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Medizintechnik Saegeling hilft Frühchen beim Start ins Leben

Für den DNN-Wirtschaftspreis nominiert Medizintechnik Saegeling hilft Frühchen beim Start ins Leben

Service am Patienten – sowohl im Krankenhaus als auch Daheim – leistet die Saegeling Medizintechnik Service und Vertriebs GmbH aus Heidenau und das bereits seit 55 Jahren. „Wir sind ein Dienstleister“, sagt Firmeninhaber und Geschäftsführer Uwe Saegling. Die Palette an Produkten, die das Unternehmen deutschlandweit liefert, ist breit.

Uwe Saegeling hat 1996 das Medizintechnikunternehmen von seinem Vater übernommen. Die Mitarbeiterzahl wuchs seither von sieben auf 150 Beschäftigte.

Quelle: Anja Schneider

Heidenau. Service am Patienten – sowohl im Krankenhaus als auch Daheim – leistet die Saegeling Medizintechnik Service und Vertriebs GmbH aus Heidenau und das bereits seit 55 Jahren. „Wir sind ein Dienstleister“, sagt Firmeninhaber und Geschäftsführer Uwe Saegling. Die Palette an Produkten, die das Unternehmen mit Sitz an der Ernst-Thälmann-Straße deutschlandweit liefert, ist breit. Sie reicht von der Neonatologie, also technische Gerätschaften für die Intensivmedizin von Früh- und Neugeborenen, über Narkose- und Beatmungstechnik sowie Schlafmedizin bis hin zur Radiologie. Hierzu zählen alle Geräte rund um einen Magnetresonanztomographen (MRT). „Wir sind deutscher Marktführer beim MRT-kompatiblen Patientenüberwachungsmonitor“, sagt der 51-Jährige.

Den Grundstein zum Familienbetrieb hat sein Vater gelegt. „1962 machte er sich selbstständig und eröffnete am 1. Juli des Jahres die Gerhard Saegeling Elektromedizin“, berichtet sein Sohn, der seit 21 Jahren die Geschicke des Unternehmens lenkt. Anfangs reparierte der Familienbetrieb „nur“ medizintechnische Geräte. Heute versorgt er zum einen Kliniken mit Technik, baut diese vor Ort auf und kümmert sich mit einem 24-Stunden-Notfallservice um Wartung und schnelle Reparatur. Zum anderen gehören Krankenkassen zum zweiten großen Kundenkreis neben Krankenhäusern. Sie kommen auf das Heidenauer Unternehmen zu, wenn es darum geht, gesundheitlich angeschlagene Menschen mit Beatmungstechnik sowie Sauerstoff in ihren eigenen vier Wänden zu versorgen. Bei 50000 Patienten hat der Heidenauer mit seinem Team bereits Atemunterstützung geleistet und leistet sie mit Wartungs- und Reparaturservice immer noch.

Uwe Saegling stieg 1991 nach seinem Studium der Medizintechnik an der TU Chemnitz in den elterlichen Betrieb ein. Fünf Jahre später hat er die Firma übernommen. „Einschließlich mit mir waren wir 1996 sieben Mitarbeiter“, erinnert er sich. Ein kontinuierlicher Wachstumskurs setzte ein. Neben dem Stammsitz entstand im Jahr 2008 ein neues Bürogebäude, 2012 weihte Saegeling ein Logistikzentrum ein. Rund 150 Mitarbeiter zählt er heute zu seiner Unternehmensgruppe.

Saegeling Medizintechnik ist mit Standorten in Brünn und Bratislava in den Ländern Tschechien und Slowakei vertreten. Über den Freistaat Sachsen legt sich zudem ein Netz von zehn Filialen, um nah an den Patienten bei der Homecare-Versorgung zu sein. Demnächst kommen in Hoyerswerda sowie mit Cottbus auch eine in Südbrandenburg hinzu. Zur Firmengruppe gehören außerdem Cordamed, das Softwarebüro Renner in Kamenz sowie eine Sportbetriebs- und Sportimmobiliengesellschaft. Uwe Saegeling ist Präsident des HC Elbflorenz. Für seine Handballer ließ er die Ballsportarena in Dresden bauen.

Mit der Neonatologie ist das Unternehmen groß geworden. Bis heute versorgt Saegeling Medizintechnik Säuglings-Stationen mit Brutkästen. Brutkasten sei nicht das richtige Wort. „Es handelt sich um Säuglingsinkubatoren“, klärt der Vater von zwei Töchtern auf. „Wir liefern alles, was man an Geräten benötigt, um den kleinen Patienten, die zu früh auf die Welt gekommen oder erkrankt sind, den Start zu erleichtern“, führt Saegling weiter aus. Einen Namen hat er sich auch im Bereich der Radiologie gemacht. Um einen Magnetresonanztomographen existieren starke Magnetfelder, in deren Umkreis normale Messgeräte nicht funktionieren. Spezialtechnik ist von Nöten, die Saegeling im Angebot hat. Machte er im ersten Jahr als Geschäftsführer einen Jahresumsatz von rund 1,8 Millionen Euro, lag er zwanzig Jahre später bei rund 30 Millionen Euro in 2016.

Auch wenn Saegeling noch lange nicht ans Aufhören denkt, macht er sich doch Gedanken über die weitere Zukunft. Sein Wunsch ist, dass einmal die dritte Generation den Familienbetrieb lenkt und eine oder gar beide Töchter in das Medizintechnik-Geschäft einsteigen.

Von Silvio Kuhnert

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