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Reisenews Party auf dem Frühlingshügel - Die ESC-Stadt Tel Aviv
Reisereporter Reisenews Party auf dem Frühlingshügel - Die ESC-Stadt Tel Aviv
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12:57 17.04.2019
In Tel Aviv spielt sich das Leben am Strand ab - das wird umso mehr in der ESC-Woche gelten. Quelle: Philipp Laage
Tel Aviv

"Dare to dream" (Wage es zu träumen) - so lautet das Motto des 64. Eurovision Song Contest, der im Mai in Tel Aviv stattfinden wird.

Besucher der Mittelmeer-Metropole in Israel können mit dem Träumen schon einmal anfangen. "Sie erwartet nämlich eine der heißesten Partyhochburgen der Welt", verspricht Gilad Dubinowski, der den Nachtclub "Lima Lima" betreibt.

Ein Sprichwort und Lima Lima

In der Tat reist das feiernde Volk aus der ganzen Welt an. Ein israelisches Sprichwort besagt: In Haifa wird gearbeitet, in Jerusalem gebetet und in Tel Aviv gefeiert.

Dubinowski wird in der ESC-Woche in seinem "Lima Lima" jeden Tag Partys mit Eurovision-Songs aus allen Jahren feiern. Der Club in der Lilienblum-Straße, in dem Reggaeton, Deep House und Old School Hip-Hop aufgelegt werden, gehört in Tel Aviv zu den Klassikern.

Ein reiches Angebot für Nachtschwärmer aller Art

Nur einen Steinwurf vom "Lima Lima" entfernt befindet sich in der Allenby-Straße das "Sputnik", ein Labyrinth aus dunklen Disco-Kellern, Bars, retro-futuristischer Deko, Chillout-Ecken und einer Art Biergarten. Gleich um die Ecke locken das "Pasáz" und das "Alphabet", Garanten für wilde Partys mit Drag-Performances.

Das "BuXa" mit seiner schrägen Puppensammlung, der "Breakfast Club" mit der "Milk Bar", die heterofreundliche Schwulendisco "Shpagat", die mit der ESC-begeisterten LGBT-Community im Mai eine stets volle Tanzfläche erwartet: Rund um den repräsentativen Rothschild-Boulevard gibt es bis zu 40 Clubs und Kult-Bars.

Unterwegs in Abrahams Durstkellern

"Die Auswahl ist riesig. Deshalb zeigen wir unseren Gästen die angesagtesten In-Bars und Szeneclubs, die nicht immer so leicht zu finden sind", sagt Itay Afjin. Der 30-jährige Szenekenner kümmert sich im "Abraham Hostel" um die Aktivitäten für die Gäste. Besonders gut läuft das Nightlife-Programm. Mehrmals die Woche ziehen Itay und einige der Barkeeper mit den Gästen um die Häuser.

Die Bar-Lounge ist immer gut besucht. Heute ist es besonders voll: Auf der Bühne heizt Aveva Dese mit ihrem Groove die Stimmung an. Die Sängerin mit äthiopischen Wurzeln ist Israels neuer Shootingstar.

Hipster Bars in Florentin und ein gigantischer Innenhof

Dann schwärmen vier Deutsche, zwei Luxemburgerinnen, ein Inder, zwei Amerikaner, eine Neuseeländerin und drei Israelinnen ins Nachtleben aus. Erste Station ist das "Kuli Alma", ein irrer Mix aus Dancefloor, Biergarten, Bar, Designshop, Galerie und Kino auf mehreren Etagen.

Im benachbarten Hipster-Viertel Florentin lauschen die Besucher der Bar "Hoodna" zwischen abgerockten Werkstätten und besprühten Wänden israelischen Bands. Um die Ecke wartet das "Teder.fm". Der düstere Innenhof des gleichnamigen Radio-Senders mit seinen Bars, Restaurants, Platten- und Klamottenläden gilt als In-Treff.

Eine Beachparty von Jaffa und bis zum Eurovision Village

Eurovision-Projektleiter Gideon Schmerling verspricht eine einzige riesige Beach-Party. Denn im Mai ist es schon warm in Tel Aviv, der Strand misst 14 Kilometer. So wird auch das Eurovision Village direkt am südlichen Stadtstrand auf den Grünflächen des Charles Clore Parks aufgebaut. Bis zu 50.000 Besucher können hier den Blick auf das Meer genießen. Drei Konzertbühnen werden errichtet.

Obwohl sich die Hotelpreise zur ESC-Woche bereits deutlich erhöht haben, gibt es nicht mehr viele leere Betten. So soll ein Zeltcamp im HaYarkon-Park direkt neben dem Expo-Kongresszentrum errichtet werden. Dort wird auch das deutsche Duo S!sters mit ihrem Song "Sister" im ESC-Finale antreten.

Die Party wird aber wohl nicht hier im Norden der Stadt stattfinden, sondern im wilden Süden und am Strand. Tel Aviv - übersetzt "Hügel des Frühlings" - will es so richtig krachen lassen.

dpa

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