Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Reisereporter Gorilla-Nationalpark im Kongo bis Jahresende geschlossen
Reisereporter Gorilla-Nationalpark im Kongo bis Jahresende geschlossen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:57 04.06.2018
Im Virunga-Nationalpark im Ost-Kongo sind die vom Aussterben bedrohten Berggorillas beheimatet. Doch bis zum Jahresende bleibt der Park wegen Sicherheitsbedenken geschlossen. Quelle: Philipp Laage
Goma

Der Virunga-Nationalpark im Ost-Kongo mit seinen Berggorillas bleibt wegen Sicherheitsproblemen bis zum Jahresende geschlossen. Es brauche "viel robustere Sicherheitsvorkehrungen", um den Park besuchen zu können.

Dies erklärte Park-Direktor Emmanuel de Merode. "Das bedarf großer Investitionen und wird uns daran hindern, den Park dieses Jahr wieder für Touristen zu öffnen."

Die Schließung des Parks am 14. Mai folgte auf die Entführung eines britischen Touristenpaares nahe des Parks. Die Briten wurden schnell freigelassen, bei dem Überfall starb jedoch eine Rangerin. Immer wieder greifen Milizen die Ranger des Nationalparks an. Ihnen geht es oft um die Kontrolle der Bodenschätze des Gebiets.

Der rund 7800 Quadratkilometer große Virunga-Park an der Grenze zu Uganda und Ruanda ist der

älteste Nationalpark Afrikas. Seit 2014 kamen nach Angaben der Parkverwaltung mehr als 17.000 Besucher in das Schutzgebiet. Hauptattraktion neben den Berggorillas ist der Vulkan Nyiragongo, in dessen Krater sich ein gewaltiger Lavasee befindet.

Die von Touristen besuchten Gebiete galten bislang als relativ sicher. Urlauber, die zu den Gorillas aufsteigen oder den Vulkan besteigen, werden von bewaffneten Wildhütern begleitet. Das Auswärtige Amt hat für den Ost-Kongo allerdings schon seit einiger Zeit eine Reisewarnung ausgesprochen.

So besuchen Reisende in Ostafrika die Berggorillas vor allem in Ruanda und Uganda. Die Tiere leben nur in zwei kleinen Gebieten in Ostafrika. Rund die Hälfte aller noch lebenden Tiere bewohnt die Regenwälder des Bwindi-Nationalparks in Uganda. Die anderen Gorillas finden sich in der Region der Virunga-Vulkane, die sich auf drei Länder verteilt: In Uganda liegt der Mgahinga-Gorilla-Nationalpark, in Ruanda der Vulkan-Nationalpark und im Kongo Virunga. Die meisten Reisenden besuchen Bwindi in Uganda und den Vulkan-Park in Ruanda. In den drei Ländern leben neuesten Zählungen zufolge noch rund 1000 Menschenaffen (Gorilla beringei beringei).

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Aufatmen am Hamburger Flughafen: Nach dem folgenreichen Stromausfall ist der Flugbetrieb wieder angelaufen - allerdings mit etlichen gestrichenen Flügen. Haben betroffene Reisende ein Recht auf Entschädigungen oder Minderung des Reisepreises?

04.06.2018

Ein Stromausfall hat den Flughafen Hamburg am Sonntag lahmgelegt: Alle Ankünfte und Abflüge wurden gestrichen. Welche Rechte die betroffenen Passagiere haben, weiß der reisereporter.

04.06.2018

Airlines weltweit scheinen zurzeit einen Wettkampf um den längsten Nonstop-Flug zu führen. Ab Oktober gibt es einen neuen Rekord: Singapur Airlines fliegt dann zwischen New York und Singapur.

03.06.2018