Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Sechs Asse, die dem Alter trotzen

Sportlerwahl 2016 Sechs Asse, die dem Alter trotzen

Das Sportjahr 2016 ist Geschichte. Nun ist Zeit für die Bilanz. Stadtsportbund und DNN suchen wieder Dresdens Sportler des Jahres. Wählen Sie in sieben Kategorien Ihre Favoriten und bestimmen Sie mit, wer am 8. April auf der Dresdner Sportgala als Sieger geehrt wird. Zum Abschluss der Kandidatenvorstellung geht es um die Senioren.

Helmut Conrad ist auch mit 76 Jahren begeisterter Orientierungsläufer.
 

Quelle: verein

Dresden.  Orientierungsläufer Helmut Conrad vom USV TU Dresden ist in seinem Sport fast schon eine Legende. Schon 1958 begann der gebürtige Quedlinburger, mit Karte und Kompass über Stock und Stein zu laufen. Als er 1962 wegen des Studiums nach Dresden kam, setzte er seine Laufbahn im Orientierungslauf noch intensiver fort, feierte mehrere DDR-Meistertitel und nahm schon damals an international hochkarätigen Wettkämpfen teil. Auch nach fast 60 Jahren hält der Diplom-Ingenieur für Holztechnik, der viele Jahre im Sägewerk Königstein arbeitete, seinem Sport die Treue. Und er ist erfolgreich wie eh und je, betreibt seinen Sport ehrgeizig und „leistungsorientiert“, wie er selbst sagt. Seit 1990 nahm er an fast jeder Senioren-WM teil und feierte schon 2010 und 2011 jeweils Doppelsiege über die Sprint- und Langdistanz. Auch 2016 gelang dem mittlerweile 76-Jährigen dieses Kunststück in seiner Altersklasse. So sicherte sich Conrad, der in Bad Schandau lebt, bei der WM im estnischen Tallin erst die Goldmedaille im Sprint. Und anschließend holte sich der umtriebige Senior auch noch den Titel über die Langdistanz.

Helmut Conrad ist auch mit 76 Jahren begeisterter Orientierungsläufer

Helmut Conrad ist auch mit 76 Jahren begeisterter Orientierungsläufer.

Quelle: Verein

Schwimmer Werner Schnabel vom USV TU Dresden gehört im Seniorensport schon seit vielen Jahren zu den absoluten Dauerbrennern. Im vergangenen Jahr feierte der gebürtige Chemnitzer, der seit 1955 in der sächsischen Landeshauptstadt lebt, seinen 80. Geburtstag. Und er holte in seiner neuen Altersklasse gleich die nächsten Erfolge. So gewann er bei den Europameisterschaften der Masters in London jeweils Gold über 200 m, 400 m und 800 m Freistil. Wie topfit er ist, bewies er auch bei den Deutschen Meisterschaften, bei denen er die Titel über alle fünf Freistilstrecken von 50 m bis 1500 m erkämpfte und zudem Gold mit der 4 x 200-m-Freistilstaffel holte. Dazu stellte Schnabel acht deutsche Altersklassenrekorde auf den Freistilstrecken auf und schwamm zudem drei Masters-Europarekorde. Als Student an der Dresdner Verkehrshochschule hatte er übrigens als Ruderer begonnen und war auch auf dem Wasser mit vier DDR-Meistertiteln sehr erfolgreich. Danach stieg er jedoch ins Wasser und hielt sich über all die Jahre, in denen er auch beruflich als Wissenschaftler und unter anderem als Institutsleiter für Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik sehr eingespannt war, mit seinem Lieblingssport fit.

Prof Dr Werner Schnabels große Leidenschaft ist das Schwimmen

Prof. Dr. Werner Schnabels große Leidenschaft ist das Schwimmen. In seiner Altersklasse hat er auch 2016 international Edelmetall gewonnen und Rekorde aufgestellt.

Quelle: Anja Schneider

Wasserspringer Alexander Gorski vom Dresdner SC war schon in seiner leistungssportlichen Karriere sehr erfolgreich. So gewann er unter anderem 1996 und 1997 mit dem Olympiazweiten Jan Hempel zweimal den Meistertitel im Synchronspringen vom Dreimeterbrett und er holte dreimal Gold beim Europapokal und zweimal Silber beim Weltpokal. Der heute 43-Jährige liebt es noch immer, in seiner Freizeit von Turm oder Brett zu springen. Seit einigen Jahren nimmt er auch wieder an internationalen Meisterschaften bei den Masters teil und kehrt stets mit Edelmetall zurück. So auch 2016 von der Europameisterschaft aus London. In der Olympia-Halle von 2012 lieferte er sich vom Turm mit seinem langjährigen Trainings- und Wettkampfgefährten und Synchronpartner Erik Seibt einen harten Kampf vom Turm. Erst mit dem letzten Durchgang fiel die Entscheidung zugunsten von Gorski, der seinen Kumpel auf den Silberrang verwies. Im Jahr zuvor bei der WM in Kasan war es übrigens umgekehrt ausgegangen. Alexander Gorski, der in Dresden bei der Generalzoll-Direktion arbeitet, erkämpfte sich in London dazu noch die Bronzemedaille vom Einmeterbrett.

Wasserspringer Alexander Gorski vom Dresdner SC war schon in seiner leistungssportlichen Karriere sehr erfolgreich

Wasserspringer Alexander Gorski vom Dresdner SC war schon in seiner leistungssportlichen Karriere sehr erfolgreich.

