischer Polizist den Rechtsextremen geholfen.

Von sl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Prozess Gruppe Freital
Zum ersten Mal kommt es zu einem Terrorprozess in der sächsischen Justiz.

Es ist der erste Terrorprozess der sächsischen Justiz: Sieben Männer und eine Frau stehen als mutmaßliche Mitglieder der „Gruppe Freital“ vor dem Oberlandesgericht Dresden. Der Generalbundesanwalt wirft ihnen die Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung vor. mehr

Prozess gegen rechtsextreme "Gruppe Freital"

Es ist der erste Terrorprozess der sächsischen Justiz: Sieben Männer und eine Frau stehen ab Dienstag als mutmaßliche Mitglieder der „Gruppe Freital“ vor dem Oberlandesgericht Dresden. Der Generalbundesanwalt wirft ihnen die Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung vor.

Symbolfoto

Am Dienstag beginnt in Dresden der Prozess gegen die mutmaßlichen Rechtsterroristen der „Gruppe Freital“. Laut Anklage des Generalbundesanwalts haben sich die acht Beschuldigten spätestens im Juli 2015 zu einer rechtsterroristischen Vereinigung zusammengeschlossen. Eine Chronologie der Ereignisse: mehr

Neuer Gerichtssaal in Dresden für Prozess gegen „Gruppe Freital“

Es ist einer der größten Prozesse seit der Wiedervereinigung in Dresden: Einen Monat vor Beginn des Terror-Prozesses gegen acht Mitglieder der rechtsextremen „Gruppe Freital“ hat das Oberlandesgericht den Hochsicherheits-Gerichtssaal der Öffentlichkeit präsentiert.

Der Angeklagte Mike S. wird von Justizbeamten in der Justizvollzugsanstalt in Dresden zu Prozessbeginn in den Verhandlungssaal geführt.

Es ist das erste Terrorverfahren in der Geschichte der sächsischen Justiz. Der Prozess gegen die terroristische "Gruppe Freital" beginnt am Dienstag. Die Hintergründe zur Vereinigung: mehr