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Reisereporter Die Vielfalt der Iberischen Halbinsel
Reisereporter Die Vielfalt der Iberischen Halbinsel
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16:24 07.09.2017
Spanien – das unbekannte Land. Auch wenn viele meinen alles schon gesehen zu haben, steckt doch mehr dahinter als nur die immer gleichen Touristenorte. Quelle: ©sabino.parente #164276636 Fotolia
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Bali, Thailand, Island, Ibiza und Kroatien: Fernreisen werden immer beliebter. Statt nach Südfrankreich zu fahren, muss es heute der unbekannte Osten von Sardinien sein und selbst an der Ostsee müssen immer neue Strände her. Was aber, wenn alte Ziele neu entdeckt werden und mal mit anderen Augen betrachtet, neu erlebt werden? Dann finden sich die Reisenden bei einer interessanten Tour durch Spanien wieder, das mehr zu bieten hat, als das Meer vor Lloret de Mar.

Da wäre der unbekannte Norden, der neben überraschend vielem Grün auch mit kulinarischen Highlights aufwarten kann. Oder Kastilien-León, das zwar im Binnenland liegt, aber eine Vielfalt an Kultur und Kulinarik aufweisen kann. An bisher unentdeckten und touristisch nicht sehr erschlossenen Orten können die Urlauber das ursprüngliche Spanien kennenlernen, statt mit anderen Urlaubern Handtuch an Handtuch zu liegen – eine Reise, die sich lohnt.

Das alte Spanien – eine unbekannte Kultur

Das alte römische Reich, das Frankreich Louis des XIV., das antike Griechenland, Österreich unter den Habsburgern, das viktorianische England und das Island der Wikinger: Die Kulturen im alten Europa sind wohlbekannt. Wir können sie nacherzählen, den typischen Baustil der damaligen Herrscher beschreiben und von Schlachten berichten, die hier und da und dort geschlagen wurden. Während Römer und Kelten darin eine große Rolle spielen, bleiben die Spanier außen vor – wo war Spanien während dieser alten Zeiten, was passierte auf der iberischen Halbinsel während Europa sich suchte und Nationen sich fanden?

Spanien wurde nie von einer einzigen Bevölkerungsgruppe bewohnt. Westgoten kamen um 500 auf der Flucht vor den Römern auf die Iberische Halbinsel, 200 Jahre später nehmen Muslime einen Großteil ein, es folgte die Reconquista. In den nächsten 100 Jahren formen sich drei Reiche: Córdoba, Katalonien und Léon. Diese werden sich noch weiter aufspalten, über Heirat wieder vereinen und sich schließlich zur Hegemonialmacht aufschwingen: Karl V., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation der von 1519 bis 1556 war König von Spanien.

Die Spanier beteiligen sich rege an den europäischen Kriegen, werden in ihrer Hegemonie jedoch final mit dem Erbfolgekrieg zu Beginn des 18. Jahrhunderts geschwächt. Auch in ihren Besitzungen rund um die Welt – Spanien ist schließlich Weltmacht – herrscht immer wieder Krieg mit benachbarten Besitzungen. Dieser Einfluss ist auch heute noch spürbar, denkt man an das spanischsprachige Südamerika.

Die Bourbonen – ab 1713 an Spaniens Spitze - besetzen auch heute noch den Thron, denn Spanien ist nach wie vor eine parlamentarische Erbmonarchie. Die spanische Kultur ist dabei geprägt von Traditionen und Bräuchen.

Die Spanier sind feierfreudig, haben auf jeglichem Gebiet etwas zu bieten: Literatur, Musik, Kunst und natürlich Architektur. Reisende erleben das an jeder Ecke des Landes. Quelle: fotolia.de © Horváth Botond

Die iberische Halbinsel und ihre Regionen

Die iberische Insel wird durch die Pyrenäen von Frankreich getrennt. Die heutigen Staaten auf der Halbinsel sind Spanien, Portugal, das Fürstentum Andorra und Gibraltar. Spanien selbst gliedert sich dabei noch einmal in verschiedene Regionen, die teilweise auf frühere Königreiche zurückgehen.

