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Umland Werkzeugdieb per DNA überführt
Region Umland Werkzeugdieb per DNA überführt
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14:01 04.02.2018
 Am längsten im Prozess gegen Czeslaw P. im Amtsgericht Dresden dauerte die Verlesung seiner Strafregister.   Quelle: dpa
Radebeul/Dresden

Am längsten im Prozess gegen Czeslaw P. im Amtsgericht Dresden dauerte die Verlesung seiner Strafregister. Der Pole hatte im Laufe der Jahre in seinem Heimatland und in Deutschland viel kriminelle Energie offenbart. Er ist vorbestraft und saß schon einige Jahre im Gefängnis. Der 40-Jährige hat einfach seine Finger nicht im Griff und ein Problem, „mein“ und „dein“ zu unterscheiden. Auch diesmal saß er wegen Diebstahls vor Gericht.

Der Angeklagte hatte innerhalb von wenigen Tagen vier Transporter in Radebeul, Weinböhla und Niederau geknackt und daraus Werkzeug für mehrere Tausend Euro geklaut. Der Angeklagte räumte alle Vorwürfe ein, sagte jedoch, dass er sich die Autos spontan ausgesucht hatte. Aber offenbar hat er gezielt nach Wagen von Baufirmen gesucht. Das Diebesgut, zum Teil sehr hochwertiges Werkzeug, verkaufte er dann an „Bekannte“.

Czeslaw P. hatte jeweils die Scheiben der Autos eingeworfen und dabei in allen Fällen DNA-Spuren hinterlassen. So kam man ihm bald auf die Schliche – bei seinem Strafregister kein Wunder.

Der 40-Jährige klaute nicht für Auftraggeber, sondern um etwas Geld für sich zu haben. Czeslaw P. hat kein Drogen-Problem, spricht perfekt Deutsch, ist still und höflich. Er kann und will auch arbeiten, nur nimmt ihn mit seinen Vorstrafen niemand – weder in Polen, noch in Deutschland. Also ging er klauen, landete im Gefängnis, stand mittellos da und klaute wieder. Ein Teufelskreis, aus dem er wohl nicht mehr heraus kommt.

Das Dresdner Amtsgericht verurteilte ihn wegen der Diebstähle nun zu zwei Jahren und drei Monaten ohne Bewährung. Und dann gibt es in Bautzen, Kamenz und Görlitz noch einige offene Verfahren.

Er dürfte also einige Jahre sitzen.

Von Monika Löffler

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