Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Kunst gegen Spende: Rekorderlös bei der 20. DNN-Kunstauktion

Dresdner helfen Dresdnern Kunst gegen Spende: Rekorderlös bei der 20. DNN-Kunstauktion

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" - mit diesem Zitat von Erich Kästner eröffnete am Dienstagabend Sparkassenchef Joachim Hoof die - man kann schon behaupten: zur Tradition gewachsene - DNN-Kunstauktion. Die Aktion feiert in diesem Jahr ein Jubiläum.

Voriger Artikel
102 Arbeiten von 75 Künstlern: Bilder für DNN-Kunstauktion hängen
Nächster Artikel
DNN-Spendenaktion "Dresdner helfen Dresdnern"

Schwingt den Hammer: Auktionator Gisbert Porstmann.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" - mit diesem Zitat von Erich Kästner eröffnete am Dienstagabend Sparkassenchef Joachim Hoof die - man kann schon behaupten: zur Tradition gewachsene - DNN-Kunstauktion. Die Aktion feiert in diesem Jahr ein Jubiläum, denn bereits zum 20. Mal wurden im Sparkassenhaus am Güntzplatz Kunstwerke für den guten Zweck versteigert. Insgesamt 102 Werke von 75, zum Großteil Dresdner Malern, Grafikern, Fotografen und Bildhauern kamen unter den Hammer - deutlich mehr als noch 2014.

20. Kunstauktion der Dresdner Neuesten Nachrichten - Sie haben keine Berechtigung dieses Objekt zu betrachten.

Im Fokus stand an diesem Abend nicht die Kunst, sondern der gute Zweck. "Spenden Sie und Sie bekommen auch noch ein Stück Kunst dazu", betonte Gisbert Porstmann, Chef der Museen der Stadt und erfahrener Auktionator. Der Großteil des Erlöses geht traditionell an die DNN-Weihnachtsaktion "Dresdner helfen Dresdnern", die in diesem Jahr wieder Obdachlose, chronisch kranke Kinder, Jugendliche in sozialen Notlagen und erstmals auch die Integration von Flüchtlingen unterstützt. Partner der Aktion sind die Ostsächsische Sparkasse Dresden und der Freundeskreis Städtische Galerie Dresden - Atelierbegegnung e.V., der ein Drittel des Reinerlöses erhält.

Eingeläutet wurde die Auktion mit dem Gemälde "Wattenmeer bei Dangast" vom Dresdner Schwergewicht Hubertus Giebe. Erlös: 1000 Euro. "Ein schöner Einstieg", findet auch Auktionator Porstmann. Ein hitziges Duell leisteten sich mehrere Bieter um "Aus Daraa", einem skulpturartigen Werk aus Beton und Stahl des in Dresden lebenden syrischen Künstlers Manaf Halbouni, das bei einem Einstiegsgebot von 750 Euro schlussendlich stolze 2000 Euro erzielte. Neben Halbouni tummelten sich eine Vielzahl namhafter Künstler auf der Auktionsliste, zum Beispiel der Maler und Galerist Holger John, der mit gleich zwei skurrilen Zeichnungen ("Maskuliner Fürstenzug" und "Femininer Fürstinnenzug", beide für 500 Euro) an den Start ging, oder der Maler Max Uhlig, dessen Tuschezeichnung "Jugendliches Bildnis von Heinrich von Kleist" für 900 Euro den Besitzer wechselte. Doch neben populären Namen waren ebenso aufstrebende Talente vertreten wie die Kunststudentin Wiebke Herrmann ("Der Golfprofi", 320 Euro), Lisa Pahlke mit "Geglättet" (1500 Euro) oder Tanja Pohl mit "Mechanik III" (750 Euro), von der Auktionator Gisbert Porstmann verspricht, dass sie "eine bedeutende Entwicklung nehmen wird". Auch für ein schmales Budget konnten Kunstliebhaber am Abend einige Schätze ergattern - unter anderem Theo Böttgers Aquarell "Dämmerung", das für 360 Euro über den Auktionstisch ging, oder die feine Bleistiftzeichnung aus der Serie "Frühling im Prießnitzgrund" (340 Euro) des Dresdner Künstlers Lutz Bleidorn - laut Porstmann "ein kleines delikates Stück".

Ein kleines Highlight - mehr aber eine rührende Geste, die den Zeitgeist getroffen hat - war eine Zeichnung eines syrischen Flüchtlingskindes aus der Dresdner Zeltstadt. Bei nur 20 Euro lag hier das Einstiegsgebot, doch die Bieter ließen sich nicht lange bitten und ließen den Preis in die Höhe schießen, bis die Kinderzeichnung schließlich für 220 Euro den Besitzer wechselte - und künftig die Redaktionsräume der DNN zieren wird.

Das Ergebnis hat letztendlich alle Erwartungen übertroffen: der Gesamterlös lag am Ende bei 57 270 Euro. Nicht nur deutlich mehr als im vergangenen Jahr, sondern das mit Abstand höchste Ergebnis, das je bei einer DNN-Kunstauktion erzielt wurde. Ein deutlicher Rekord also.

Von den 102 Kunstwerken wurden 86 versteigert. Im Durchschnitt zahlten die Bieter 666 Euro pro Werk, das höchste Einstiegsgebot an diesem Abend lag bei 1600 Euro für ein Ölgemälde (ohne Titel) von Marie Athenstaedt, das für ebendiesen Preis auch an einen Bieter im Saal ging. Ein guter Teil der Einnahmen geht wie immer an die Künstler selbst, 16 223 Euro fließen in die DNN-Weihnachtsaktion "Dresdner helfen Dresdnern".

Juliane Weigt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dresdner helfen Dresdnern 2015

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

"DNN Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, das Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zusätzlich zu Ihrer Tageszeitung und dem Webangebot der DNN, das weiterhin kostenlos bleibt. mehr

Magicpaper

Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte für Ihr Smartphone oder Tablet-PC zur Verfügung! mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.