Galizien, Asturien, Kantabrien und das Baskenland bilden die Küste Nordspaniens. Navarra, Aragonien und Katalonien bilden die Grenze zu Frankreich bzw. zu Andorra. Die östliche Küste wird in erster Linie von Valencia bestimmt, darunter folgt noch Murcia, während Andalusien die große Region im Süden ausmacht. An der Westgrenze liegt die Extremadura, darüber schließt sich Kastilien und León an. Mit Rioja, Madrid und Kastilien-La Mancha füllt sich das Innere des spanischen Gebiets. Jede Region weißt gewisse Spezifika auf, gehen doch alle auf verschiedene Königreiche zurück. Damit gehen auch Bräuche und Traditionen einher, die die Menschen in der Region prägen.

Ein gespaltenes Land?

Ist Spanien deshalb ein gespaltenes Land? Gewissermaßen ja, denn Spaniens Historie führt auch heute immer wieder zu Unabhängigkeitsbestrebungen. Katalonien, die nordöstliche Spitze des Landes an der Grenze zu Frankreich und Andorra fordert regelmäßig einen eigenen Staat, die baskische Untergrundgruppe ETA kämpft ebenfalls immer wieder gegen die spanische Herrschaft an. Durch die Zentralisierung des Staates unter Franco legten beide Regionen ihre Autonomien gezwungenermaßen ab, was heute noch nachwirkt.

Seit 1979 ist Spanien zwar wieder in die autonomen Regionen unterteilt, dennoch leiden diese gemeinsam unter Wirtschaftskrisen, Rezessionen und Arbeitslosigkeit. Die Bewohner sehen sich von der Zentralregierung betrogen und bestohlen, auch junge Katalanen sehen das so. Allerdings ist nicht klar, was dann aus einem unabhängigen Staat Katalonien oder dem Baskenland werden würde – könnte sich der Wohlstand der Region halten, wenn kein Protegé wie Spanien darüber wacht? Würde Europa die kleinen unabhängigen Staaten aufnehmen? Das sind unbekannte Faktoren in der Gleichung der Separatisten.

Die Regionen

Die verschiedenen Bereiche Spaniens und ihre autonomen Regionen bieten für Besucher ganz unterschiedliche Erlebnisse. Das kommt schon durch die schiere Größe des Landes zustande. Auch die Landschaft verändert sich von Nord nach Süd, von Ost nach West – und natürlich bis auf die Inseln hinaus – Balearen und Kanaren, die ebenfalls der spanischen Krone zugeordnet sind. Während manche Bereiche dabei schon lange touristisch geprägt sind und gerade im Sommer eine volle Saison erleben, sind andere weitestgehend unbekannt und bieten noch viel Entdeckungspotential.

Auch das ist Spanien: grüne Berge und ein herrliches Panorama. Quelle: fotolia.de © carlosjavier

Nordspaniens Küste

Spaniens Norden ist gen Westen gesehen – weg von Katalonien und Barcelona – ein solches unbekanntes Gebiet. Überraschend grün und dennoch geprägt von der Küste, bietet es eine herrliche Reiselandschaft, die sowohl Wanderer, Genießer, als auch Badenixen zufriedenstellt. Gerade Asturien lockt mit Nationalparks, die jedoch kaum spanisch anmuten – Kalksteinmassiv, dazu grüne Wälder und Gebirgsseen erinnern doch eher an die britischen Inseln als an das sonst so strandgeprägte Spanien. Passend zu dem raueren Klima ist auch die Küche des Nordens etwas rustikaler: Cabrales, ein Edelpilzkäse, ist genauso eine Spezialität der Region wie Fabada, ein Eintopf aus weißen Bohnen mit Speck und verschiedenen Wurstsorten. Auch nicht zu verachten ist das typische Getränk Asturiens: Sidra. Die spanische Version von Apfelwein ist aromatisch, mild und ein Stück asturischer Kultur.

Kantabrien, der westliche Nachbar Asturiens kann neben grüner Natur auch noch mit vielen versteckten Stränden und Buchten aufwarten. Näher an der Ostküste Frankreichs gelegen, bilden sich in diesem Schutz gemäßigte Ecken. Mehr als 60 Strände mit feinstem Sand und optimalen Bedingungen für Wassersportler bieten hier die Gelegenheit, sich am Wasser an leeren Stränden auszutoben.

