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Wahlkampf von Gregor Gysi in Dresden mit Hindernissen

Bundestagswahl Wahlkampf von Gregor Gysi in Dresden mit Hindernissen

Vor mehreren Hundert gespannten Zuhörern hat Gregor Gysi am Montagabend in Dresden Wahlkampf für die Linke gemacht. Eine Stunde lang plauderte der Star der ostdeutschen Linken über Wahlprogramm und soziale Forderungen. Und das – in Dresden inzwischen eine Seltenheit – ohne Störungen durch „besorgte Bürger“.

Gregor Gysi in Dresden

Quelle: sl

Dresden. Vor mehreren Hundert gespannten Zuhörern hat Gregor Gysi am Montagabend in Dresden Wahlkampf für die Linke gemacht. Eine Stunde lang plauderte der Star der ostdeutschen Linken über Wahlprogramm und soziale Forderungen. Und das – in Dresden inzwischen eine Seltenheit – ohne Störungen durch „besorgte Bürger“.

Vor mehreren Hundert gespannten Zuhörern hat Gregor Gysi am Montagabend in Dresden Wahlkampf für die Linke gemacht. Eine Stunde lang plauderte der Star der ostdeutschen Linken über Wahlprogramm und soziale Forderungen.

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Dabei stand Gysis Auftritt am Goldenen Reiter unter keinem guten Stern. Den um 18 Uhr hatten die Organisatoren ihr zu diesem Zeitpunkt noch viel zahlreicheres Publikum erst einmal nach Hause schicken müssen. Denn der Bundestagsabgeordnete und ehemalige Fraktionschef hatte sich kräftig verspätet. Erst mit 90 Minuten Verzögerung stand der Berliner schließlich auf der Bühne. Und erstaunlich viele Besucher waren pünktlich zurückgekehrt.

Sie erlebten einen Politiker, der eloquent und charmant über linke Forderungen und Befindlichkeiten parlierte. Gysi forderte das Ende der Russland-Sanktionen, eine härte Gangart gegenüber den USA, geißelte als „Mauer-Geschädigter“, dass Europa jetzt neue Mauern aufzieht, kritisierte Kriegseinsätze und Waffenexporte.

Die Gefahren des Neoliberalismus, Reichensteuer, Beschränkung der Leiharbeit oder kostenfreie Kitas – nach und nach ging es einmal quer durchs linke Wahlprogramm. Dieses möchte Gysi nach eigenen Angaben auch umsetzen. An der Linken werde rot-rot-grün nicht scheitern, versprach er. „Wer nicht kompromissfähig ist, ist nicht demokratiefähig“, mahnte er. Realistisch sei das Linksbündnis jedoch nicht, so Gysi. Das liege zum einen an den Umfragen, zum anderen an der SPD, die sich bereits vor der Wahl unglaubwürdig gemacht habe, als sie die gemeinsame Mehrheit mit Linken und Grünen nicht genutzt habe, um Wahlkampfforderungen bereits jetzt umzusetzen.

Das Publikum lauschte Gysi gebannt, wobei wohl auch die sehr leise Soundanlage dafür sorgte, dass es weitgehend mucksmäuschenstill war. Selbst der kurz einsetzende Regen sorgte nicht für Fluchtbewegungen. Auch Störungversuche aus dem rechten Spektrum blieben aus. Zwar waren bis zum geplanten Start auch diverse Menschen aus dem Pegida-Umfeld vor Ort, zur Gysi-Rede war der Neustädter Markt jedoch komplett in der Hand der Linken.

sl

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