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Umland Zehntausende strömen zu den Weinfesten nach Radebeul und Meißen
Region Umland Zehntausende strömen zu den Weinfesten nach Radebeul und Meißen
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08:32 02.10.2017
Am muskelkraftbetriebenen Theaterkarussell von Georg Traber vollzog einer der Anschieber akrobatische Kunststücke.  Quelle: Silvio Kuhnert
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RadebeulMeißen

Das Herbst- und Weinfest in Radebeul lockte am Wochenende wieder rund 50.000 Besucher an. Selbst das schlechte Wetter am Sonntag konnte der guten Stimmung keinen Abbruch tun. Das galt auch für Meißen. Zu dem in der Domstadt zeitgleich stattgefundenen Weinfest strömten tausende Menschen durch die Gassen der Altstadt. Ein Besuchermagnet war der Festumzug am Sonntagvormittag. Zum Motto „25 Jahre Sächsische Weinstraße“ zeigten über 1000 Mitwirkende rund 40 Bilder.  

Die schönsten Eindrücke von den Weinfesten in Radebeul und Meißen.

Blauer Himmel und Sonnenschein – die Verschiebung des Herbst- und Weinfestes Radebeul um eine Woche wegen der Bundestagswahl erwies sich am Sonnabend als Glücksfall. Der Herbst zeigte sich von seiner schönsten Seite und Besucher aus nah und fern feierten ausgelassen. Auch das regnerische Wetter am Sonntag trübte die Stimmung nicht. Etwa 50000 Gäste sind laut Ina Dorn, Sprecherin des Kulturamtes der Lößnitzstadt, an den drei Festtagen auf den Dorfanger Altkötzschenbroda gekommen.

In den beiden Weindörfern sowie mehreren Weingärten schenkten über 30 Winzer Weine und frischen Federweißer aus den Anbaugebieten Sachsen und Saale-Unstrut aus. Unter dem Motto „Europa, Du Schöne!“ zeigten 14 Theatergruppen aus Europa und Südamerika beim gleichzeitig stattgefundenen Internationalen Wandertheaterfestival beeindruckende Inszenierungen von Tanz, Pantomime, über Clownesken bis hin zu tiefsinnigen Theaterstücken.

Stimmungsvoll war der Stelzentanz vom Oplas Teatro aus Italien. Quelle: Silvio Kuhnert

Ganz besonders konnte die Gruppe „Circo Ripopolo“ aus Belgien die Herzen der Zuschauer erobern. In ihrer Inszenierung „A Rovescio“ ließen sie auf der Streuobstwiese in vier Vorstellungen das Publikum hinter die Kulissen des Zirkus blicken. Für ihre poetische Geschichte aus dem Zirkusleben gab es den diesjährigen Publikumspreis, der am Sonntagabend beim Finale Grande überreicht wurde.

Am muskelkraftbetriebenen Theaterkarussell von Georg Traber vollzog einer der Anschieber akrobatische Kunststücke. Quelle: Silvio Kuhnert

Das Wandertheaterfestival erwies sich in seiner 22. Ausgabe einmal mehr als ein Besuchermagnet auf dem Weinfest. Die Aufführungen waren ausnahmslos sehr gut besucht. Schon lange vor Beginn der Vorstellungen bildeten sich lange Schlangen vor den Bühnen. Besonders begehrt waren die Plätze im Hoftheater. Dort zeigte die Gruppe „PuntMoc“, Gewinner des Publikumspreises 2016, ihre Siegesinszenierung GAGSonTRIX – bei dieser athletischen Form der Pantomime begleitet das Publikum einen Mann vom Kampf gegen den nervigen Wecker über seine Morgentoilette und eine Autofahrt über verregnete Straße ins Konzerthaus – und erntete erneut viele Lacher. Beim Festival ist es Tradition, dass der Sieger aus dem Vorjahr wieder mit dabei ist. Daher bietet sich für alle, die die Auftritte von „Circo Ripopolo“ verpasst haben, beim kommenden Weinfest in zwölf Monaten eine neue Gelegenheit.

Ein Höhepunkt des Theaterfestivals war das Tanzspektakel „Es war einmal… ein Schwanensee“ des italienischen Oplas Teatros. In romantischer Atmosphäre bei Mondschein verliehen sie auf der Elbwiese dem Ballettklassiker Schwanensee mit Stelzentanz, eindrucksvollen Kostümen und faszinierenden Wasser- und Feuereffekten ein neues Gewand. Die Sitzbankreihen waren trotz kühler werdender Temperatur schon eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn sehr gut gefüllt.

Die „OOZ Band aus Frankreich spielte flippige Blasmusik auf dem Anger. Quelle: Silvio Kuhnert

Beim Herbst- und Weinfest gab es nicht nur viel zu sehen und zu entdecken, sondern auch was für die Ohren und das Tanzbein. Menschentrauben bildeten sich beispielsweise bei den Konzerten der „OOZ Band“ – zum einen auf dem Dorfanger an der Ecke zur Bahnhofstraße und ein weiteres Mal am Samstagabend am Kuffenhaus. Die acht Musiker aus Frankreich brachten mit energiegeladener Brassmusik die Zuschauer zum ausgeflippten Tanzen und Klatschen und bewiesen, dass Blasmusik rocken kann.

Silvio Kuhnert

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