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Umland Weinlese beginnt historisch früh
Region Umland Weinlese beginnt historisch früh
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16:24 06.08.2018
Blick auf die Weinberge und den Barockgarten von Schloss Wackerbarth – einen Drohnenflug machte diese Luftaufnahme möglich. Quelle: Foto: Jan Woitas, dpa
Radebeul

Auf Schloss Wackerbarth hat am Montag die Ernte der ersten Trauben begonnen. „In diesem Jahr startet die Weinlese so früh wie nie zuvor“, berichtete Martin Junge, Sprecher des Staatsweingutes. Jedenfalls ist ihm nicht bekannt, dass vorher schon einmal die Lese an einem 6. August begann. Die Winzer pflücken als erstes die Trauben der frühen Sorte „Solaris“. Diese 1975 am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg gezüchtete Weißweinsorte eigne sich besonders gut für Federweißer. Aber auch Wein für Cuvées wird laut Junge aus den Trauben gewonnen.

Rund drei Wochen beträgt in diesem Jahr der Reifevorsprung. „Sonst beginnen wir mit der Lese zwischen dem 20. und 25. August“, sagte Till Neumeister, Weinbauleiter von Schloss Wackerbarth. Dass er und seine Kollegen die „Solaris“-Trauben bereits jetzt von den Rebstöcken ringsum der Schlossanlage in Radebeul und im Laufe dieser Woche auch von den Anlagen in Weinböhla ernten, liege nicht so sehr an den heißen Sommertagen der letzten Wochen, sondern vor allem am warmen Frühling. So zählte Sachsen mit über 250 Sonnenstunden zu den wärmsten und sonnenreichsten Regionen Deutschlands im April. Der Mai war ebenfalls von viel Sonnenschein geprägt. „Dadurch fand die Blüte der Reben bereits Ende Mai und damit rund drei Wochen früher als gewöhnlich statt. Diesen Vegetationsvorsprung konnten die Pflanzen durch die anhaltend warme und sonnige Witterung bis jetzt halten“, führte Neumeister weiter aus.

Nicht nur die „Solaris“-Reben sind früh dran. „Die ersten Goldriesling-Trauben sowie die ersten Trauben der roten Sorte Frühburgunder lesen unsere Winzer in diesem Ausnahmejahrgang bereits ab Mitte August“, informierte Wackerbarth-Sprecher Junge. Rund 92 Hektar Rebfläche bewirtschaftet das Staatsweingut. Über den September hinweg bis in den Oktober hinein geht es mit der Weinlese in den Weinbergen weiter.

Durch die frühe Reife ist 2018 schon jetzt ein historischer Jahrgang. Ob er ein besonderer auch im Hinblick auf Qualität und Quantität wird, dafür ist laut Neumeister eine Prognose noch zu früh. „Denn die kommenden Wochen sind auch in diesem Jahr entscheidend für die Erntemenge und den Geschmack der Trauben“, so der Weinbauleiter.

Die Ausgangssituation für eine vielversprechende Quantität an Trauben war bisher jedenfalls nicht schlecht. „In der Blüte hatten wir sehr gutes Wetter“, sagte Neumeister. Auch die Trauben seien gesund, was ihn auf eine gute Qualität hoffen lässt. Um sie durch Hitze und Trockenheit zu bringen, haben Wackerbarths Winzer die Steillagen und Junganlagen zusätzlich bewässert. Hinzu kamen eine individuell Bodenbearbeitung sowie aufwendige Pflege der Laubwand. „Dank dieser Maßnahmen sind unsere Reben gut durch das bisherige Weinjahr gekommen“, informierte Neumeister.

Von Silvio Kuhnert

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