Im Gegensatz dazu ist die dritte im Bunde der nördlichen Küstenregionen geradezu ein Touristenmagnet. Galizien ist mit seiner Hauptstadt Santiago de Compostela das Ziel des Jakobswegs, wenn auch nicht das Ende. Kap Finisterre ist die logische Weiterführung des Pilgerwegs und leitet den Pilgernden nach der Wallfahrtsstätte noch zu einer Fortführung der Wanderung.

Dennoch: Galizien vereint raue Natur und Fischerdörfer, steile Küsten und Traumstrände. Auch wenn das Wetter hier unbeständiger ist als im immer-sonnigen Süden Spaniens: Eine Reise ist die gesamte Nordküste definitiv wert.

Einsame Strände und tolle Fotomotive lassen sich finden. Quelle: fotolia.de © jimmy_bierzo

Kastilien und León      

Kastilien und León ist die größte Region Spaniens, noch vor Andalusien. Obwohl es im Landesinneren liegt, ist es nicht minder sehenswert, denn sowohl Natur als auch Geschichte und Kultur finden sich hier im Überfluss. Die Landschaft ist bergig, die Mitte Spaniens hebt sich als Plateau von den umliegenden Gegenden ab. Die Städte der Region sind alt, geprägt von mittelalterlicher Architektur und kleinen verwinkelten Gässchen. Burgen und Kathedralen gehören ebenfalls zu den typischen Touristenattraktionen des Gebiets.

Die wichtigsten Städte Salamanca, Segovia und Valladolid sind im Dreieck angeordnet, dazwischen ist es bergig und rau. Wer sich gerade nicht der Kultur widmen möchte, findet in dieser bergigen Landschaft ein optimales Wandergebiet. Auch Mountainbiker kommen hier auf ihre Kosten. Trotz der langen, strengen Winter und der kargen Vegetation ist es auch eine tolle Weingegend. Die Verdejo-Traube wächst schon seit über 1000 Jahren im Gebiet D.O. Rueda, welches sich unterhalb von Valladolid erstreckt. Die Traube bringt fruchtig frische Weißweine hervor und bestimmt so den Genuss in der Region, wenn auch sonst eher die spanischen Rotweine international für Furore sorgen. Gemeinsam mit dem Sidra aus dem Norden sind es also schon zwei regionale Spezialitäten, die an sich eher untypisch anmuten, jedoch Maßstäbe auf ihrem Gebiet setzen.

Die größte Region in Spanien beherbergt ein tolles Weingebiet. Quelle: fotolia.de © NoraDoa

Aragonien

Auch Aragonien liegt im Landesinneren der iberischen Halbinsel, es grenzt außerdem im Norden an Frankreich. Die Region geht auf das einstige Königreich Aragon zurück. Seine Lage bedeutet auch, dass der Norden von den Pyrenäen geprägt ist und sich als Urlaubsziel vor allem für Aktive im alpinen Sport eignet – das jedoch Sommer wie Winter.  

Im Winter gibt es weit mehr als 100 km befahrbare Skipiste, im Sommer sind Wandern und Klettern beliebt. Auch die Kulinarik ist eher alpin geprägt – deftiges Carne al Chilidron, also Fleisch in einer Sauce aus Tomate, Zwiebeln, Paprika und dem kräftigen Rotwein, Carinena, sind hier typisch. Darüber hinaus gibt es auch kulturelle Stätten zu entdecken - zum Beispiel die eindrucksvolle Hauptstadt Saragossa mit der Basilika del Pilar und der restlichen Altstadt.

Katalonien

Katalonien ist neben dem Baskenland das Gebiet, das aus der autonomen Region gerne einen eigenen Staat machen möchte. Erst kürzlich hat die Zentralregierung wieder ein Unabhängigkeitsreferendum untersagt. Spanien möchte die wirtschaftsstärkste Region des Landes schlichtweg nicht verlieren – was den Katalanen hingegen sauer aufstößt, sie fühlen sich von der Regierung bestohlen. Trotz der Streitereien mit Madrid, ist das Gebiet im Nordwesten des Königreichs durchaus einen Besuch wert.

