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Hellerauer Gesellschaft betreibt Gaststätte im Kulturpalast

Lösung gefunden Hellerauer Gesellschaft betreibt Gaststätte im Kulturpalast

Die Würfel sind gefallen: Die König Albert Gaststättenbetriebsgesellschaft mbH betreibt die Gaststätte und das Catering im Kulturpalast. Das teilte der Vermieter der Flächen, die Stiftung Frauenkirche Dresden, auf Anfrage der DNN mit.

Die König Albert Gaststättenbetriebsgesellschaft mbH betreibt die Gaststätte und das Catering im Kulturpalast.

Quelle: Flechtner (Archiv)

Dresden. Die Würfel sind gefallen: Die König Albert Gaststättenbetriebsgesellschaft mbH betreibt die Gaststätte und das Catering im Kulturpalast. Das teilte der Vermieter der Flächen, die Stiftung Frauenkirche Dresden, auf Anfrage der DNN mit.

Das Gastronomieunternehmen besteht bereits seit 1994 und betreibt in Hellerau das Restaurant „Schmidt’s“. Begonnen hatte die Gesellschaft mit dem Restaurant „König Albert“ auf der Königstraße/Ecke Albertplatz. 2001 zog sie nach Hellerau in das Gebäudeensemble der Deutschen Werkstätten. Das „Schmidt’s“ ist nach Karl Schmidt benannt, den Gründer der Gartenstadt Hellerau.

Wie kommt die Stiftung Frauenkirche dazu, Räume im Kulturpalast zu vermieten? „Wir sind seit 2006 selbst Mieter im Kulturpalast“, erläutert Christine Kageneck, Mitglied der Geschäftsführung der Stiftung Frauenkirche Dresden. Damals hatte die Stiftung ihr Besucherzentrum im Kulturpalast bezogen. Um die Stadtkasse zu entlasten, investierte die Stiftung in die Infrastruktur des Kulturpalastes, zum Beispiel in sanitäre Anlagen. Diese Investitionen seien mit den Mietzahlungen verrechnet worden.

Als das Besucherzentrum 2013 wegen der Sanierung des Kulturpalastes ausziehen musste, nutzte die Stiftung zunächst Interimsräume auf der Weißen Gasse. 2014 konnte das Besucherzentrum in das Kirchenbauwerk umziehen. Die Stiftung benötigte die Räume im Kulturpalast nicht mehr. Der Mietervertrag läuft aber noch 19 Jahre, und es sind noch 700 000 Euro offen. „Die Stadt hätte uns auszahlen können. Das hätten wir auch akzeptiert“, erklärte die Geschäftsführerin.

Doch die Stadt hatte eine andere Idee: Während des Umbaus war die Forderung nach einer Gastronomie im Kulturpalast laut geworden. Diese war nach den ursprünglichen Plänen nicht vorgesehen. Es sollte lediglich eine Kantine für das Personal und Räume für Catering geben. Auf Initiative der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fasste der Stadtrat 2015 den Beschluss: Eine Gaststätte kann im Kulturpalast installiert werden, wenn es den städtischen Haushalt nicht belastet.

Die Stiftung Frauenkirche kam ins Spiel, die sich für eine Fortsetzung des Mietvertrags entschied und in den Einbau der Technik für eine Gaststätte investierte. Rund 1,9 Millionen Euro hat die Stiftung somit insgesamt laut Kageneck bisher in den Kulturpalast investiert. Dabei handele es sich um selbst erwirtschaftete Rücklagen und nicht um Spendenmittel, betonte sie. „Die Stadt wollte uns nicht auszahlen und durfte kein Geld in die Gaststätte investieren. Wir hatten einen Mietvertrag für Räume, die wir für die ursprüngliche Nutzung nicht mehr benötigten. Dass wir die Verantwortung für die Gastronomie übernommen haben, hat diese Probleme gelöst“, erklärte die Geschäftsführerin. Eine klassische Win-Win-Situation, wie es im Neudeutsch heißt.

Dabei erhält die Stiftung Frauenkirche die Flächen im Kulturpalast nicht geschenkt, sondern sie muss einen marktüblichen Mietzins zahlen. Die Beitreibergesellschaft des Kulturpalastes, die Kommunale Immobilien Dresen GmbH & Co. KG, veranschlage eine jährliche Summe von 182 000 Euro, so Kageneck.

Wann wird die Gaststätte eröffnen? „Wir befinden uns auf der Ziellinie. Wir wissen, dass die Flächen für das Catering pünktlich vor der Übergabe fertig werden. Bei der Gaststätte könnte es sein, dass die Fläche noch für die Zwischenlagerung von Baumaterial benötigt wird. Wir hoffen auf ein kleines Wunder, aber wahrscheinlich wird der Restaurantbetrieb erst nach dem 28. April beginnen können“, so die Geschäftsführerin.

Der Konzertsaal des Kulturpalastes soll am 28. April mit einem Festakt eröffnet werden. Die Städtischen Bibliotheken und das Kabarett Herkuleskeule sollen einen Tag später den Betrieb aufnehmen. Die Kulturverwaltung hat jetzt dem Stadtrat die Mietverträge für die Philharmonie und die Städtischen Bibliotheken vorgelegt. Danach sollen in diesem Jahr insgesamt 4,04 Millionen Euro und nächstes Jahr 4,13 Millionen Euro an die KID fließen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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