Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Google+
DNN-Wirtschaftspreise für Saegeling Medizintechnik, Groli und Windelmanufaktur

Kammer-Präsident warnt vor Bürokratiemonstern DNN-Wirtschaftspreise für Saegeling Medizintechnik, Groli und Windelmanufaktur

Die Saegeling Medizintechnik aus Heidenau hat sich in diesem Jahr unter zehn Nominierten Rang 1 gesichert und den DNN-Wirtschaftspreis „So geht’s aufwärts“ gewonnen. Auf Platz 2 kam die Groli-Schädlingsbekämpfung aus Dresden, auf Rang 3 die Windelmanufaktur Stephanie Oppitz aus Dresden.

1. Platz: Uwe Saegeling von der Saegeling Medizintechnik (2.v.r.) mit DNN-Chefredakteur Dirk Birgel, Wirtschaftsminister Martin Dulig und Heiko Lachmann, Vorstand der Ostsächsischen Sparkasse Dresden (v.l.).
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Vor einer bürokratischen Überforderung der sächsischen Wirtschaft hat der Dresdner Handwerkskammer-Präsident Jörg Dittrich während der Verleihungsfeier zum DNN-Wirtschaftspreis am Mittwochabend im Hotel „Taschenberg Kempinski“ gewarnt. „Gewerbeabfall-Verordnung, Aufzeichnungspflichten für den Mindestlohn, die neue Datenschutz-Grundverordnung… das sind bürokratische Monster“, sagte er. Gerade in kleineren Betrieben hätten die Unternehmer dadurch das Gefühl, über all dem staatlich eingeforderten Papierkram kaum noch Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben zu haben. „Das erzeugt Wut“, berichte der Präsident. „Viele Unternehmer fragen sich da nur noch: Könnt Ihr uns nicht einfach arbeiten lassen?“

Damit diese Wut nicht weiter wachse, reiche allein ein „Nachsteuern“ nicht, dafür sei ein grundsätzliches Umdenken in der Politik nötig, sagte Dittrich mit Blick auf Martin Dulig (SPD). Der sächsische Wirtschaftsminister hatte zuvor während der Verleihungsfeier einen „zweiten neuen Deal“ gefordert. Als ursprünglicher „New Deal“ gelten die Wirtschafts- und Sozialreformen des einstigen US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt, der unter anderem die US-Unternehmer stärker in die gesellschaftliche Pflicht im Sinne eines Wohlstands für alle genommen hatte. Ein neuer Schwung im Land sei möglich, wenn alle Sachsen mehr Eigenverantwortung übernehmen, erneuerte Dulig eine frühere Forderung. „Es gibt die Erwartung, dass der Staat alles regelt, alle Probleme löst“, sagte der Minister. „Das aber überfordert den Staat.“ Beispiele für eine neue Kultur der Eigenverantwortung sehe er gerade auch bei den Preisträgern des DNN-Wirtschaftspreises und allen nominierten Betrieben. „Die Unternehmen, die wir heute ehren, gehen mit Mut und Engagement bereits neue Wege“, betonte Minister Dulig in einer Laudatio. „Sie sind die Vorbilder, dass Wandel nicht gleich Gefahr, sondern auch neue Chancen bedeuten kann.“

2

2. Platz: Franz, Astrid und Thomas Böttger sowie Marco Müller von der „GROLI-Schädlingsbekämpfung.

Quelle: Dietrich Flechtner

Die erstplatzierte Saegeling Medizintechnik aus Heidenau beispielsweise hat sich nicht nur durch eine starke wirtschaftliche Entwicklung einen Namen gemacht, betonte Vorstand Heiko Lachmann von der Ostsächsischen Sparkasse Dresden (OSD). Auch das gesellschaftliche Engagement von Geschäftsführer Uwe Saegeling, der den 1962 gegründeten väterlichen Betrieb nach der Wende ausbaute und zu internationalen Erfolgen führte, seit beispielhaft. Als Präsident des HC Elbflorenz habe er den Handballclub in eine neue Liga geführt, als sportbegeisterter Unternehmer habe er in Dresden eine moderne Handballhalle gebaut, sich aber auch im Förderverein der Semperoper und bei den Heidenauer Lebensrettern engagiert. Saegeling selbst habe es einmal so formuliert, berichtet Lachmann: „Ich will dieser Gesellschaft als erfolgreicher Unternehmer gern etwas zurückgeben und der Sport ist eine gute Möglichkeit dafür“.

Auch die Zweitplatzierten haben mehr als nur kurzfristige Profite vor Augen. Thomas Böttger und Marco Müller agieren als Unternehmer mit Weitblick: Die der „Groli-Schädlingsbekämpfung“ aus Dresden investieren viel in die Aus- und Weiterbildung ihrer Belegschaft. Denn sie wissen: Gute Leute sind Gold wert. „Die konsequente Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter ist eine der Säulen für den Erfolg der Sachsen“, schätzte Kammerpräsident Dittrich ein. Und er lobte auch die Innovationskraft der Grolis: Obzwar in einer uralten Branche tätig, haben sie ihr Gewerk immer neu durchdacht und sich mit digitalen Mäusefallen und anderen Neuerungen weit über Sachsen hinaus einen Namen gemacht.

3

3. Platz: Stephanie Oppitz, Gründerin der „Windelmanufaktur“, wird umrahmt von Martin Dulig (l.) und Dirk Birgel.

Quelle: Dietrich Flechtner

Auch die dritte Preisträgerin, Stephanie Oppitz, hat ein eigentlich schon lange bekanntes Produkt neu erfunden und hat aus dieser Idee heraus eine erfolgreiche „Windelmanufaktur“ in Dresden geformt: Sie entwickelte eine wiederverwendbare Stoffwindel, die extrem haltbar, nachhaltig – und sogar für Männer verständlich sei, würdigte Präsident Günter Bruntsch von der Industrie- und Handelskammer Dresden die Gründerin der drittplatzierten Windelmanufaktur. „Es ist für mich immer wieder faszinierend, wie ein jahrhunderte-altes Produkt regelmäßig neu erfunden werden kann: durch Innovationen und pfiffige Ideen.“

Von Heiko Weckbrodt

Voriger Artikel
Mehr aus Wirtschaftspreis So geht’s aufwärts“

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

"DNN Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, das Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zusätzlich zu Ihrer Tageszeitung und dem Webangebot der DNN, das weiterhin kostenlos bleibt. mehr

Magicpaper

Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte für Ihr Smartphone oder Tablet-PC zur Verfügung! mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.