Ebenfalls mit den Ausläufern der Pyrenäen gesegnet, ergibt sich eine abwechslungsreiche Landschaft, was zahlreiche Möglichkeiten für den Aktivtourismus eröffnet: Reiten, Tauchen, Wildwasserfahren, Radfahren, Wandern. Aber darüber hinaus hat Katalonien auch wunderschöne Städte und Strände, liegt doch Barcelona in der Mitte der Küste im Osten. Auch Lloret de Mar ist im Norden Kataloniens angesiedelt, wenn das auch für Reisende auf alternativen Wegen nicht zu empfehlen ist. Übrigens: In Katalonien wird neben dem herkömmlichen Spanisch (Kastilisch) auch Katalanisch gesprochen, was mit Schulspanisch nicht zu bewerkstelligen ist. Keine Sorge – wer mit Touristen in Kontakt kommt, kann mindestens Kastilisch, aber natürlich auch Englisch.

Antoni Gaudis Hommage an die Natur: Park Guell in Barcelona Quelle: fotolia.de ©TTstudio

Der Blick auf die Balearen: Valencia

Südlich von Katalonien beginnt Valencia, eine wunderschöne Region mit jeder Menge Küste. Sie bietet quasi den Blick auf die Balearen, wenn diese auch weit vor der Küste im Mittelmeer liegen. Kilometerlange Strände, Fischerorte, gemütliche Altstädte, Burgen und Kathedralen prägen das Landschaftsbild des nach Katalonien so ruhigen Landesabschnitts.

Die Küste gliedert sich in zwei große Abschnitte: Die Costa del Azahar geht die nördliche Bucht entlang, während kurz vor dem Zipfel der Küste die Costa Blanca, die weiße Küste, beginnt. Valencia, die Hauptstadt der Region und mit Barcelona zusammen kulturelles Zentrum des östlichen Spaniens, liegt an der Costa del Azahar. Barocke Kirchen, Burgen, Schlösser und Paläste finden sich hier, aber auch zahllose Restaurants, die die phänomenale Paella Valencia, das typische Gericht der Region, anbieten.

Kastilien-La Mancha

Wieder zurück in Richtung Landesinnere findet sich hinter der Region Valencia Kastilien La-Mancha. Häufig auch mit Kastilien und León zusammengefasst, unterscheiden sich die beiden zentralen Regionen doch minimal in Landschaft und Kultur. Kastilien-La Mancha ist vor allem durch den Roman Don Quijote bekannt geworden, eine dem Roman nachempfundene Strecke, die Ruta de Don Quijote, erstreckt sich heute über 2500 km durch verschiedene Orte. Natürlich nimmt sie dabei auch die berühmten Windmühlen von Consuegra mit.

Ausblick auf die Hauptstadt der Provinz Toledo. Quelle: fotolia.de ©javarman

Toledo ist ein wichtiges Reiseziel in Kastilien-La Mancha. Ihr Zentrum ist UNESCO Weltkulturerbe, wurde von Römern, Westgoten, Mauren und schließlich den Kastiliern erobert. Die Stadt war dabei mehrfach Hauptstadt des jeweiligen Reiches. Auch heute ist sie noch die Hauptstadt ihrer autonomen Region. Die Kathedrale Santa María de Toledo zählt zu den wichtigsten gotischen Kirchen Spaniens und ist definitiv einen Besuch wert. Süße Abrundung eines Kastilienurlaubs ist das Marzipan der Stadt, eine Spezialität der Region.

Madrid

Von einer ehemaligen Hauptstadt geht es in die aktuelle Hauptstadt ihrer Region und natürlich des gesamten Landes: Madrid. Das pulsierende Zentrum Spaniens wurde 1561 die Hauptstadt der wechselnden großen Reiche um sie herum. Zentral in Spanien gelegen, ermöglicht sie gewissermaßen eine effiziente Regierung des großen Landes. Allerdings ist das nicht das einzig interessante an der Stadt. Auch an sich ist sie ein Blickfang und definitiv eine Reise wert.

