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Umland Weinböhlas Grundschüler bekommen fünf neue Fachkabinette
Region Umland Weinböhlas Grundschüler bekommen fünf neue Fachkabinette
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18:54 26.06.2018
Den symbolisch ersten Spatenstich nahm Schulleiterin Brigitte Lipeck (6.v.l.) auf dem Schulhof der Weinböhlaer Grundschule in großer Runde vor. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
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Weinböhla

Brigitte Lipeck war sichtlich gerührt, als sie zum Spaten griff. 26 Jahre lang leitete sie die Grundschule Weinböhla. Am Freitag geht sie in den Ruhestand. Zuvor aber stand sie in der goldenen Mitte, als am Dienstagvormittag der symbolisch erste Spatenstich für den Erweiterungsbau ihrer Schule getätigt wurde. „Mit so etwas Schönem“, wie sie meinte, schließt sie nun ihr Berufsleben ab.

Als sie die Leitung der Schule an der Köhlerstraße im Jahr 1992 übernahm, hätte sie wohl selbst nicht glauben können, dass sie einmal die Grundschule mit den meisten Erst- bis Viertklässlern im Landkreis Meißen vorstehen würde. „Rund 180 Kinder besuchten die Schule, als ich als Leiterin anfing“, erinnert sie sich. Als im Jahr 2000 die zweite Grundschule im Ort geschlossen und alle Weinböhlaer Grundschüler am Standort an der Köhlerstraße vereint wurden, wuchs die Schülerzahl auf rund 300 an. Nun kommen jeden Morgen 455 Kinder in das Schulhaus. Und dort ist es eng geworden. „Uns fehlen Klassenzimmer. Viele Räume müssen wir gemeinsam mit dem Hort nutzen“, so Lipeck. Damit sich die Platzsituation an der Schule verbessert, entsteht südlich zum bestehenden Schulgebäude sowie parallel und annähernd spiegelbildlich zur vorhandenen Sporthalle ein eingeschossiger Neubau.

„Das Vorhaben stieß nicht sofort auf ungeteilte Zustimmung“, berichtete Bürgermeister Siegfried Zenker (CDU). Doch bei den vor rund einem Jahr geführten Gesprächen habe sich die Einsicht des dringenden Bedarfs an zusätzlichen Unterrichtsräumen durchgesetzt. Und an die Schüler gewandt, meinte er, dass sie sich noch rund ein Jahr gedulden müssen. „Zu Beginn des Schuljahres 2019/20 soll der Neubau fertig sein“, so das Gemeindeoberhaupt.

Der Erweiterungsbau wird als separater freistehender Baukörper errichtet. Rund 630 Quadratmeter nimmt der Flachbau von der großzügigen Freifläche der Schule in Anspruch. Fünf Fachkabinette von 70 Quadratmetern Größe finden darin Platz. Dazu zählen ein Sprachkabinett, ein Raum für den Ethik- oder Religionsunterricht, sowie ein Sach-, ein Kunsterziehungs- und ein Musikraum. Ein großzügiges Foyer als Eingangsbereich, Sanitärräume sowie ein Technikraum zählen außerdem zu den neu entstehenden Räumlichkeiten. Durch eine mobile Trennwand können zudem zwei Unterrichtsräume miteinander verbunden werden, wodurch ein 140 Quadratmeter großer Raum entsteht, der für vielfältige Nutzungen der Schule künftig zur Verfügung steht. Die Zugänge von Hauptgebäude, Sporthalle und Neubau sind so angeordnet, dass zu den jeweiligen Gebäuden kurze Wege entstehen. Der Schulhof wird neugestaltet.

Bei der Planung des Neubaus hat die Gemeinde bereits an die Zukunft gedacht. Sollte wegen weiter steigender Schülerzahlen eine erneute Erweiterung notwendig werden, braucht sie den Neubau nur aufstocken. Ein Treppenaufgang kann in das Gebäude integriert werden, ohne den großzügigen Charakter des Foyers zu stören.

Rund zehn Monate Bauzeit sind veranschlagt. Die Investitionssumme beträgt rund 1,6 Millionen Euro. Der Freistaat übernimmt 40 Prozent der förderfähigen Baukosten.

Von Silvio Kuhnert

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