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Umland Zwei Jahre und acht Monate: 38-Jähriger griff Ex-Freundin mit Messer an
Region Umland Zwei Jahre und acht Monate: 38-Jähriger griff Ex-Freundin mit Messer an
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08:54 24.04.2018
 Die Kammer sprach Marko L. wegen gefährlicher Körperverletzung schuldig – die Staatsanwaltschaft hatte den Fall als versuchten Totschlag angeklagt. Quelle: Berg
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Dresden

 Weil er seine Ex-Freundin mit einem Messer attackiert und gewürgt hat, ist ein 38-Jähriger aus Heidenau am Montag vom Dresdner Landgericht zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Die Kammer sprach Marko L. wegen gefährlicher Körperverletzung schuldig – die Staatsanwaltschaft hatte den Fall als versuchten Totschlag angeklagt. Es ist das traurige Ende einer verfahrenen Beziehung.

Der Angeklagte und die 32-Jährige kannten sich ein Vierteljahr. Er hatte sich ihr regelrecht aufgedrängt und ohne Ende beschwindelt. Der 38-Jährige baute ein Lügengebäude auf, aus dem er nicht mehr herauskam. Als sie merkte, dass nichts stimmte, was er ihr übers ein Leben erzählt hatte, zog sie einen Schlussstrich. Marko L. akzeptierte die Trennung nicht. Er fühlte sich zutiefst gedemütigt, wollte sie zurück haben, lauerte ihr auf und verfolgte sie. Die 32-Jährige war total verängstigt und nervlich am Ende.

Gericht sieht Tötungsvorsatz nicht mit Sicherheit

Auch am 5. August 2017 war er ihr – ziemlich alkoholisiert - bis in den Hausflur ihrer Heidenauer Wohnung nachgelaufen und bedrängte sie. Als sich die junge Frau auf kein Gespräch einließ, zog er ein Messer. Es kam zu einer Rangelei, sie wehrte sich und biss ihn, er stach zu, beide gingen zu Boden, er würgte sie – bis eine Nachbarin dazukam. Die 32-Jährige erlitt Verletzungen im Gesicht, am Hals und Ohr.

Marko L. hatte die Tat halbherzig eingeräumt. Er habe sie mit dem Messer angegriffen, sagte er – aber das sei ja fast Notwehr gewesen, denn sie habe ihn angegriffen und in den Arm gebissen, was extrem schmerzhaft gewesen sei, deshalb habe er sich wehren müssen.

Das Gericht glaubte ihm diese Geschichte nicht. Er habe das Messer bewusst mit sich geführt, um ihr Angst zu machen und sie zu verletzen. Aber die Kammer sah keinen Tötungsvorsatz. Die Wunden und Würgemale waren ziemlich oberflächlich. Hätte er sie wirklich töten wollen, hätte er dies tun können. „Das Gesamtbild ist nicht so, dass man mit Sicherheit von einem Tötungsvorsatz ausgehen kann“, begründete Richter Herbert Pröls das Urteil.

Von Monika Löffler

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