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Zum ersten Mal gastiert die Deutsche Meisterschaft im Seifenkistenrennen in Kleinnaundorf

Piloten in tollkühnen Kisten Zum ersten Mal gastiert die Deutsche Meisterschaft im Seifenkistenrennen in Kleinnaundorf

Zum ersten Mal findet im August die 7. Deutsche Meisterschaft und zugleich die 20. Internationale Sachsenmeisterschaft sowie der 5. Pokallauf der Großen Kreisstadt im Seifenkistenrennen im Freitaler Ortsteil Kleinnaundorf statt. Am Steuer der kleinen selbstgebauten Kisten sitzen Teilnehmer ab sechs Jahren aus Deutschland und Europa.

Der Familie Käfer liegen Seifenkistenrennen im Blut: Thomas und seine noch fünfjährige Tochter Lilly gehen im August bei der Deutschen Meisterschaft in Kleinnaundorf an den Start.

Quelle: Silvio Kuhnert

Freital. Den Freitaler Ortsteil Kleinnaundorf steht im August ein heißes Rennwochenende bevor. Denn dieses Jahr geht es nicht nur um den Sachsen-, sondern auch um die Deutsche Meisterschaft im Seifenkistenrennen.

Frage: Herr Käfer, Sie fahren Seifenkistenrennen. Was macht den Reiz aus?

Thomas Käfer: Der Reiz ist einfach die Geschwindigkeit. Man fährt auf einer offiziellen Straße, wo sonst nur Autos unterwegs sind, mit einer selbstgebauten Kiste den Berg hinunter. Es kann mir keiner entgegenkommen, wenn ich mit Speed die Kurven nehme. Hinzu kommt der Jubel der Zuschauer. Und bestenfalls steht man auf dem Treppchen.

Woher kommt diese Leidenschaft? Sind Sie schon als Kind Seifenkistenrennen gefahren?

Nein, überhaupt nicht! Alles begann zu einem Dorffest bei uns in Kleinnaundorf. Da gab es ein Seifenkistenrennen. Für diesen Wettkampf hatte ich meiner ältesten Tochter eine Kiste gebaut. Sie hat auch gleich den ersten Platz belegt. Nun war die Seifenkiste einmal da und du sollst ein Jahr warten bis zum nächsten Rennen? Das wollte ich nicht. Im Internet habe ich mich informiert, wo es weitere Wettbewerbe gibt. So bin ich auf den Mitteldeutschland-Cup gestoßen. Das Rennen war in Spitzkunnersdorf. Was ich dort erlebt habe, war einfach sensationell. Der ganze Ort war in Bewegung, feuerte die Teilnehmer an und fieberte bei den Rennen mit. Die Stimmung war einfach fantastisch. Nachdem ich Jennifer zu einigen Rennen der Saison 2011 begleitet hatte, reichte mir das bloße Zuschauen nicht mehr aus. Ich wollte selbst mitfahren!

In Kleinnaundorf steht dieses Jahr nicht nur der 5. Pokallauf der Stadt Freital an, gleichzeitig auch die 20. Internationale Sachsenmeisterschaft, zum vierten Mal hier im Ort, und als Premiere, die Deutsche Meisterschaft. Wie haben Sie diese Events hierher geholt?

Als ich das erste Mal bei dem Rennen in Spitzkunnersdorf war, kam mir bereits der Gedanke: Wenn ich das Feeling nach Kleinnaundorf transportieren kann, was ich dort erlebt habe, das wäre der Hammer! So ist die Idee entstanden, etwas zu machen, was es im Umkreis in dieser Größenordnung nicht gibt. Ich konnte den Heimatverein begeistern und überzeugen, sich um einen Lauf beim Mitteldeutschland-Cup zu bewerben. So fand bei uns das erste große Rennen im September 2012 statt. Mit der Zeit sind Kontakte zu anderen Wettbewerben entstanden. Als ich im Jahr darauf vom Organisationsteam der Sachsenmeisteschaft in Bräunsdorf bei Limbach-Oberfrohna erfahren habe, dass sie diesen Wettkampf nicht mehr fortführen können, haben wir ihn nach Kleinnaundorf geholt. Und wir wollen uns weiter steigern. So ist die 7. Deutsche Meisterschaft in diesem Jahr bei uns zu Gast. Eine weitere Steigerung soll noch folgen. Im Jahr 2021, wenn Freital sein 100-jähriges Stadtjubiläum feiert, wollen wir die Europameisterschaft hier her holen.

Aber jetzt stehen im August erst einmal die Deutschen Meisterschaften an. Welchen Rekord müssen Sie auf der Heimstrecke knacken, um selbst auf dem Siegertreppchen ganz oben stehen zu können?

Mit rund 750 Metern und drei Kurven haben wir eine anspruchsvolle Strecke. Kleinnaundorf wird bereits Klein-Monaco genannt Der Rekord liegt bei 49:88 Sekunden. Im vergangenen Jahr habe ich mit 50:00 Sekunden daran gekratzt. Dieses Ergebnis kann ich noch toppen.

Wer kann mitmachen? Und welche Wertungsrennen gibt es?

Mitmachen kann jeder, der bis zum Ende des Jahres seinen sechsten Geburtstag feiert und über eine eigene Kiste verfügt. Bei einem Wertungslauf geht es um Speed, Was dies bedeutet ist klar, der Schnellste gewinnt. Speed ist aber nichts für Kinder, deshalb geht es im anderen Wertungslauf um Gleichmäßigkeit. D.h., man muss zwei Läufe in gleichstmöglicher Zeit hinbekommen - egal ob sie nun fünf, zehn oder noch mehr Minuten dauern. Und dann soll natürlich nicht der Spaß zu kurz kommen, so dass wir in der Gaudi-Klasse das imposanteste Gefährt küren.

Anmeldeschluss: 30 JuniAlle Informationen und Anmeldung unter www.seifenkiste-freital.de

Von Silvio Kuhnert

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