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Busse auf dem Dresdner Neumarkt sind abgebaut

Monument Busse auf dem Dresdner Neumarkt sind abgebaut

Wochenlang sorgten sie für Aufregung unter den Dresdnern, nun sind sie binnen weniger Stunden verschwunden: Die hochkant stehenden „Monument“-Busse auf dem Neumarkt sind abgebaut. Gegen 6 Uhr begannen die Arbeiten, kurz vor 11 Uhr stand der letzte Bus auf dem Tieflader in Richtung Berlin.

Gegen 11 Uhr wurde der letzte der drei Busse abgebaut.

Quelle: Stephan Lohse

Dresden. Wochenlang sorgten sie für Aufregung unter den Dresdnern, nun sind sie binnen weniger Stunden verschwunden: Die hochkant stehenden „Monument“-Busse auf dem Neumarkt sind abgebaut. Gegen 6 Uhr begannen die Arbeiten, kurz vor 11 Uhr stand der letzte Bus auf dem Tieflader in Richtung Berlin. Bis 16 Uhr sollen die Restarbeiten abgeschlossen sein. Unter anderem muss noch der Betonsockel abgebaut werden, auf dem die entkernten ehemaligen Linienbusse standen, bevor am Abend das Filmfest die Fläche übernimmt.

Im kalten Dauerregen verlief der Abbau störungsfrei. Nacheinander wurden die Fahrzeuge aus der Verankerung gelöst und an zwei Kränen befestigt. Die hoben die Busse dann leicht an, um sie sanft zurück in die Horizontale zu bewegen und auf Tiefladern abzusetzen. Nur wenige ältere Dresdner und einige Touristen verfolgten das Geschehen vom Rand aus. Die Polizei war vor Ort, musste aber nicht aktiv werden.

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Das Kunstwerk „Monument“ auf dem Dresdner Neumarkt ist abgebaut. Am Dienstagmorgen begann die Demontage der drei Busse, die der deutsch-syrische Künstler Manaf Halbouni hatte aufstellen lassen. Das Kunstwerk wird nun direkt nach Berlin gebracht.

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Das war beim Aufbau noch ganz anders. Schon im Vorfeld hatte es wüste Drohungen und Beschimpfungen gegeben, bis hin zu Morddrohungen gegen Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Vorrangig Pegida-Anhänger liefen Sturm gegen das Kunstwerk, schimpften von „Schande“, „Schrott“ oder im Nazi-Jargon von „entarteter Kunst“. Die offizielle Eröffnung war von Störern komplett niedergebrüllt worden. Erst nach mehreren Wochen kehrte langsam Ruhe ein. Für das abschließende Bürgerforum, an dem auch der im Exil lebende Bezirksbürgermeister von Ost-Aleppo, Brita Hagi Hasan, teilnahm, interessierten sich kaum noch Bürger.

Nun gehen die Busse als Leihgabe an der Maxim Gorki Theater in Berlin. Wohin es danach geht, ist noch unklar. Das Kunsthaus Dresden hat nach eigenen Angaben mehrere Anfragen. In jedem Fall wird das Kunstwerk nach Dresden zurückkehren. Die Bundeswehr koordiniert nicht nur den Transport in die Hauptstadt, sie wird die Busse zwischen den Ausstellungsorten auch jeweils im Depot des Militärhistorischen Museums in der Albertstadt lagern.

Von fs/sl

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