Der Platz Puerta del Sol – auf deutsch: Tor der Sonne – zeigt die Zentralität der Stadt an. Von hier aus erstrecken sich sechs Hauptnationalstraßen Spaniens sternförmig in die verschiedenen Teile des Landes. Als dieser ist er einer der meistbesuchten Plätze Madrids, gemeinsam mit der Plaza Mayor und der Plaza de la Villa bildet er die zentrale Anlaufstelle in der Stadt.

In Madrid leben etwa sieben Millionen Einwohner. Quelle: fotolia.de ©FSEID

Während manch andere Metropolen mit feinen Speisen aufwarten, ist Madrid eher für die herzhafte, fettige Küche bekannt. Überraschend für eine spanische Stadt ist allerdings auch, dass sie durch ihre Lage auf dem zentralen Plateau des Landes sehr kalte Winter durchmacht – zwei Umstände, die vielleicht zusammen hängen.

Murcia

Murcia ist unterhalb Valencias wieder an der Küste gelegen. Südspanische Temperaturen liegen im Kontrast zu denen Zentralspaniens, wo die Winter doch streng werden können. Damit kommt es hier auch immer wieder zu Trockenheit, Sommertage mit über 40° C sind keine Seltenheit.

Lange Strandabschnitte prägen die Gegend, einige von ihnen wurden gar zum Weltnaturerbe erklärt. Wassersport, Badeurlaub, Radtouren oder Wandern sind beliebte Aktivitäten in der Region. Aber auch kulturell gibt es hier viel zu entdecken: Die Hafenstadt Catagena mit der alten Stadtmauer und den Forts, dem Castello de la Conceptión aus dem 11. Jahrhundert und die Kathedrale von Murcia, der man die verschiedenen Epochen in denen an ihr gebaut wurde nur überdeutlich ansieht, sind definitiv einen Besuch wert.

Wo sind die besten Strände in der Region Murcia? Quelle: fotolia.de ©F. J. Carneros

 

Andalusien

Andalusien ist die südlichste der autonomen Regionen auf Spaniens Festland. In der Vergangenheit war es oft umkämpft, die Nähe zur Straße von Gibraltar war einladend für Invasoren. Arabische und römische Einflüsse lassen sich auch heute noch in der Region entdecken. Auch gibt es hier viele bekannte Städte, die für den Tourismus von Bedeutung sind: Sevilla, die Hauptstadt der Region, lockt mit der berühmten Kathedrale, Granada als letzte Hauptstadt der Mauren mit dem Herrscherpalast und zugleich mit dem jungen frischen Einfluss des studentischen Lebens. Málaga hat eine sehenswerte Altstadt und ein Museum für den berühmtesten Sohn der Stadt – Pablo Picasso.

Abseits der Städte bietet Andalusien spannende Landschaften. Die Sierra Nevada mit dem höchsten Berg der iberischen Halbinsel oder auch die weißen Dörfer, die pueblo blanco, die sich unter anderem in der Sierra de Grazalema finden. Aufgrund der Naturparks gibt es auch einige unverbaute Strandabschnitte – genau das richtige für alle, die in der kargen Natur nach einer paradiesischen Bucht suchen, in der sie ganz alleine sind.

Blick auf einen Teil von Malaga. Quelle: fotolia.de ©SeanPavonePhoto

Extremadura

Die Extremadura liegt wieder landeinwärts, was die Region jedoch nicht weniger attraktiv macht. Tatsächlich ist sie mit ihrer abwechslungsreichen Landschaft und den besonderen Leckereien vielleicht eine der spannendsten und überraschendsten Regionen. Im Norden finden sich die Ausläufer des Hochplateaus, was zu einer bergigen Beschaffenheit führt. Gebirgszüge und Täler sind jedoch sehr fruchtbar, so dass hier der Gemüse- und Obstanbau eine große Rolle spielt.

Südlicher hingegen erstrecken sich weite Ebenen, die für den Weinbau bekannt sind. Hier lebt auch das Iberische Schwein, das mit der strengen Eicheldiät ein ganz besonders leckeres Fleisch bringt. Der Jamón Ibérico, der typische spanische luftgetrocknete Schinken stammt aus dieser Ecke des Landes. Zusammen mit dem Wein sorgt er für kulinarische Hochgenüsse – ein Reiseziel für Genießer.

Redaktion

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