Quelle: Privat

Wasserspringer Erik Seibt vom Dresdner SC ist wie sein Trainings- und Synchronpartner Alexander Gorski nach seiner leistungssportlichen Laufbahn seinem Sport mit viel Leidenschaft treu geblieben. Nach den großartigen WM-Erfolgen im Jahr 2015 in Kasan, wo er Gold vom Turm, Silber mit Gorski im Synchron und Silber vom Einmeterbrett gewann, sicherte sich der 44-Jährige auch bei der Europameisterschaft in London wieder Edelmetall. Vom Turm musste er zwar diesmal hauchdünn seinem Partner Alexander Gorski den Vortritt lassen, doch mit Silber machte er den DSC-Doppelerfolg perfekt. Vom Einmeterbrett lief es in London für Seibt, der bei einer Bank arbeitet, nicht ganz so gut, aber auch Platz acht ist aller Ehren wert. Und schon jetzt freuen sich beide auf die WM in diesem Jahr in Budapest, wo sie erneut nach Medaillen greifen wollen.

Wasserspringer Erik Seibt vom Dresdner SC ist wie sein Trainings- und Synchronpartner Alexander Gorski nach seiner leistungssportlichen Laufbahn

Wasserspringer Erik Seibt vom Dresdner SC ist wie sein Trainings- und Synchronpartner Alexander Gorski nach seiner leistungssportlichen Laufbahn seinem Sport mit viel Leidenschaft treu geblieben.

Quelle: Privat

Gewichtheber Harald Herberg vom Dresdner SC ist ein Muster an Beständigkeit. Dass er auch mit 62 Jahren noch längst nicht zum „alten Eisen“ gehört, beweist er eindrucksvoll durch seine Erfolge. Nach wie vor stemmt er die Eisen in die Höhe und ist für den Nachwuchs ein Vorbild. Der Abteilungsleiter der DSC-Gewichtheber, der den Talenten auch gern mit Rat und Tat zur Seite steht und immer mit gutem Beispiel vorangeht, erkämpfte sich im vergangenen Jahr bei den Masters-Weltmeisterschaften in Heinsheim (Baden-Württemberg) in seiner Altersklasse die Silbermedaille. Diesmal musste er in der Gewichtsklasse bis 77 Kilo nur seinem Thüringer Kumpel Klaus Förster, der im Jahr zuvor noch einen Platz hinter ihm landete, den Vortritt lassen. Das Kuriose: Herberg war als Titelverteidiger angetreten, obwohl er 2015 zunächst ebenfalls Silber gewann. Doch nach einer Dopingsperre des Siegers aus Aserbaidschan erhielt er nachträglich den Weltmeistertitel zugesprochen, seine Silbermedaille reichte er an Förster weiter. Seinen ersten Masters-WM-Titel errang Harald Herberg übrigens schon 1999. Seine Karriere ist gepflastert von Erfolgen, Beständig- und Beharrlichkeit sind bei dem Dresdner Urgestein Trumpf.

Gewichtheber Harald Herberg vom Dresdner SC ist ein Muster an Beständigkeit

Gewichtheber Harald Herberg vom Dresdner SC ist ein Muster an Beständigkeit.

Quelle: Privat

Judoka Anita Sprenger vom Judoclub Arashi Dresden holte sich im vergangenen Jahr bei der Senioren-Europameisterschaft im kroatischen Porec bereits zum dritten Mal den Vize-Europameistertitel. Die Dresdnerin besiegte in im ersten Kampf in nur 1:41 Minuten die Tschechin Inna Indrakova mit Ippon. Den zweiten Wettkampf gewann sie mit Wazzari gegen die Italienerin Elena Frugone. Nur im Finale der Gruppe F4 (45 bis 49 Jahre) bis 57 kg musste sie sich der Russin Tatiana Feorova geschlagen geben. Dazu holte die Elbestädterin, die bei ihrem Verein ihre Erfahrungen auch als Trainerin an Kinder und Jugendliche weitergibt, noch eine Bronzemedaille mit der Mannschaft. Im April hatte sie in Berlin zum wiederholten Mal in ihrer Alters- und Gewichtsklasse auch den Titel als Deutsche Meisterin gewonnen. Mit Silber bei der Europameisterschaft setzte Anita Sprenger ihre jahrelange Erfolgsserie fort. Dabei scheint die Dresdnerin auf Silber abonniert, denn auch bei der Weltmeisterschaft 2015 erkämpfte sie im niederländischen Amsterdam die Silbermedaille.

Judoka Anita Sprenger vom Judoclub Arashi Dresden holte sich im vergangenen Jahr bei der Senioren-Europameisterschaft im kroatischen Porec bereit

Judoka Anita Sprenger vom Judoclub Arashi Dresden holte sich im vergangenen Jahr bei der Senioren-Europameisterschaft im kroatischen Porec bereits zum dritten Mal den Vize-Europameistertitel.

Quelle: Verein

Von Astrid Hofmann

Voriger Artikel
Mehr aus Dresdens Sportler des Jahres 2016

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

"DNN Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, das Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zusätzlich zu Ihrer Tageszeitung und dem Webangebot der DNN, das weiterhin kostenlos bleibt. mehr

Magicpaper

Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte für Ihr Smartphone oder Tablet-PC zur Verfügung! mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.