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Zweiter Nationalparkbahnhof in der Sächsischen Schweiz eröffnet

Sebnitzer Umsteigepunkt Zweiter Nationalparkbahnhof in der Sächsischen Schweiz eröffnet

Zu einem „Tag der Nationalparkbahn“ hatten die DB Regio AG Sachsen, die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz, und der Sebnitzer Oberbürgermeister Mike Ruckh die Vertreter der Medien eingeladen. Anlass war der feierliche Abschluss zweier Vorhaben.

Sebnitz. Zu einem „Tag der Nationalparkbahn“ hatten die DB Regio AG Sachsen, die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz, und der Sebnitzer Oberbürgermeister Mike Ruckh die Vertreter der Medien eingeladen. Anlass war der feierliche Abschluss zweier Vorhaben, die wesentlich zur weiteren Steigerung der Attraktivität der grenzüberschreitenden Strecke Decin–Bad  Schandau–Sebnitz–Dolni  Poustevna–Rumburk beitragen sollen.

In Sebnitz weihte der Sebnitzer OB gemeinsam mit Landrat Michael Geisler und den Leitern der Nationalparkverwaltungen der Böhmischen und der Sächsischen Schweiz – Pavel Benda und Dietrich Butter – den Bahnhof Sebnitz ein. Er ist nach dem Bahnhof Bad Schandau der zweite Nationalparkbahnhof.

„Sebnitz zeigt als Kommune des Jahres 2016 mit der Einweihung des Nationalparkbahnhofs, dass auch 2017 weitere innovative Schritte zur Attraktivitätssteigerung unserer Stadt gegangen werden. Mit dem Nationalparkbahnhof rückt für viele Gäste besser ins Bewusstsein, wie gut Sebnitz als Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren in der Sächsischen und böhmischen Schweiz geeignet ist.“ Die Große Kreisstadt Sebnitz hatte schon vor Jahren das Bahnhofsgebäude von der DB AG erworben. So blieb dem Gebäude das Schicksal der Verwahrlosung, der Verunstaltung durch Vandalismus, wie es für viele einst schmucke deutsche Empfangsgebäude gegenwärtig typisch ist, erspart.

Nationalparkleiter Butter nannte das sanierte Bahnhofsgebäude gar ein Juwel an der Strecke der Nationalparkbahn. Tatsächlich beeindruckt das Bauwerk jetzt sowohl von außen wie von innen. Am Bahnhof stehen kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Die Bussteige sind barrierefrei. Im lichtdurchfluteten Innenraum gefallen die als Panorama gestalteten Hinweise auf gut erreichbare touristische Ziele rings um die Kunstblumenstadt. Die Bezeichnungen der Abfertigungs- und Warteräume sind, wie es sich grenznah gehört, zweisprachig gehalten. In der Wartehalle erwartet eine Bäckerei die Besucher.

Benda, der Leiter der Böhmischen Nationalparkverwaltung, lobte die Idee der Gestaltung von Nationalparkbahnhöfen nach den Vorbildern in Bad Schandau und nun auch in Sebnitz. Er stellte die Übernahme für an der Strecke nach Rumburk liegende böhmische Bahnhöfe in Aussicht.

Auf der Strecke der Nationalparkbahn ist seit Herbst 2016 ein komplett modernisierter Desiro-Triebwagen der DB Regio im Einsatz. Trittleisten an den Türen, eine neue Innenverkleidung mit frischer Farbgebung, eine bequeme Bestuhlung sowie große und kleine Klapptische erhöhen den Reisekomfort. Es gibt zwei großzügige Gepäckregale, 230 Volt- und USB-Steckdosen im Hochflurbereich, eine Kinderspielecke sowie viel Platz für Fahrräder. Vier Flachbildschirme sichern eine gute Fahrgastinformation. Außen werben stimmungsvolle Motive, etwa von Bastei und Prebischtor, für die Nationalparkregion.

Von Peter Weckbrodt

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