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Wieder Ärger an der Meißner Straße in Radebeul

Wieder Ärger an der Meißner Straße in Radebeul

Der Ausbau der Meißner Straße erregt weiter die Gemüter. Auf der Radebeuler Hauptverkehrsader sind die Arbeiten zwischen Gradsteg und Dr.-Külz-Straße noch immer nicht beendet.

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Die Meißner Straße ist seit vorigem Mai Baustelle. Sie wird auf über 850 Metern erneuert. Genervte Autofahrer kürzen ab.

Quelle: Grafik: DNN

Seit 14 Monaten rattern Baumaschinen. Anwohner sind genervt, Autofahrer ob der Staus sowieso. Und jetzt machen auch noch Radebeuler mobil, die nördlich der "Meißner" leben. Täglich nutzen 20 000 Fahrzeuge diese Staatsstraße. Staut es sich dort, weichen viele auf die Nebenstraßen aus. Lkws würden laut Anwohnern durch die eigentlich ruhigen Viertel donnern. Dort seien mehr Autos als sonst unterwegs.

Obwohl Straßenbahngleise erneuert, Haltestellen barrierefrei ausgebaut und die Fahrbahnen asphaltiert worden sind, geht es noch immer nicht voran auf der "Meißner". An den Straßenbahnen liegt das nicht, erklärt Falk Lösch von den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB), die an dem vom Freistaat geförderten, mehr als acht Millionen Euro teuren Projekt beteiligt sind. Anders als von einigen Stadträten bemängelt, käme die Straßenbahn nach dem Ausbau schneller zum Ziel. Laut Ingolf Zill von der Verkehrsbehörde könnten die Staus mit der Verbreiterung des Gehwegs zwischen Neue Straße und Lutherstraße abnehmen. Die Strecke ist nur einseitig zu passieren. Eine Ampel regelt den Verkehr am Nadelöhr. Ende August soll der Gehweg aber fertig sein.

Viele Radebeuler, die in den Gebieten nördlich der Meißner Straße wohnen, müssen also mit mehr Verkehr vor ihrer Haustür noch wochenlang rechnen - mindestens. Mehrere Stadträte forderten deshalb die Stadt auf, dagegen vorzugehen. "Porschefahrer brettern durch die engen Nebenstraßen, viel zu breite Sattelschlepper kürzen hier ab - ein Unding", klagt Jens Baumann (CDU). Andere Stadträte monierten außerdem die "zunehmende Aggression auf der Meißner" - Radfahrer würden von Autos an den Straßenrand gedrängt.

Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) beschwichtigt. Er sagt, bei künftigen Vorhaben solle stärker auf die Probleme eingegangen werden. Ferner stehe eine Verkehrsflussanalyse an. "Dabei werden Auto-, Straßenbahn- und Radverkehr untersucht", so Wendsche. Problembereiche würden erfasst, um bei weiteren Bauvorhaben Staugefahren zu verringern. Die nächste Baustelle steht schon fest: 2015 soll die Meißner zwischen Rennerberg- und Dr.-Külz-Straße erneuert werden. An dem Schleichwegproblem, das vor allem Tempo-30-Zonen in den Wohnvierteln betrifft, lässt sich aber wohl kaum etwas ändern, glaubt Zill: "Wer sich an die Verkehrsordnung hält, darf dort fahren." Damit müssen man leben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.07.2013

Stephan Klingbeil

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